Echo: Amazon bringt mehr Datenschutz für Alexa

Bei der Nutzung von Alexa kann neuerdings die Speicherung der Sprachaufzeichnungen ganz unterbunden werden.

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Neue Datenschutzmöglichkeiten für Alexa
Neue Datenschutzmöglichkeiten für Alexa (Bild: Stephen Brashear/Getty Images)

Amazon hat einige Verbesserungen für Alexa geplant, die aber erst später kommen werden. Bereits verfügbar sind neue Datenschutzoptionen, die in der Alexa-App eingestellt werden können. Wer möchte, kann der Speicherung von Sprachaufnahmen widersprechen. Dann werden generell alle Mitschnitte sofort gelöscht, nachdem sie von Alexa verarbeitet wurden.

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Außerdem werden automatisch alle bisherigen Mitschnitte gelöscht, die über das entsprechende Amazon-Konto geführt wurden. In der Alexa-App bleiben diese jedoch noch 30 Tage im Zugriff erhalten, gibt Amazon an.

Wie auch bei anderen digitalen Assistenten wie Google Assistant oder Apples Siri verwendet Amazon die Alexa-Sprachaufzeichnungen, um daraus zu lernen und den Dienst zu verbessern. Alle digitalen Assistenten brauchen weiterhin viel menschliche Unterstützung, um eine möglichst natürliche Sprachsteuerung liefern zu können. Dafür werden die Mitschnitte nicht nur maschinell ausgewertet, sondern auch von Menschen angehört. Dabei benötigen die Assistenten die Daten der Nutzer, weil die Sprachbefehle auf dern Servern der Anbieter verarbeitet werden müssen.

Alexa hört seit Monaten schlechter als früher

Auf diesen Umstand hatten Amazon, Apple und Google anfangs nicht deutlich hingewiesen. Vergangenes Jahr gab es wiederholt Berichte von Personen, die beim Anhören solcher Sprachaufzeichnungen zum Teil auf intime Details der Nutzer gestoßen sind. Hierbei spielte eine Rolle, dass sich digitale Assistenten immer mal wieder ungewollt aktivieren.

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Zumindest Amazon scheint daran intern einiges geändert zu haben. Seit längerem reagieren mehrere Echo-Geräte weniger gut auf das Alexa-Signalwort oder verstehen Anfragen schlechter, so dass wir öfter direkt in Richtung des smarten Lautsprechers sprechen oder die Befehle lauter sagen müssen. Umgekehrt kommt es nach der Beobachtung von Golem.de seit längerem deutlich seltener zu ungewollten Alexa-Aktivierungen.

Zustimmung zu Sprachaufnahmen soll Verbesserungen bringen

Wenn die Option gewählt wird, dass Amazon die Befehle von Alexa aufzeichnen und auswerten darf, verspricht Amazon im Gegenzug mehr personalisierte Funktionen, bessere Alexa-Antworten und allgemein Verbesserungen für den digitalen Assistenten. Wer sich für die Speicherung entscheidet, kann bestimmen, ob die Daten regelmäßig nach drei Monaten oder 1,5 Jahren gelöscht werden. In der Alexa-App können die eigenen Befehle nachträglich eingesehen und angehört werden.

Bei Bedarf können Sprachaufzeichnungen manuell vorher gelöscht werden. Wie bisher lassen sich die Befehle für einen bestimmten Zeitraum entfernen. Und es gibt die Möglichkeit, nur die archivierten Sprachkommandos eines ausgewählten Alexa-Geräts zu löschen.

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Sprachaufnahmen auf Zuruf löschen

Seit letztem Jahr lassen sich Alexa-Sprachaufzeichnungen auch auf Zuruf löschen. Das Löschen von Befehlen ist damit deutlich einfacher als über die Alexa-App.

Mit dem Befehl "Lösche, was ich gerade gesagt habe" wird der vorherige Befehl aus den Mitschnitten entfernt. Das kann vor allem dann sinnvoll sein, wenn sich das Alexa-Gerät ungewollt aktiviert und somit eine Unterhaltung mitgeschnitten hat, die nicht als Befehl gedacht gewesen ist. "Lösche alles, was ich heute gesagt habe" entfernt sämtliche Sprachaufzeichnungen des aktuellen Tages. Demnächst soll der Befehl "Alexa, lösche alles, was ich gesagt habe" eingeführt werden, der alle Mitschnitte aus den Archiven von Amazon entfernt.

Die Datenschutz-Konfiguration befindet sich in der Alexa-App in den Einstellungen. Wenn wir auf einem Alexa-Gerät sagen: "Alexa, wie kann ich meine Datenschutz-Einstellungen überprüfen?", wird ein Direktlink zu den Datenschutzeinstellungen auf den Startbildschirm der App angezeigt. Vor einiger Zeit wurde die Alexa-App überarbeitet. Seitdem sind häufig benötigte Funktionen ganz oben auf dem Startbildschirm aufgeführt. Das verbessert den Komfort. Wer etwa über die Alexa-App immer wieder mit einem bestimmten Kontakt telefoniert, hat diesen dort griffbereit.

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