eCall: Mercedes ruft Autos wegen SOS-Ortungsfehlern zurück
Das eCall-System(öffnet im neuen Fenster) sorgt dafür, dass bei schweren Unfällen die Rettungsdienste die Position des Fahrzeugs automatisch erhalten. Das System funktioniert bei zahlreichen Mercedes-Modellen offenbar nicht korrekt. In den USA ruft Daimler mehr als eine Million Fahrzeuge zurück, weil es unter Umständen den falschen Standort für das verunglückte Auto weitergibt. Die Rettungskräfte würden dann zum falschen Ort eilen, berichtet die Zeitschrift Car and Driver(öffnet im neuen Fenster).
Dabei geht es um Fahrzeuge aus den Produktionsjahren 2016 bis 2021. Nach Informationen der Verkehrssicherheitsbehörde(öffnet im neuen Fenster) National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) sind neben CLA, GLA, GLE, GLS, SLC, GT die A-Klasse, C-Klasse, E-Klasse, S-Klasse sowie CLS, SL, B-Klasse, GLB, GLC und die G-Klasse betroffen. Anders ausgedrückt: Es gibt fast keinen PKW von Mercedes, der nicht betroffen ist. Die Elektrofahrzeuge sind nicht aufgeführt.

Der Fehler entsteht laut einem Bericht von Reuters(öffnet im neuen Fenster), wenn das Kommunikationsmodul bei einem Unfall durch einen kurzfristigen Stromausfall neu bootet. Dabei kann die Position fehlerhaft übermittelt werden. Mercedes ging dem Problem nach, weil in Europa bei einem Unfall die falschen Positionsdaten übermittelt wurden. Ob es auch in Deutschland einen Rückruf geben muss, ist noch unbekannt.
Nach Angaben des Herstellers soll es bisher keine Personenschäden aufgrund der fehlerhaften eCall-Funktion gegeben haben. Das Problem soll mit einem Softwareupdate behoben werden, bei den meisten Fahrzeugen bedeutet das einen Werkstattaufenthalt – Over-the-Air-Updates gibt es bei Mercedes noch nicht lange.
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