EC-Karte: Trotz Kartensperre können Diebe stundenlang Geld abheben

Eine Sperre der Girocard wird nicht immer sofort aktiv. Verbraucher können sich bereits im Vorfeld schützen.

Artikel veröffentlicht am ,
Eine Girocard mit kontaktloser Bezahlfunktion.
Eine Girocard mit kontaktloser Bezahlfunktion. (Bild: Mudassar Iqbal/Pixabay)

Auch wenn Verbraucher ihre Girocard (früher EC-Karte) bei Verlust oder Diebstahl umgehend bei der zuständigen Bank sperren lassen, können Kriminelle mitunter stunden- oder tagelang weiterhin kontaktlos mit einer gestohlenen Karte bezahlen.

Stellenmarkt
  1. Systemadministrator (m/w/d) iSeries
    Hugo Benzing GmbH & Co. KG, Korntal-Münchingen
  2. Mitarbeiter/in Projektmanagement (m/w/d)
    Hochschule Furtwangen, Tuttlingen
Detailsuche

Der öffentlich-rechtliche Sender RBB berichtete von einem Fall, in dem eine Verbraucherin ihre Girocard wenige Minuten nach einem Diebstahl sperren ließ. Dennoch konnten die Kriminellen Waren im Wert von mehreren Hundert Euro mit der Karte bezahlen. Laut dem LKA Berlin ist dies kein Einzelfall. Das könne an einer zeitlichen Verzögerung bei der Datenweiterleitung im Banksystem liegen, sagte Sabine Burkowski vom LKA Berlin.

"Beim kontaktlosen Bezahlen hängt es dann davon ab, ob das Kassensystem der Handelsunternehmen online mit dem Sperrsystem verbunden ist oder ob die Sperrung alle 12 Stunden oder alle 24 Stunden im Rahmen eines Updates mitgeteilt wird", erklärte Burkowski dem RBB.

Was hilft nach einem Kartendiebstahl?

Um es den Dieben schwerer zu machen, könnten Verbraucher das kontaktlose Bezahlen ohne PIN bei der Bank sperren lassen. Das funktioniert häufig direkt am Geldautomaten. Das Lastschriftverfahren, das Bezahlen mit Unterschrift, funktioniere weiterhin, erklärte Ulrich Binnebössel vom Deutschen Einzelhandelsverband (HDE).

Der Smart-Tarif bei N26
Golem Karrierewelt
  1. Informationssicherheit in der Automobilindustrie nach VDA-ISA und TISAX® mit Zertifikat: Zwei-Tage-Workshop
    19./20.07.2022, Virtuell
  2. CEH Certified Ethical Hacker v11: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    01.-05.08.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Um den Dieben diese Möglichkeit zu nehmen, müsse man die Karte zusätzlich bei der Polizei sperren lassen, berichtet der RBB. Der sogenannte Kuno-Sperrdienst sei ein freiwilliger Dienst der Polizeibehörden aus Bund und Ländern sowie dem Zusammenschluss großer Handelsketten. Große Ketten akzeptieren eine Zahlung mit Unterschrift dann nicht mehr.

Die Banken übernehmen üblicherweise die entstandenen Schäden, wenn die Verbraucher den Dieben zuvorkommen und die Karte rechtzeitig sperren. Die durch Unterschriftenbetrug entstandenen Schäden könnten zudem beim jeweiligen Handelsunternehmen zurückgefordert werden, so der RBB. Das sei jedoch aufwendig.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


/mecki78 18. Mai 2022 / Themenstart

Hier bitte nicht zwei völlig unterschiedliche Dinge miteinander vermischen: Beim...

Gaius Baltar 17. Mai 2022 / Themenstart

Viel nerviger finde ich Läden, die offiziell VISA/Mastercard akzeptieren, aber meine...

Gaius Baltar 17. Mai 2022 / Themenstart

Meiner Erfahrung nach kommen manche Terminals (bzw. manche Terminal-Dienstleister &#8211...

Gaius Baltar 17. Mai 2022 / Themenstart

Die funktionsgleiche ec-Karte (bezüglich Kartenzahlung mit PIN bzw. Unterschrift) gibt es...

Kommentieren



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
SFConservancy
Open-Source-Entwickler sollen Github wegen Copilot verlassen

Ähnlich wie schon vor Jahrzehnten mit Sourceforge sollen Open-Source-Projekte nun auch Github verlassen.

SFConservancy: Open-Source-Entwickler sollen Github wegen Copilot verlassen
Artikel
  1. Wärmeversorgung: Berlin baut Thermoskanne gegen Gasnotstand
    Wärmeversorgung
    Berlin baut Thermoskanne gegen Gasnotstand

    Der Versorger Vattenfall baut in Berlin einen riesigen Warmwasserspeicher, um Häuser im Winter heizen zu können. Das könnte beim möglichen Gasnotstand helfen.

  2. Wilhelm.tel: Das kann die Telekom gar nicht so schnell nachmachen
    Wilhelm.tel
    Das kann die Telekom gar nicht so schnell nachmachen

    Der streitbare Wilhelm.tel-Chef Theo Weirich hat seine Infrastruktur für die Telekom geöffnet. Damit werde das eigene FTTH-Netz aber nicht entwertet.

  3. Chrome OS Flex: Das Apple Chromebook
    Chrome OS Flex
    Das Apple Chromebook

    Ein zehn Jahre altes Notebook lässt sich mit Chrome OS Flex wieder flott machen. Wir haben Googles Betriebssystem ausprobiert und waren begeistert.
    Ein Erfahrungsbericht von Martin Wolf

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • MSI RTX 3080 12GB günstig wie nie: 949€ • AMD Ryzen 7 günstig wie nie: 259€ • Der beste 2.000€-Gaming-PC • Cooler Master 34" UWQHD 144 Hz günstig wie nie: 467,85€ • Asus RX 6900 XT OC günstig wie nie: 1.049€ • Mindstar (Gigabyte RTX 3060 399€) • Galaxy Watch3 45 mm 119€ [Werbung]
    •  /