Eben Upton: Raspberry-Pi-Initiator spielt USB-C-Fehler herunter

Der neue Raspberry Pi 4 lässt sich mit vielen USB-C-Ladegeräten nicht laden, weil der Hersteller sich nicht an die Spezifikation hält. Projektgründer Eben Upton sieht den Fehler aber offenbar bei den zu teuren Ladegeräten der Nutzer.

Artikel veröffentlicht am ,
Die USB-C-Fehler liegen an zu teuren Ladegeräten der Nutzer, sagt der Chef der Raspberry-Pi-Foundation.
Die USB-C-Fehler liegen an zu teuren Ladegeräten der Nutzer, sagt der Chef der Raspberry-Pi-Foundation. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)

Bastler sind bei der Nutzung des Raspberry Pi 4 mit zwei größeren Problemen konfrontiert: Der Rechner wird unter Umständen viel zu heiß und das Gerät lässt sich mit vielen USB-C-Ladegeräten schlicht nicht mit Strom versorgen und damit auch nicht in Betrieb nehmen. Vor allem Letzteres ist für den Projektgründer und Leiter der Raspberry-Pi-Foundation, Eben Upton, aber offenbar kaum der Rede wert, wie das Tech-Blog Betanews berichtet.

Stellenmarkt
  1. Requirements Engineer (w/m/d) Softwareentwicklung
    SSI SCHÄFER IT Solutions GmbH, Giebelstadt, Dortmund
  2. Softwareentwickler*in (m/w/d) Embedded Systems
    SCHOTT AG, Mitterteich
Detailsuche

In einem von dem Projekt veröffentlichten Videointerview äußert sich Upton zu dem USB-C-Fehler so: "Das bedeutet, (der Pi) kann praktisch nicht über ein MacBook-Ladegerät mit Strom versorgt werden. Wenn Sie also ein schönes intelligentes Ladegerät und ein schönes teures USB-C-Kabel haben, besteht die Möglichkeit, dass Ihr Ladegerät den Raspberry Pi nicht mit Strom versorgt."

Allem Anschein nach schiebt Upton den Fehler also auf die zu teure Peripherie, die die Nutzer besitzen und versucht den Fehler damit herunterzuspielen. Als wirklich großes Problem sieht Upton die fehlerhafte USB-C-Implementierung offenbar nicht.

Dabei fehlt dem Board ein Widerstand, was den Fehler verursacht und was klar am Hersteller liegt. Wie der Google-Entwickler Benson Leung schreibt, ist der Raspberry Pi 4 damit schlicht nicht standardkonform. Dabei hätte der Hersteller nur den Schaltplan aus der Spezifikation kopieren müssen.

Ladegeräte nur bedingt benutzbar

Golem Akademie
  1. Ansible Fundamentals: Systemdeployment & -management: virtueller Drei-Tage-Workshop
    6.–8. Dezember 2021, Virtuell
  2. SAMBA Datei- und Domänendienste einrichten: virtueller Drei-Tage-Workshop
    7.–9. März 2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Mit der Verwendung der USB-C-Buchse soll eine Stromversorgung mit bis zu 3 Ampere gewährleistet werden. Upton sagt in dem Interview auch, dass es mittlerweile viele USB-C-Ladegeräte in den Haushalten gebe, die für den Betrieb des Kleinrechners wiederverwendet werden können - analog zu dem vorher verwendeten Micro-USB-B.

Dass der Fehler in der nun frei im Handel erhältlichen Version des Raspberry Pi 4 auftritt, zeigt aber, dass der Hersteller die Buchse kaum ausgiebig getestet haben dürften. Die Idee der Wiederverwendung eines bereits vorhandenen Ladegeräts wird damit auch eigentlich ad absurdum geführt.

So haben wir in der Redaktion etwa schnell einige Ladegeräte gefunden, mit denen sich der Pi nicht benutzen lässt. Auch die Stromversorgung über die USB-C-Buchsen vieler Laptops oder USB-C-Hubs ist damit nicht möglich. In einer künftigen Version des Bastelrechners soll der USB-C-Fehler jedoch behoben werden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Minimee 19. Jan 2020

Als die Meldung damals rauskam, habe ich sofort meine Bestellung storniert. Nun würde ich...

NeoChronos 20. Aug 2019

Selbst wenn dass stimmt, was ja je nach Ausführung scheinbar strittig ist, hindert dich...

csdragon 14. Aug 2019

Ich seh den Fehler auch beim Hersteller... Jetzt hab ich das Teil allerdings schon...

beuteltier 14. Aug 2019

Erbsenzählerei: Ab einer Abnahmemenge von 1 Rolle a 5000 Widerstände kostet mich der...

ElTentakel 14. Aug 2019

Das ist ja auch anisch nichts neues - nur scheint es bei einem 40¤ Rechner mehr zu...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Pornhub, Youporn, Mydirtyhobby
Gericht bestätigt Zugangsverbot für Pornoportale

Die Landesmedienanstalt NRW hat zu Recht gegen drei Pornoportale mit Sitz in Zypern ein Zugangsverbot verhängt.

Pornhub, Youporn, Mydirtyhobby: Gericht bestätigt Zugangsverbot für Pornoportale
Artikel
  1. Zip: Ratenzahlung in Microsoft Edge empört die Community
    Zip
    Ratenzahlung in Microsoft Edge empört die Community

    Die App Zip wird seit Microsoft Edge 96 standardmäßig aktiviert. Diese bietet Ratenzahlung an, schürt aber nur Hass in der Community.

  2. Kompakter Einstieg in die Netzwerktechnik
     
    Kompakter Einstieg in die Netzwerktechnik

    Die Golem Akademie bietet Admins und IT-Sicherheitsbeauftragten in einem Fünf-Tage-Workshop einen umfassenden Überblick über Netzwerktechnologien und -konzepte.
    Sponsored Post von Golem Akademie

  3. Razer Zephyr im Test: Gesichtsmaske mit Stil bringt nicht viel
    Razer Zephyr im Test
    Gesichtsmaske mit Stil bringt nicht viel

    Einmal Cyberpunk mit Beleuchtung bitte: Tragen wir Razers Zephyr in der U-Bahn, fallen wir auf. Allerdings ist das Produkt nicht ausgereift.
    Ein Test von Oliver Nickel

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Last Minute Angebote bei Amazon • Crucial-RAM zu Bestpreisen (u. a. 16GB Kit DDR4-3600 73,99€) • HP 27" FHD 165Hz 199,90€ • Razer Iskur X Gaming-Stuhl 239,99€ • Adventskalender bei MM/Saturn (u. a. Surface Pro 7+ 849€) • Alternate (u. a. Adata 1TB PCIe-4.0-SSD für 129,90€) [Werbung]
    •  /