Ein Easter Egg - und noch ein Extra

Auch wenn sie nicht als Easter Egg gilt, gibt es in Robinetts Spiel noch eine weitere Sache zu entdecken, die er nach eigener Aussage nicht eingeplant hatte, die aber eine direkte Konsequenz der eigenständigen Interaktionssimulation ist. Der Spieler wird in dem Spiel von Drachen gejagt, die versuchen, ihn aufzufressen. Diese Drachen kann der Spieler mit einem als einfacher Pfeil dargestellten Schwert töten.

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Außerdem braucht der Spieler Schlüssel, die verschiedene Tore öffnen können. Dazu gibt es noch einen Magneten, der Gegenstände anzieht. Und eine Fledermaus. Diese Fledermaus kann jegliche Objekte, vom Drachen über Schlüssel, Magnet oder Schwert aufnehmen und verschleppen, was das Wiederfinden erschwert, weil der Spieler immer nur einen Gegenstand mitführen kann. Die Fledermaus kann alles transportieren, nur den Spieler nicht.

Wird aber nun das Spielerpixel im richtigen Moment von einem der Drachen verspeist, so wird es im Bauch des Drachen positioniert. Greift sich dann auch noch in exakt diesem Moment die Fledermaus diesen Drachen, kann man verfolgen, wie die Fledermaus den Drachen durch die verschiedenen Räume des Levels fliegt.

Ein unveröffentlichtes Buch, aus dem zwei unveröffentlichte Bücher wurden

Zu der Zeit, als Adventure fertig wurde, kündigten mehr und mehr Programmierer ihre Jobs bei Atari. Die als zu gering empfundenen Gehälter, zusammen mit der mangelnden Anerkennung für Erfolge - ob nun finanziell oder durch bloße Namensnennung - waren die Auslöser. Auch Robinett gehörte zu den Programmierern, die ihre Kündigung einreichten. Im Gegensatz zu vielen seiner Kollegen gründete er aber nicht eine reine Spielefirma, sondern entschied sich zusammen mit einigen Pädagogen dazu, Software mit Schwerpunkt auf Bildung zu erschaffen. 1980 gründeten sie The Learning Company (TLC), die nach mehreren Übernahmen 2018 aufgelöst wurde.

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Robinett war damals schon lange nicht mehr bei der TLC. 1986 hatte er sich einem neuen Thema zugewendet, der virtuellen Realität. Als Forschungswissenschaftler hatte er beim NASA Research Center angefangen, wo er die Software für das "Virtual Environment Workstation"-Projekt designte. Zum ersten Mal wurde dort beispielsweise ein Handschuh als Eingabegerät genutzt.

Drei Jahre später nahm Robinett einen Job an der Universität von North Carolina an, wo er am Informatik-Institut an Virtual-Reality-Projekten arbeitete. Von 1993 bis 1997 leitete er dann sein eigenes Unternehmen, Virtual Reality Games, Inc. - und das zunächst erfolgreich, der Prototyp eines Spieles wurde entwickelt. Schließlich schloss Robinett die Firma aber doch wieder, weil "sich der Kundenmarkt für VT nicht entwickelte".

Die Idee, Unterhaltung und Lernen miteinander zu verbinden, hat Robinett indes nicht aufgegeben. 2016 beklagte er, dass seine drei Söhne Lernsoftware für langweilig und spaßfern hielten. "Sie glauben nicht einmal, dass es möglich wäre, etwas zu entwickeln, das unterhaltsam und lehrreich ist", sagte er. "Ich denke dagegen nicht, dass es unmöglich ist, ein Spiel zu entwickeln, bei dem man Spaß hat und etwas lernt."

Im gleichen Jahr, also 2016, kündigte Robinett außerdem das baldige Erscheinen seines Buchs The Annotated Adventure an, in dem es um seine Zeit bei Atari gehen soll. Das Inhaltsverzeichnis hat er bereits auf seiner Webseite veröffentlicht, das Buch ist allerdings immer noch nicht fertig.

The Annotated Adventure und Making the Dragon

2018 beantwortete er per Mail Fragen der Reddit-Gruppe Ready Player one, bei denen es unter anderem um dieses Buch-Projekt ging. Es habe sich herausgestellt, dass Bücher zu schreiben sehr lange dauere, konstatierte er. Zudem seien aus seinem Projekt in der Zwischenzeit zwei Bücher geworden, nämlich The Annotated Adventure, in dem es um die technische Seite des Spiels sowie Spieleprogrammierung geht und Making the Dragon, das er als politische Geschichte beschreibt.

Beide Manuskripte seien fertig, sagte er, richtige Schriftsteller würden ihre Texte jedoch grundsätzlich mehrmals überarbeiten, bevor sie in Druck gehen, "und das ist auch notwendig". Er hoffe, die Bücher "in Kürze" veröffentlichen zu können, "aber ich kann Euch die genaue Definition von in Kürze nicht sagen."

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 Es war nicht nur ein Adventure, es hieß auch so
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hjp 06. Apr 2021

Mit 16 (also 1967) hatte er ein Spiel "schon längst gespielt", das "in den frühen...

JouMxyzptlk 05. Apr 2021

Da bin ich gnadenloser geworden. Wenn jemand es nicht mal schafft den ersten Satz...

Hotohori 05. Apr 2021

Ja, es war nicht das erste Easter-Egg in einem Videospiel, aber es war das Spiel, dass...



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