EASA: Flugsicherheit und 5G im C-Band in Europa anders als in USA

In den USA bestehen Bedenken für die Flugsicherheit im C-Band durch 5G. Die EASA bewertet die Lage in Europa anders.

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Flugsicherheit in Europa
Flugsicherheit in Europa (Bild: EASA/Screenshot: Golem.de)

Derzeit sind keine Vorfälle im Flugbetreib durch 5G-Störungen bekannt. Das sagte die Sprecherin der Agentur der Europäischen Union für Flugsicherheit (EASA), Janet Northcote, Golem.de auf Anfrage. Die beiden US-Mobilfunkbetreiber AT&T und Verizon haben den 5G-Ausbau im C-Band wegen Bedenken der Luftfahrtaufsichtsbehörde Federal Aviation Administration (FAA) um einen Monat auf den 5. Januar 2022 verschoben. "Die EASA führt Gespräche mit der FAA, um deren Sicherheitsbedenken im spezifischen US-Kontext besser zu verstehen und weitere Maßnahmen zu koordinieren."

Auch die von den Herstellern erhaltenen technischen Daten böten keine Hinweise auf unmittelbare Sicherheitsbedenken. Die EASA werde die Situation jedoch weiterhin genau beobachten, nicht nur in der EU, sondern auch in anderen Regionen, in denen das zugewiesene 5G-Frequenzband näher an den für Funkhöhenmesser verwendeten Frequenzen liege.

Funkhöhenmesser und 5G

Der Funkhöhenmesser oder Radar-Höhenmesser sorgt dafür, dass der Pilot genau weiß, wie weit sich das Flugzeug über dem Boden befindet. Die korrekte Funktion dieses Geräts erfordert die genaue Übertragung von Signalen im Frequenzbereich von 4,2 bis 4,4 GHz, das für die Luftfahrt geschützt ist.

5G-Netze arbeiten in einem Funkfrequenzband, das nicht zu weit von der Funkhöhenmesserfrequenz entfernt ist. Das genaue Band, das 5G zugewiesen wird, variiert je nach Land oder Region. Das zugewiesene Frequenzband für 5G in den USA liegt näher an der Bandbreite des Höhenmessers als die in Europa verwendeten 5G-Frequenzen.

Weitere Faktoren sind die abgestrahlte Leistung der 5G-Anlagen, die Antennenneigung und die Nähe der Basisstation zum Flughafen.

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