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EA Montreal: Entlassungswelle bei Electronic Arts

Keine gute Woche für EA: Erst die erneute Wahl zum "schlimmsten US-Unternehmen", und jetzt hat auch noch eine größere Anzahl von Angestellten in Montreal ihren Job verloren. Ein Studio in Brasilien wird vollständig geschlossen.
/ Peter Steinlechner
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EA-Stand auf der E3 2012 (Bild: Gus Ruelas/Reuters)
EA-Stand auf der E3 2012 Bild: Gus Ruelas/Reuters

Electronic Arts hat einer größeren Zahl von Angestellten gekündigt, wie die Webseite Gamasutra.com(öffnet im neuen Fenster) berichtet. Unter Bezug auf eine nicht näher genannte Quelle heißt es, dass 200 bis 250 Entwickler bei EA Mobile in Montreal ihren Job verlieren. EA hat die Entlassungen später bestätigt. Angeblich sei die genannte Zahl aber zu hoch – wie viele Personen tatsächlich betroffen sind, konnte das Unternehmen nicht sagen. Wie Gamasutra.com schreibt, hat EA auch sein Studio in der brasilianischen Stadt Sao Paolo geschlossen. Dort sind ebenfalls vor allem Social und Mobile Games entstanden.

Die Kündigungswelle kommt zusätzlich zu bereits erst im Februar 2013 verkündeten Entlassungen in ebenfalls nicht genannter Höhe. Damals waren ebenfalls Entwickler in Montreal, aber auch in anderen Niederlassungen betroffen gewesen. Insgesamt hatte EA laut Wikipedia(öffnet im neuen Fenster) im Jahr 2012 noch rund 9.000 Mitarbeiter.

EA muss nicht nur wegen der Entlassungen mit Negativschlagzeilen leben. Nur wenige Tage zuvor war die Firma von den Lesern des US-Blogs Consumerist(öffnet im neuen Fenster) zum "schlimmsten US-Unternehmen" gewählt worden – bereits zum zweiten Mal in Folge. EA hat sich ungewollt gegen in der breiten Öffentlichkeit ebenfalls unbeliebte Konkurrenten wie unter anderem AT&T, die Bank of America und Paypal durchgesetzt.

Während die Wahl zur schlimmsten US-Firma zwar viel Aufmerksamkeit in der Presse gefunden, aber keine sichtbaren Auswirkungen auf den Aktienkurs von Electronic Arts gehabt hat, ist er am Tag der Entlassungen leicht zurückgegangen. Insgesamt bewegt sich der Wert der EA-Anteilsscheine übrigens – trotz oft schlechter Presse – seit Mitte 2012 nach oben.


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