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E3-Spielemesse: Persönliche Daten Tausender Journalisten online

Die Entertainment Software Association, der Veranstalter der Spielemesse E3, hat die Namen, Adressen, E-Mail-Daten, Telefonnummern und weitere Informationen von über 2.000 Fachbesuchern öffentlich zugänglich gemacht.

Artikel veröffentlicht am ,
Halle auf der E3 2019
Halle auf der E3 2019 (Bild: ESA)

Auf der Webseite der Spielemesse E3, der Electronic Entertainment Expo, waren mindestens einige Tage, wenn nicht mehrere Wochen lang die Kontaktdaten von 2.025 registrierten Analysten, Influencern, Journalisten, Korrespondenten und Produzenten für die E3 2019 als Datei herunterladbar. Darauf aufmerksam gemacht hatte die Journalistin Sophia Narwitz in einem Youtube-Video, die Liste selbst wurde mittlerweile vom E3-Veranstalter ESA (Entertainment Software Association) offline genommen. Die Liste ist nicht mehr im Google-Cache zu finden, wurde aber offenbar von Unbekannten kopiert und ist andernorts im Internet zu finden. Auch Mitarbeiter von Computec und Golem.de stehen als Teilnehmer darauf.

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Der eigentliche Zweck solcher Dokumente ist, dass Aussteller E3-Teilnehmer nach deren Einwilligung kontaktieren können, um eigene Software oder Hardware vorzustellen und gegebenenfalls Termine auszumachen. Dergleichen gibt es für jede Messe, und für die Industrie sind solche Listen enorm wichtig. Laut der Entertainment Software Association war das Dokument ursprünglich nur per Passwort zu erreichen. Wann und wieso die Tabelle auf einer E3-Unterseite zum Download erschien, ließ der Veranstalter offen. Die Seite wurde zeitnah gelöscht, das Dokument blieb noch eine Weile aufrufbar, ist aber nun endgültig offline.

Mittlerweile hat die ESA betroffene Personen per E-Mail angeschrieben und teilt ihnen in einem etwas obskur wirkenden Text mit: "Gestern wurden wir auf eine Schwachstelle im Ausstellerportal aufmerksam gemacht. Leider wurde eine Schwachstelle ausgenutzt und diese Kontaktliste mit registrierten Journalisten wurde öffentlich verfügbar [...] Wir bieten Ausstellern eine Media-Liste auf der passwortgeschützen Aussteller-Unterseite an [...] Wir haben unverzüglich Schritte eingeleitet und die Seite offline genommen, die Liste ist nicht länger verfügbar. Wir bedauern diesen Vorfall und haben Maßnahmen ergriffen, um sicherzustellen, dass dergleichen nicht wieder passieren wird." Die ESA hat sich zudem entschuldigt und bedauert den Vorfall.

Solche Listen sind ein Angriffsvektor für Leser, denen die Person oder deren Arbeit nicht zusagt: Erst vor einigen Jahren gab es Morddrohungen gegen die Videobloggerin Anita Sarkeesian sowie gegen die Spieleentwicklerinnen Brianna Wu und Zoe Quinn.

Nachtrag vom 4. August 2019, 18:00 Uhr

Mittlerweile haben wir eine Email von der ESA erhalten, die ausführlicher ist das als bisherige Statement. Der Text wurde entsprechend angepasst.

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dura 05. Aug 2019

Und das ist jetzt genau wieso nicht der Fall, wenn offensichtlich (auch) gezielt Daten...

Hotohori 04. Aug 2019

Also ich finde schon im Golem Artikel kommt rüber, dass die Betreiber selbst Mist gebaut...


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