Testfahrt im Audi E-Tron GT: 100.000 Euro, leider geil

Der Volkswagen-Konzern hat eine Oberklasse-Limousine von Audi mit einem elektrischen Sportwagen von Porsche gekreuzt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Ein Bericht von veröffentlicht am
Audi E-Tron GT: Spitzenmodell mit Porsche-Fahrwerk und Quattro-Blister
Audi E-Tron GT: Spitzenmodell mit Porsche-Fahrwerk und Quattro-Blister (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Der Volkswagen-Konzern (VW) stellt um auf Elektro: Nach dem Volumenmodell von VW und dem Sportwagen von Porsche wird jetzt auch die Oberklasse-Limousine von Audi elektrifiziert. Golem.de ist im E-Tron GT Probe geschwebt.

Inhalt:
  1. Testfahrt im Audi E-Tron GT: 100.000 Euro, leider geil
  2. Wie fährt der Audi E-Tron GT?
  3. Audi E-Tron GT: Verfügbarkeit und Fazit

Das Fahrzeug basiert auf der Plattform J1 von Porsche, auf der der Zuffenhausener Hersteller auch seinen elektrischen Taycan aufgebaut hat. Der Antrieb ist also vergleichbar.

Audi bietet zwei Varianten des E-Tron

Den Audi E-Tron GT gibt es in zwei Varianten, jeweils mit Allradantrieb: Der E-Tron GT hat eine Spitzenleistung von 390 kW und ein Drehmoment von 640 Newtonmetern. Die Version RS E-Tron GT ist noch stärker motorisiert: Hier stehen 475 kW und 839 Newtonmeter zur Verfügung.

Der E-Tron GT beschleunigt mit Launch Control in 4,1 Sekunden von 0 auf 100 Kilometer pro Stunde (km/h), die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 245 km/h. Das RS-Modell schafft die 100 km/h in 3,3 Sekunden und fährt 250 km/h schnell. Launch Control heißt, zuerst werden Brems- und Fahrpedal voll durchgetreten, bis die volle Leistung aufgebaut ist. Dann wird das Bremspedal losgelassen.

Stellenmarkt
  1. Datenkoordinator*in (m/w/d)
    Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Mainz
  2. Senior Software Developer (m/w/d)
    unimed Abrechnungsservice für Kliniken und Chefärzte GmbH, deutschlandweit (Home-Office)
Detailsuche

Die von Audi vorausgewählte Strecke im Südosten Hamburgs lässt keinen solchen Blitzstart zu. Ich konnte ihn aber schon auf einer abgesperrten Strecke mit einem Porsche testen. Die Beschleunigung ist brachial. (Pro-Tipp: vorher nichts essen!)

E-Tron GT und Taycan basieren aber nicht nur auf der gleichen Plattform. Auch äußerlich ähneln sich die beiden Fahrzeuge - Limousine und Sportwagen nähern sich an. Die Oberklasselimousine A8, sozusagen der Vorgänger, hatte noch einen abgesetzten Kofferraum. Der E-Tron GT hingegen hat ein durchgehendes Fließheck: Das Fahrzeug ist ein Gran Turismo, ausgelegt auf Alltagstauglichkeit und Komfort auch auf längeren Strecken ebenso wie auf Leistung und sportliches Fahren.

Der Innenraum bietet viel Platz

Beim Einsteigen wird gleich klar: Das hier ist ein Fahrzeug der Oberklasse. Die Ausstattung ist gediegen, mit Armaturenbrett und Mittelkonsole in Holzoptik und Lenkrad mit Velourleder-Überzug. Es ist reichlich Platz im Innenraum und im Kofferraum.

Anders als etwa der Honda E oder der Polestar 2, die Golem.de beide kürzlich getestet hat, ist die Innenausstattung des Audi sehr konventionell. Das ist sicher dem Geschmack und den Ansprüchen der Zielgruppe geschuldet.

  • Die Oberklasse-Limousine Audi E-Tron GT (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das Topmodell aus Ingolstadt hat ein Fließheck. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Laut Audi steht GT für sportliches Fahren und Komfort auf langen Strecken. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das Auto basiert auf der J1-Plattform von Porsche. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das Auto fährt 250 km/h schnell und hat eine Reichweite von über 400 km. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die harte Kante über den Hinterrädern nennt Audi Quattro-Blister. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Sie sollen eine Reminiszenz an die Vorgänger der Quattro-Baureihe sein. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die Bedienung ist konventionell mit  Knöpfen. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Innen ist viel Platz, vorne ... (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... ebenso wie hinten. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Der Kofferraum ist geräumig. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Der Sitzbezug ist zum Teil aus recyceltem Kunststoff. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die Kunststoffelemente sorgen für einen ungestörten Luftfluss am Fahrzeug. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Der Audi hat zwei Ladeanschlüsse: einen für Typ-2- und CCS-Stecker. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Auf der anderen Seite kann nur über den langsamen Typ-2-Anschluss geladen werden. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Der Audi E-Tron GT (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
Die Oberklasse-Limousine Audi E-Tron GT (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Interessant sind die Sitze: Audi bietet nicht nur das oberklassetypische Leder, sondern auch einen Bezug aus einem melierten grauen Stoff. Seine Bezeichnung Kaskade kommt von den stufenförmigen Nähten, die die Form des Singleframe an der Front aufnehmen.

Kaskade mutet wie Wolle an, ist aber, wie eine Audi-Designerin ausführt, aus Kunstfaser, genauer aus Polyester. Er besteht zum Teil aus Recycling-Material, aus Webkanten und aus geschredderten Plastikflaschen. Die Idee ist, nicht jedes Mal neue Materialien einzusetzen, sondern durch Recycling nachhaltiger zu werden.

Die Felgen sind aerodynamisch

Die Designer haben schöne Formen gefunden, mit abgesetzten statt durchgehenden Linien etwa oder Zierleisten, mit denen die Lüftung und einige Schalter umrahmt sind. Das ist dezent, gerade nicht verspielt und wirkt gediegen - ganz Oberklasse. Manches gestalterische Detail hat auch eine Funktion: Die teilverkleideten Felgen sehen nicht nur gut aus. Die Verkleidung verhindert Verwirbelungen und sorgt für einen besseren Luftfluss um das Auto, was sich schließlich positiv auf die Reichweite auswirken soll.

Innovative Gimmicks wie etwa das durchgehende Display im Honda E gibt es hier nicht. Im Gegenteil ist das Display für das Navigationssystem vergleichsweise klein geraten. Anders als beim Taycan ist es auch nicht ins Armaturenbrett integriert, sondern scheint auf dem Armaturenbrett zu stehen. Es ist vergleichsweise klein und eher als Infotainment gedacht denn als zentrales System für die Autosteuerung. Gut gefallen hat mir das Navigationssystem, das nicht nur eine Landkarte, sondern auch ein Luftbild anzeigt.

Ansonsten ist die Bedienung des Audi E-Tron sehr konventionell: Für Lüftung, Sitzheizung und andere Funktionen gibt es Knöpfe. Gestartet wird das Auto durch einen Knopf in der Mittelkonsole.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Wie fährt der Audi E-Tron GT? 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4.  


Thorgil 12. Mär 2021

Wieso sollte man keinen solchen Start machen? Wenn die Straße frei ist steht dem nichts...

1st1 11. Mär 2021

Außen und technisch hui, aber innen ... das Armaturenbrett muss man mögen. Mich erinnert...

martinalex 05. Mär 2021

nicht notwendigerweise in DE, aber nachdem die Fahrzeuge hier nicht mehr weiterverkauft...

Thorgil 05. Mär 2021

Was Parteien vor einer Wahl sagen und was nach der Wahl passiert sind zwei völlig...

Thomas 05. Mär 2021

Ja, auch dort ist es albern sich über das jeweils andere Konkurrenzmodell lustig zu...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Giga Factory Berlin
Warum Tesla auf über eine Milliarde Euro verzichten musste

Tesla kann die Milliarde Euro Förderung für die Akkufabrik Grünheide nicht beantragen - weil es sonst zu Verzögerungen beim Einsatz neuer Technik käme.

Giga Factory Berlin: Warum Tesla auf über eine Milliarde Euro verzichten musste
Artikel
  1. Nachhaltigkeit: Kawasaki plant E-Motorräder und Wasserstoff-Verbrenner
    Nachhaltigkeit
    Kawasaki plant E-Motorräder und Wasserstoff-Verbrenner

    Kawasaki will elektrische Antriebe für seine Fahrzeuge entwickeln, 2022 sollen drei Elektromotorräder erscheinen.

  2. Doppelbildschirm: Kickstarterprojekt Slide brauchte 6 Jahre bis zum Erfolg
    Doppelbildschirm
    Kickstarterprojekt Slide brauchte 6 Jahre bis zum Erfolg

    Das Kickstarter-Projekt Slidenjoy kann nach 6 Jahren seinen Doppelbildschirm Slide für Notebooks ausliefern.

  3. Elektroauto: Tesla stellt Model Y in China auf AMD-Ryzen um
    Elektroauto
    Tesla stellt Model Y in China auf AMD-Ryzen um

    Tesla hat in China damit begonnen, den Ryzen von AMD in das Model Y zu verbauen. Käufer berichten von einem viel flüssigerem Scrolling.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Black Friday Wochenende • WD Blue SN550 2 TB ab 149€ • LG UltraGear 34GP950G-B 999€ • SanDisk Ultra 3D 500 GB M.2 44€ • Boxsets (u. a. Game of Thrones Blu-ray 79,97€) • Samsung Galaxy S21 128GB 777€ • Premium-Laptops • Cooler Master V850 Platinum 189,90€ • Astro Gaming Headsets [Werbung]
    •  /