Abo
  • Services:

E-Ticket: Deutschland schafft die Papierfahrscheine ab

Bundesweit sollen Chipkarten oder Handytickets nutzbar sein: Für das E-Ticket werden 16 Millionen Euro vom Bundesverkehrsministerium bereitgestellt. Bis 2019 soll es deutschlandweite digitale Mobilitätsplattformen geben und wohl auch bundesweite Bewegungsprofile der Fahrgäste.

Artikel veröffentlicht am ,
Viele Plastikkarten
Viele Plastikkarten (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Bundesminister Alexander Dobrindt will deutschlandweit E-Tickets durchsetzen. Das gab das Bundesverkehrsministerium am 6. Januar 2017 bekannt. "Das Bundesverkehrsministerium fördert die digitale Vernetzung im öffentlichen Personenverkehr (ÖPV) mit einem eigenen Programm. Heute ist der Startschuss für zwölf Verbundprojekte gefallen. Im Zeitraum Januar 2017 bis September 2018 werden sie mit insgesamt 16 Millionen Euro gefördert."

Stellenmarkt
  1. Bosch Gruppe, Schwieberdingen
  2. Bosch Gruppe, Wernau (Neckar)

Dobrindt: "Wir müssen die Digitalisierung und die Vernetzung in diesem Bereich voranbringen. Dazu brauchen wir deutschlandweit nutzbare Mobilitätsplattformen, die überregional und länderübergreifend Fahrgastinformationen verknüpfen und die Buchung von E-Tickets ermöglichen."

Keine Insellösungen mehr

Insellösungen, die gar nicht mehr oder nur zu hohen Kosten vernetzbar seien, sollten vermieden werden. Bis zum Jahr 2019 sollten Fahrkarten aus Papier für Busse und Bahnen in nahezu allen deutschen Städten überflüssig werden und durch elektronische Chipkarten oder Handytickets ersetzt sein, berichteten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Dabei spielt auch die deutschlandweite elektronische Ticketkontrolle eine große Rolle.

Bundesweite Bewegungsprofile der Fahrgäste?

In der Praxis sei eine Vernetzung für einen verbundübergreifenden ÖPV mit anderen Mobilitätsdienstleistungen nur ansatzweise vorzufinden. Da die Zuständigkeiten auf mehrere staatliche Ebenen verteilt seien, die Länder und Kommunen für die Gestaltung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) verantwortlich sind und insbesondere im Fernverkehr private Anbieter eingebunden sind, lägen die notwendigen Daten beziehungsweise Informationen häufig nur regional vor.

Sie seien wegen verschiedener herstellerspezifischer Lösungen oder trotz der Verwendung von Standards oft nicht ohne weiteres austauschbar beziehungsweise miteinander kompatibel. So sei es noch ein weiter Weg von den früheren autarken Systemen einzelner Verkehrsträger über integrierte Verbundverkehre mit durchgängiger Fahrplaninformation, einheitlichem Tarif und einfachem Fahrscheinerwerb hin zu deutschlandweiten digitalen Mobilitätsplattformen.

Bei einem solchen System spielt der Datenschutz eine zentrale Rolle: Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) wurden für den Einsatz der VBB-Fahrcard kritisiert. Erst hatte die BVG behauptet, es sei technisch unmöglich, Bewegungsprofile zu erstellen. Später musste sie die Aussage zurücknehmen - der Missstand wurde erst vom Fahrgastverband IGEB berichtet und durch Recherchen von Golem.de vertieft: Tatsächlich war die Möglichkeit des Erstellens von Bewegungsprofilen von Anfang an vorgesehen.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 5€ inkl. FSK-18-Versand
  2. (u. a. 3 Blu-rays für 15€, 2 Neuheiten für 15€)
  3. 5€ inkl. FSK-18-Versand

Seradest 09. Mär 2017

Hier werden tolle technische Ideen entwickelt. Du sagst es. Dumm nur, dass niemand den...

opodeldox 09. Jan 2017

Die, die eine Monatskarte haben, werden vermutlich stark sinkende Kosten haben, was ja...

plutoniumsulfat 09. Jan 2017

Die Baubranche macht das glaube ich so.

iToms 09. Jan 2017

Ganz genau :) Gleiches gilt für Tages, Wochen oder Monatstickets aus Papier.

gpm 09. Jan 2017

3,15? Also hier kostet ne Einzelfall (sei es nur eine Haltestelle) schonmal 2,20...


Folgen Sie uns
       


Cocktailmixer Hector 9000 ausprobiert

Wie funktioniert ein Cocktail-Mixer aus dem 3D-Drucker? Wir haben uns den Hector 9000 des Chaostreffs Recklinghausen mal vorführen lassen und ein bisschen nachgebaut.

Cocktailmixer Hector 9000 ausprobiert Video aufrufen
Alienware m15 vs Asus ROG Zephyrus M: Gut gekühlt ist halb gewonnen
Alienware m15 vs Asus ROG Zephyrus M
Gut gekühlt ist halb gewonnen

Wer auf LAN-Partys geht, möchte nicht immer einen Tower schleppen. Ein Gaming-Notebook wie das Alienware m15 und das Asus ROG Zephyrus M tut es auch, oder? Golem.de hat beide ähnlich ausgestatteten Notebooks gegeneinander antreten lassen und festgestellt: Die Kühlung macht den Unterschied.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Alienware m17 Dell packt RTX-Grafikeinheit in sein 17-Zoll-Gaming-Notebook
  2. Interview Alienware "Keiner baut dir einen besseren Gaming-PC als du selbst!"
  3. Dell Alienware M15 wird schlanker und läuft 17 Stunden

Mac Mini mit eGPU im Test: Externe Grafik macht den Mini zum Pro
Mac Mini mit eGPU im Test
Externe Grafik macht den Mini zum Pro

Der Mac Mini mit Hexacore-CPU eignet sich zwar gut für Xcode. Wer eine GPU-Beschleunigung braucht, muss aber zum iMac (Pro) greifen - oder eine externe Grafikkarte anschließen. Per eGPU ausgerüstet wird der Mac Mini viel schneller und auch preislich kann sich das lohnen.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Apple Mac Mini (Late 2018) im Test Tolles teures Teil - aber für wen?
  2. Apple Mac Mini wird grau und schnell
  3. Neue Produkte Apple will Mac Mini und Macbook Air neu auflegen

Radeon VII im Test: Die Grafikkarte für Videospeicher-Liebhaber
Radeon VII im Test
Die Grafikkarte für Videospeicher-Liebhaber

Höherer Preis, ähnliche Performance und doppelt so viel Videospeicher wie die Geforce RTX 2080: AMDs Radeon VII ist eine primär technisch spannende Grafikkarte. Bei Energie-Effizienz und Lautheit bleibt sie chancenlos, die 16 GByte Videospeicher sind eher ein Nischen-Bonus.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Grafikkarte UEFI-Firmware lässt Radeon VII schneller booten
  2. AMD Radeon VII tritt mit PCIe Gen3 und geringer DP-Rate an
  3. Radeon Instinct MI60 AMD hat erste Grafikkarte mit 7 nm und PCIe 4.0

    •  /