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Ein Profispieler bei der ESL One in Manila
Ein Profispieler bei der ESL One in Manila (Bild: Adela Sznajder/ESL)

E-Sport: Vereinsmeierei für mehr Anerkennung des "Elektrosports"

Ein Profispieler bei der ESL One in Manila
Ein Profispieler bei der ESL One in Manila (Bild: Adela Sznajder/ESL)

Deutsche lieben ihre Vereine. Im E-Sport gibt es bisher kaum Vereinsstrukturen - und ohne Gemeinnützigkeit keine Anerkennung als Sport. Aber wollen und brauchen die Aktiven überhaupt Vereine?

Die Berliner Landespolitik beschäftigt sich ein weiteres Mal mit E-Sport und dabei gipfelt alles in der Frage: Braucht es für die Anerkennung als Sportart nun zuerst die gemeinnützigen Vereine oder die Anerkennung von E-Sport, die Vereinen die Gemeinnützigkeit bescheinigen würde? Das wirft eine weitere Fragen auf: Wollen die Aktiven überhaupt Vereinsarbeit? Und wem würde sie nützen?

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Die Diskussion darüber, ob E-Sport nun eine Sportart ist, dreht sich derzeit im Kreis - zuletzt auf der Expertenanhörung des Berliner Sportausschusses vom 27. Mai, die auf Antrag der Fraktionen der Piraten und Bündnis 90/Die Grünen stattgefunden hat.

"Elektrosport" hat körperliche Effekte, aber ...

Von "Elektrosport" spricht Heiner Brandi vom Landessportbund Berlin, wenn er sich mit dem professionellen Videospielen, dem E-Sport, und einer möglichen Anerkennung als Sportart beschäftigt. Die Argumente ähneln stark denen des Deutschen Olympischen Sportbundes: Beim E-Sport gehe es "um ein Spiel, das auf die Beherrschung der Soft- und Hardware ausgerichtet ist." Dabei könnten laut Brandi sicherlich körperliche Effekte hervorgerufen werden. "Allerdings glauben wir nicht, dass das eine Sportausübung ist, und deshalb beabsichtigen wir auch nicht, den Elektrosport als Sportart anzuerkennen."

Für Gespräche sei der Landessportbund aber offen. Allerdings bedürfe es dazu aber eines Verbandes und gemeinnütziger E-Sport-Vereine, die einen Aufnahmeantrag stellen könnten. Diese gibt es aber in Deutschland nicht. "Soweit wir die Szene des Elektro-Sports beobachten und einschätzen können, finden da in der Regel kommerzielle Veranstaltungen statt, die nichts mit der Gemeinwohlorientierung und Gemeinnützigkeit zu tun haben", merkte Brandi noch an.

Das elendige Henne-Ei-Problem

Braucht es also zuerst die gemeinnützigen Vereine oder die Anerkennung von E-Sport, die Vereinen die Gemeinnützigkeit bescheinigen würde? Laut Jan Dominicus vom Team Mousesports hat die Profiszene bisher einfach gar keine Notwendigkeit für einen Verband gesehen und habe hier "eine Menge Nachholbedarf."

"Ich vermute, es fehlt die Motivation der Aktiven, sich einen Verband, ein allgemeingültiges Regelwerk und ein Ligen-System zu erschaffen", führt er aus. "Es ist nicht so, dass das abgelehnt wird und die Leute kein Interesse an den Verbänden hätten." Vorzüge eines Verbandes wie Spielflächen, Spielgeräte, Organisation etc. seien beim E-Sport aber oft schon gegeben.

Wozu Vereine? 

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berritorre 10. Jun 2016

Aber wenn der Clan kein eingetragener Verein ist, dürfte es per default wohl eine...

plutoniumsulfat 08. Jun 2016

Eine Unterteilung wäre sinnvoll. Die müsste man aber auch machen und nicht einfach jetzt...

Tobias Claren 08. Jun 2016

Da geht es um die Ideologie die hinter der Ablehnung steht, die mit der Anerkennung...

cruse 07. Jun 2016

Wozu brauch man beim Sport einen Verein ? Früher war das noch alles Pflicht wegen der...

sw (Golem.de) 07. Jun 2016

Danke für den Hinweis, ist korrigiert! :) Grüße, Sebastian Wochnik



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