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Ein Profispieler bei der ESL One in Manila
Ein Profispieler bei der ESL One in Manila (Bild: Adela Sznajder/ESL)

Wozu Vereine?

Ganz anders sieht das Philip Brülke von der Berliner Gaming-Bar Meltdown. Er veranstaltet regelmäßig Amateurturniere und hat einen anderen Blick auf die Szene. Durch fehlende Verbände und Vereine gebe es "keine oder geringe Möglichkeiten für junge Spieler, für Leute, die gern in den Profibereich des E-Sports wollen, dort einzusteigen, außer sich aus eigener Kraft zu Hause hinzusetzen und alles andere beiseitezulassen." Spielern würden Trainingsräume fehlen, um geregelt mit einem festen Team an den eigenen Leistungen zu arbeiten. Amateurteams seien oftmals sehr "lose" und blieben selten über längere Zeiträume bestehen. Mit klaren Strukturen könnte dem entgegengewirkt werden.

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Eine strukturierte Amateur- und Jugendarbeit im E-Sport würde auch Dominicus vom Team Mousesports befürworten. Allerdings sieht er weniger die großen Teams in der Verantwortung. Mousesports sei "natürlich ein profitorientiertes Unternehmen, und bis jetzt ist so eine Art von Jugendarbeit, was Räumlichkeiten und Trainer angeht, einfach nicht wirtschaftlich für uns."

Eines ist Dominicus aber wichtig: Die Profiteams würden bei einer Anerkennung des E-Sports keine Fördermittel oder geldwerte Mittel einstreichen wollen. Stattdessen sei es den Teams wichtig, "die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass wir professionell arbeiten können und unsere Spieler immer eine sichere Aufenthaltsgenehmigung für die Dauer eines Wettkampfs haben. Dazu kommen wahrscheinlich noch arbeitsrechtliche Fragen, die beim E-Sport noch anders gehandhabt werden als z. B. im Profifußball."

Potenzial bei Integrations- und Inklusionsarbeit

Potenzial bei einer möglichen Vereinsarbeit im E-Sport sieht Dennis Bucher, sportpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, bei der Inklusions- und Integrationsarbeit im Sport. Besonders bei Ersterer könnte der E-Sport viel bewirken, weil "nicht so stark auf Körperliches" gesetzt werde.

Nach rund zwei Stunden Ausschusssitzung bleibt die Frage: Wer wagt den ersten Schritt, die E-Sport-Szene oder die Politik? Braucht es erst die gemeinnützigen Vereine oder die Anerkennung, die die Gemeinnützigkeit bescheinigen würde? Eine Diskussion, die sich bisher im Kreis dreht. "Diesen Widerspruch werden wir heute, glaube ich, nicht auflösen. Aber ich finde ihn tatsächlich ziemlich bezeichnend", kommentierte Katrin Möller von der Fraktion der Linken.

Die Aktiven der Meltdown-Bar jedenfalls denken über die Gründung eines E-Sport-Vereins nach. In Leipzig und Magdeburg wurden erst vor ein paar Wochen E-Sport-Vereine gegründet. Und auch der FC Schalke 04 mit seiner neuen E-Sport-Abteilung dürfte sich längerfristig für das Schaffen von Verbandsstrukturen und die Gemeinnützigkeit der Vereine einsetzen.

Was letztendlich die Berliner Landespolitiker von einer möglichen Anerkennung von E-Sport halten, wird die Diskussion um den Antrag zur Initiative des Landes Berlin zur Anerkennung von E-Sport auf Bundesebene am 09. Juni zeigen.

 E-Sport: Vereinsmeierei für mehr Anerkennung des "Elektrosports"

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berritorre 10. Jun 2016

Aber wenn der Clan kein eingetragener Verein ist, dürfte es per default wohl eine...

plutoniumsulfat 08. Jun 2016

Eine Unterteilung wäre sinnvoll. Die müsste man aber auch machen und nicht einfach jetzt...

Tobias Claren 08. Jun 2016

Da geht es um die Ideologie die hinter der Ablehnung steht, die mit der Anerkennung...

cruse 07. Jun 2016

Wozu brauch man beim Sport einen Verein ? Früher war das noch alles Pflicht wegen der...

sw (Golem.de) 07. Jun 2016

Danke für den Hinweis, ist korrigiert! :) Grüße, Sebastian Wochnik



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