LoL: Was ein E-Sport-Trainer können muss

Wenn Head Coach Danusch Fischer die Trainingspläne für sein League-of-Legends-Team erstellt, muss er zwei Sachen beachten: Unterrichtsschluss und Zeit für Hausaufgaben. Die fünf Spieler seines Teams beim Clan Berlin International Gaming (BIG) sind 17, 19, 20 und 23 Jahre alt, die beiden 17-Jährigen gehen noch zur Schule. Aktuell startet das Training daher um 15:30 Uhr. Fischer hat dann zur Vorbereitung schon ein paar Matches in Korea und China geguckt und sich ein Bild davon gemacht, was dort brandaktuell passiert.
Denn das Echtzeitstrategiespiel League of Legends (LoL) ist in mehrfacher Hinsicht ein schnelles Geschäft. Zum einen durch den Patch-Zyklus: Alle zwei Wochen gibt es eine Änderung an dem 2009 veröffentlichten Spiel, bei dem zwei Teams à fünf Spieler gegeneinander antreten, um die Basis des jeweils anderen zu zerstören. Jeder Spieler steuert einen von mehr als 100 möglichen Champions mit besonderen Fähigkeiten. "Ändert sich ein Champion, ändert sich das ganze Spiel" , sagt Fischer. Trainer können so kaum langfristige Strategien entwickeln.