E-Sport: Mit Speicheltests gegen Doping
Ab der ESL One Cologne – die in wenigen Tagen beginnt – will Veranstalter Turtle Entertainment die teilnehmenden E-Sportler auf Doping untersuchen. Jetzt hat die Firma weitere Details(öffnet im neuen Fenster) zu den Kontrollen veröffentlicht. Statt Hauttests, wie ursprünglich angedeutet, soll es nun Speicheltests wegen der größeren Zuverlässigkeit geben.

Die Proben werden in abgetrennten, nicht einsehbaren Bereichen genommen, um die Privatsphäre der Spieler zu schützen. Vorerst werden nicht alle, sondern nur zufällig ausgewählte E-Sportler getestet – das könne sich aber bei späteren Turnieren ändern, so die ESL. Die Kontrollen soll es künftig bei jedem Event innerhalb der Intel Extreme Masters, der ESL One und ESL ESEA Pro League geben.
Die Liste der verbotenen Substanzen(öffnet im neuen Fenster) stammt von der World Anti-Doping Agency (WADA) – es ist die gleiche Liste, die für alle Sportler gilt. Verboten sind also klassische Dopingmittel wie Steroide, Testosteron und Ähnliches. Die Veranstalter der ESL weisen ausdrücklich darauf hin, dass Cannabis "zur Entspannung" vor, aber nicht während des eigentlichen Turniers eingenommen werden darf.
Grund für die harten Tests: Mitte Juli 2015 hatte ein aus Kanada stammender E-Sportler berichtet, dass er selbst sowie seine Teammitglieder zur Steigerung der Konzentrationsfähigkeit zu Psychopharmaka gegriffen hätten. Gleichzeitig hatte er den Eindruck erweckt, dass Doping in der Szene weit verbreitet sei – obwohl es bereits damals laut dem Regelwerk der ESL strikt untersagt war.
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