E-Sport: League of Legends ist "zu kommerziell" für München

Nach langen Diskussionen hat die Lokalpolitik endgültig entschieden: München wird keine 160.000 Euro an Riot Games zahlen, um ein wichtiges League-of-Legends-Turnier in die Stadt zu holen.

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League of Legends auf der Gamescom 2019
League of Legends auf der Gamescom 2019 (Bild: Lukas Schulze/Getty Images)

Am 22. Januar 2020 hat der Stadtrat München endgültig entschieden, dem kalifornischen Entwicklerstudio Riot Games kein Geld zu zahlen. Dabei ging es um eine Unterstützung von 160.000 Euro für die Anmietung der Olympiahalle, damit dort im August 2021 die League of Legends European Championship 2021 - eine Art Europameisterschaft - stattfindet.

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Konkret wurde über einen Antrag von Wirtschaftsreferent Clemens Baumgärtner (CSU) abgestimmt, der das Turnier gerne in die Stadt geholt hätte. Dafür waren CSU und FDP, aber die Mehrheit von SPD, Grünen und kleineren Parteien votierte dagegen. Ein Sprecher der SPD bezeichnete das Vorhaben als "zu kommerziell".

Eigentlich wollte der Stadtrat die Entscheidung schon im Dezember 2019 fällen. Das wäre allein schon nötig gewesen, weil die Bewerbungsfrist nur bis zum Jahresende lief. Offenbar hat Riot Games sich dabei aber kulant gezeigt - wohl auch, weil München bei den meisten anderen Kriterien im Vergleich zu anderen Bewerbungsstädten gut abgeschnitten habe.

Nachdem die Sache verschoben wurde, stand auch zur Debatte, ob möglicherweise Sponsoren die benötigten 160.000 Euro bereitstellen. Dabei war vor allem die örtliche Sparkasse im Gespräch. Diese Hoffnungen haben sich offenbar zerschlagen.

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Mit dem Turnier wollte die Stadt einen Wunsch der CSU-geführten Landesregierung erfüllen. Die hatte im Oktober 2019 beschlossen, dass in Bayern möglichst rasch ein großes E-Sport-Turnier stattfinden soll, um sich als attraktiven Standort auch für Spielentwickler zu positionieren. Eigentlich würde die League of Legends European Championship 2021 zu diesem Plan passen.

Riot Games hatte insgesamt rund 400.000 Euro an Unterstützung gefordert. Davon wären die genannten 160.000 Euro als Miete für den Veranstaltungsort angefallen. Den restlichen Betrag hätte der Freistaat Bayern bezahlt. In sozialen Netzwerken waren die ursprünglichen Turnierpläne von der Community überwiegend positiv kommentiert worden.

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