Abo
  • Services:

E-Sport: DFB will E-Soccer statt "Killerspiele"

Der Deutsche Fußball-Bund hat sich nach umstrittenen Äußerungen seines Vorsitzenden auf eine offizielle Linie beim E-Sport geeinigt. E-Soccer findet der Verband nun nach eigenen Aussagen ganz gut, den ganzen Rest inklusive der "Killerspiele" nicht so.

Artikel veröffentlicht am ,
Fifa-18-Spieler auf der Gamescom im August 2018.
Fifa-18-Spieler auf der Gamescom im August 2018. (Bild: Lukas Schulze/Getty Images)

Von E-Sport hält der Deutsche Fußball-Bund (DFB) nichts. In einer offiziellen Stellungnahme versteht der Verband darunter "Gewalt-, Kriegs- und Killerspiele", die nicht zu den eigenen satzungsgemäßen Werten passten. Deshalb wollen sich die Mitglieder des DFB ab sofort auf "fußballbezogene Spiele und Formate beschränken", und dafür den Begriff E-Soccer verwenden.

Stellenmarkt
  1. Bechtle Onsite Services GmbH, Neckarsulm
  2. Hamburg Südamerikanische Dampfschifffahrts-Gesellschaft A/S & Co KG, Hamburg

E-Sport-Vereine können ab sofort nur dann Mitglied im DFB werden, wenn sie über eine Anerkennung durch die Landessportbünde und den Deutschen Olympischen Sportbund verfügen und sich nur mit fußballbezogenen Spielen und Wettbewerben befassen.

Die allermeisten E-Sport-Teams etwa der großen Bundesligavereine spielen zwar tatsächlich Fifa, es gibt aber prominente Ausnahmen. Schalke 04 ist international recht erfolgreich in League of Legends vertreten. Und gerade erst hat Bayern München bekannt gegeben, mit der Basketballsimulation NBA2K in den E-Sport einzusteigen. Da dient dann zwar immerhin eine klassische Sportart als Grundlage - aber eben kein Soccer.

Ein Grund für die Stellungnahme des DFB dürften Äußerungen seines Präsidenten Reinhard Grindel von Anfang 2018 gewesen sein. Grindel hatte im Gespräch mit Reportern des Weser-Kurier gesagt, dass E-Sport kein Sport sei. "Fußball gehört auf den grünen Rasen und hat mit anderen Dingen, die computermäßig sind, nichts zu tun." Die intensive Beschäftigung von Kindern und Jugendlichen etwa mit Smartphones bezeichnete er als "Verarmung". Die Äußerungen hatten unter E-Sportlern und in der Spieleszene für Verärgerung und Spott gesorgt.

Auch die nun vorliegende, gegenüber "computermäßigem" Sport zumindest teilweise positive Stellungnahme sorgt in der Branche nicht nur für Begeisterung. So begrüßt Hans Jagnow, Präsident des E-Sport-Bund Deutschland (ESDB) zwar, dass sich der DFB offener positioniere. Jagnow findet es aber "wenig sinnvoll, eine Spaltung von E-Sport zu betreiben".

Er könne zwar nachvollziehen, dass sich der DFB als Fußballverband vorrangig für Fußballsportsimulationen als Ergänzung für das Angebot der von ihm vertretenen Vereine interessiere. "Dazu aber eine Abgrenzung zur gesamten E-Sport-Familie zu betreiben und dafür den längst vergessenen Begriff der 'Killerspiele' aus der Mottenkiste der Geschichte zu holen", werde dem Stand der gesellschaftlichen Debatte nicht gerecht.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 18,49€
  2. (-57%) 8,50€
  3. 32,49€
  4. (-85%) 8,99€

plutoniumsulfat 23. Apr 2018

Das stimmt, aber für Plätze gilt das wiederum nicht. Auch die Sportart an sich wird...

snodo 23. Apr 2018

Eben - genau darum gehts doch. Trotz dass die alle mit ner Schusswaffe rumlaufen, hat...

snodo 23. Apr 2018

Der DFB merkt wohl, dass die Jugend kein Bock mehr hat sich 22 dem Ball nachlaufende...

snodo 23. Apr 2018

Ohne den Begriff hätte der DFB aber doch gar keine Argumentation (und eigentlich auch gar...

Hoerli 23. Apr 2018

... und flüstern dir sehr sehr nette Worte per Voicechat ins Ohr :D


Folgen Sie uns
       


Sechs Bluetooth-Hörstöpsel im Test

Wir haben sechs neue Bluetooth-Hörstöpsel getestet. Mit dabei sind Modelle von Sennheiser, Audio Technica, Master & Dynamic sowie HMD Global. Aber auch zwei Modelle kleinerer Startups sind vertreten. Und eines davon hat uns bezüglich der Akkulaufzeit sehr überrascht. Kein anderer von uns getesteter Bluetooth-Hörstöpsel hat bisher eine vergleichbar lange Akkulaufzeit zu bieten - wir kamen auf Werte von bis zu 11,5 Stunden statt der sonst üblichen drei bis fünf Stunden.

Sechs Bluetooth-Hörstöpsel im Test Video aufrufen
Microsoft: Die ganz normale, lautlose Cloud-Apokalypse
Microsoft
Die ganz normale, lautlose Cloud-Apokalypse

Wenn Cloud-Dienste ausfallen, ist oft nur ein Server kaputt. Wenn aber Googles Safe-Browsing-Systeme den Zugriff auf die deutsche Microsoft Cloud komplett blockieren, liegt noch viel mehr im Argen - und das lässt für die Zukunft nichts Gutes erwarten.
Von Sebastian Grüner

  1. Services Gemeinsames Accenture Microsoft Business arbeitet bereits
  2. Business Accenture und Microsoft gründen gemeinsame Service-Sparte
  3. AWS, Azure, Alibaba, IBM Cloud Wo die Cloud hilft - und wo nicht

Next Generation Car: Das Fahrzeug der Zukunft ist modular
Next Generation Car
Das Fahrzeug der Zukunft ist modular

Ein Fahrzeug braucht eine Kabine und einen Antrieb. Müssen aber beide eine fest verbundene Einheit sein? Forscher des DLR arbeiten an verschiedenen Konzepten für das Auto der Zukunft. Eines davon ist ein modulares Fahrzeug, das für verschiedene Zwecke eingesetzt werden kann.
Von Werner Pluta

  1. DLR Phylax erkennt Sprengstoffreste per Laser
  2. Raumfahrt DLR testet 3D-gedrucktes Raketentriebwerk
  3. Eden ISS Raumfahrt-Salat für Antarktis-Bewohner

Thyssen-Krupp Testturm Rottweil: Herr Fetzer parkt die Aufzugkabine um
Thyssen-Krupp Testturm Rottweil
Herr Fetzer parkt die Aufzugkabine um

Ohne Aufzüge gäbe es keine Hochhäuser. Aber inzwischen sind Wolkenkratzer zu hoch für herkömmliche Systeme. Thyssen-Krupp testet derzeit einen neuartigen Aufzug, der beliebig hoch fahren kann. Inspiriert ist er vom Paternoster und dem Transrapid. Wir waren im Testturm.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Ceramic Speed Hätte, hätte - Fahrrad ohne Kette
  2. Geheimdienste und Bundeswehr Masterstudiengang für Staatshacker gestartet
  3. Sonitus Technologies Zahnmikrofon sorgt für klare Kommunikation

    •  /