Zum Hauptinhalt Zur Navigation

E-Sport: Counter-Strike-Betrüger bekommen lebenslange Sperre

Eine Reihe von E-Sportlern wird nie wieder professionell in Counter-Strike antreten können: Valve hat ihnen nach einem Jahr eine lebenslange Sperre verpasst. In der Community ist die Entscheidung umstritten.
/ Peter Steinlechner
259 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Counter-Strike: Condition Zero (Bild: Valve Software)
Counter-Strike: Condition Zero Bild: Valve Software

Die "plz unban" -Wünsche bleiben ungehört: Statt - wie von Fans gefordert - mehrere E-Sportler wieder für Counter-Strike zuzulassen, wandelt Valve eine "unbegrenzte" in eine "lebenslange" Sperre um. Betroffen sind rund 15 Profis mehrerer Teams, die im Januar und Februar 2015 eine Reihe von Matches abgesprochen haben, um Geld durch Wetten zu verdienen. Seitdem kämpft ein sehr kleiner, manchmal aber lautstarker Teil der Szene dafür, die Sperren wieder aufzuheben.

ESL One in Frankfurt 2015 - Bericht
ESL One in Frankfurt 2015 - Bericht (00:52)

Offenbar auch, um das Thema endlich abzuschließen, hat Valve nun in seinem Blog(öffnet im neuen Fenster) bekanntgegeben, dass die Spieler lebenslang "gebannt" werden. Die Firma begründet das damit, dass man keine Beziehungen zu Spielern wolle, die "bereit sind, das Vertrauen ihrer Fans zu missbrauchen und damit die Integrität des Sports zu beschädigen" .

Für die meisten Betroffenen dürfte das bedeuten, dass sie sich endgültig einen neuen Job suchen müssen. Counter-Strike hätten sie vermutlich nach einer nicht allzu langen Sperre noch länger ausüben können. Theoretisch ist zwar der Umstieg auf ein anderes Spiel möglich. In der Praxis dürfte das aber nicht vielen so erfolgreich gelingen, dass sie damit in Wettbewerben bestehen können.

In Foren sorgt die Entscheidung von Valve für Diskussionen. Unter anderem wird in einem längeren Thread auf Reddit.com(öffnet im neuen Fenster) darüber gesprochen, ob die lebenslange Sperre grundsätzlich zu hart ist oder ob sie zumindest nicht für alle der Betroffenen - die unterschiedlich stark in die Manipulationen involviert waren - gelten sollte.


Relevante Themen