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E-Sport: Cheats und Bots in Südkorea offenbar gesetzlich verboten

Bis zu fünf Jahre Haft drohen in Südkorea für die Herstellung und den Vertrieb von Cheat-Programmen. Das könnte Auswirkungen auf die europäische Spieleszene haben.
/ Peter Steinlechner
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"Hackerin" Sombra in Overwatch von Blizzard (Bild: Blizzard)
"Hackerin" Sombra in Overwatch von Blizzard Bild: Blizzard

Wer in Südkorea Cheat-Programme, Bots und ähnliche für das Betrügen in Onlinespielen gedachte Anwendungen entwickelt oder vertreibt, muss ab sofort mit hohen Strafen rechnen. Laut einer Meldung der auf E-Sport-Berichterstattung spezialisierten Webseite Pvplilve.net(öffnet im neuen Fenster) hat das Parlament in Seoul einen Gesetzeszusatz verabschiedet, der für derlei Vergehen nun Strafen von bis zu rund 40.000 Euro oder fünf Jahre Haft vorsieht.

Overwatch – Animated Short (Infiltration)
Overwatch – Animated Short (Infiltration) (06:19)

In Südkorea ist E-Sport ein Massenmarkt, in dem Milliardenumsätze erzielt werden. Entsprechend gewinnträchtig und damit auch problematisch sind die vielen Betrugsversuche über Cheats, Bots und vergleichbare Anwendungen. Weil die entsprechenden Programme oft auch nach Europa und in die USA gelangen, könnte eine Eindämmung – falls sie funktioniert – auch hierzulande die Masse der Cheater zumindest verringern.

Einer der weltweit erfolgreichsten Bots auch für das in Südkorea enorm erfolgreiche Overwatch stammt allerdings aus Deutschland, nämlich von der Firma Bossland aus Zwickau. Das Unternehmen liefert sich schon seit Jahren diverse Rechtsstreitigkeiten mit Blizzard, in denen es unter anderem um Bots für World of Warcraft und eben Overwatch geht.


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