Roller schreiben sich selbst krank

Bei Lime sieht das Ganze ähnlich aus. Wenn die Roller in der Halle in Berlin-Tegel angeliefert werden, wird überprüft, ob zum Beispiel die Bremsen funktionieren. Bei Problemen kommen die Roller in den Reparaturbereich. Mitarbeiter schrauben, drehen und wechseln Teile. "Die Roller können sich selber krankschreiben", beschreibt Brenninkmeijer das Prinzip. Auf der firmeninternen App erscheint dann ein Hinweis. Häufige Reparaturgründe: Klingeln, die nicht funktionieren, und Gashebel, die abgebrochen sind.

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Verleiher arbeiten mit fest angestellten Mitarbeitern, aber auch mit Studenten und 450-Euro-Jobbern. Sie greifen zudem auf Logistikpartner zurück, die einen großen Teil des Einsammelns der E-Tretroller übernehmen. Zu den Kooperationen und Umsatzzahlen machen die Unternehmen keine Angaben. Lime setzt zudem auch auf Selbstständige, die nach einer Registrierung selbst Fahrzeuge einsammeln und bei sich aufladen. Für die Tätigkeit gibt es inzwischen Bezeichnungen wie Juicer, Ranger, Hunter oder auch Charger.

Bis zu 4,50 Euro für das Aufladen

Dazu zählt Sami G., der mit seinem Vater eine Großküche betreibt und Falafel für Imbisse in der Hauptstadt herstellt. Weil die Küche gerade umgebaut werde, hätten sie das mit den E-Tretrollern ausprobiert, berichtet er. Jetzt laden in den späten Abendstunden etwa 60 Roller in den Geschäftsräumen. Pro Roller verdienen die Männer nach eigenen Angaben zwischen 4,30 und 4,50 Euro. Die Familie lebe in der Nähe des Alexanderplatzes. "Das ist praktisch, dort gibt es viele E-Tretroller", sagt der junge Mann. Lime will mit dem Konzept der Zusammenarbeit mit Selbstständigen nach eigenen Angaben auch die Wege zwischen Scooter und Ladestation verkürzen.

Nach Angaben von Tier macht die Logistik den größten finanziellen Posten in ihrem Geschäft aus, auch Lime-Standortleiter Jashar Seyfi spricht von einem großen Posten. Auch aus Umweltaspekten - denn Transporter stoßen CO2 aus - sind die Anbieter auf der Suche nach Alternativen. Lime hat eigenen Angaben zufolge in Berlin seit vergangener Woche den ersten vollelektrischen Transporter im Einsatz, weitere sollen nach und nach folgen.

Umweltbundesamt sieht Nachteile für die Umwelt

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Tier zufolge wird zum Einsammeln und Verteilen eine gemischte Flotte aus Vans, E-Vans und Lastenfahrrädern genutzt. "Durch die Einführung von austauschbaren Batterien werden wir recht zeitnah in der Lage sein, die Flotte ganz überwiegend auf Lastenfahrräder umstellen zu können". Der chinesische Anbieter Segway-Ninebot will sogar mit selbstfahrenden E-Scootern den Verleih der Tretroller attraktiver machen.

Eine umweltfreundliche Alternative dürften die Tretroller damit aber immer noch nicht darstellen. Nach Ansicht des Umweltbundesamtes sind die neuen Fahrzeuge "kein Beitrag zur Verkehrswende". Im Gegenteil. So lautet ein erstes Fazit: "Als Leihfahrzeug in Innenstädten, wo ÖPNV-Netze gut ausgebaut und die kurzen Wege gut per Fuß & Fahrrad zurückzulegen sind, bringen die Roller eher Nachteile für die Umwelt - und drohen als zusätzlicher Nutzer der bereits unzureichend ausgebauten Infrastruktur das Zufußgehen und Fahrradfahren unattraktiver zu machen." Hauptproblem bei der Verkehrswende und der Lebensqualität in Städten bleibe aber "die hohe Zahl privater Pkw".

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 E-Scooter: Von der Falafel-Küche zur Aufladestation
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demon driver 03. Sep 2019

--------------------------------------------------------------------------- Sorry, aber...

M.P. 03. Sep 2019

Und was bleibt dann noch Bus & Bahn, Reiten, wenn man sich nicht aus eigener Kraft...

Micha_T 03. Sep 2019

Was hat das mit umwelt zu tun. Die wollen halt gled machen. Die preise sind...

demon driver 03. Sep 2019

Absolut! Würde nie was anderes behaupten. Ich sage hier nur, dass der, der ein paarmal...



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