E-Ram: Das Mountainbike wird zum E-Bike umgerüstet

Ein unauffälliger Elektromotor gibt einem Mountainbike mehr Wumm: E-Ram ist ein Antrieb, mit dem Fahrräder ohne aufwendigen Umbau in ein E-Bike verwandelt werden können.

Artikel veröffentlicht am ,
Fahrradantrieb E-Ram: Nachrüstsatz soll 2017 auf den Markt kommen.
Fahrradantrieb E-Ram: Nachrüstsatz soll 2017 auf den Markt kommen. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Die Steigungen fallen mit den Jahren schwerer? Etwas zusätzlicher Schub könnte helfen. Aber dafür gleich ein neues teures E-Bike kaufen? Das eigene Mountainbike ist eleganter und funktioniert doch gut. Warum nicht ein E-Bike daraus machen? Ein kleiner Motor am Tretlager, den Akku in den Rucksack - und schon geht es wieder mit Schwung die Berge hinauf.

  • Die Komponenten von E-Ram (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Der Antrieb wird auf das Tretlager montiert. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Er ist klein und kompakt. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Die Komponenten von E-Ram (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
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E-Ram heißt der Antrieb, den das Duisburger Designbüro Projekter Industrial Design zusammen mit dem Schweizer Fahrradentwickler B-Labs und dem bayrischen Fahrradhersteller Bionicon entwickelt hat. Es ist ein kleiner Elektromotor, der an die Kurbelwelle eines bestehenden Fahrrads angebaut wird und dann entsprechend der eigenen Tretleistung Schub zugibt. Projekter zeigt ihn auf der Hannover Messe (Halle 2, Stand B30).

Der Akku ist im Rucksack

Die Motoreinheit hat einen Durchmesser von etwa 13 Zentimetern, ist weniger als 5 Zentimeter dick und wiegt weniger als 1,5 Kilogramm. Einen unhandlichen Akku, der auf dem Gepäckträger oder am Rahmen montiert ist, gibt es nicht: Der etwa 2,5 Kilogramm schwere Akku kommt in den Rucksack des Fahrers. Dadurch soll das Fahrrad so agil bleiben wie zuvor. Ein Anschluss, der den Akku mit dem Motor verbindet, wird am Rahmen angebracht.

Ihr Ziel sei gewesen, einen Antrieb zu entwickeln, der nachträglich an ein bestehendes Fahrrad angebaut werden könne - als Gegenentwurf zu den klobigen Antrieben von Bosch, Shimano und anderen, sagt E-Ram-Designer Sébastien Lienhard im Gespräch mit Golem.de. "Unsere Anforderungsliste war: leicht, klein und soll die Geometrie eines Fahrrades nicht verändern".

Der Motor ist bei 25 km/h abgeriegelt

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Der Motor nimmt - wie im Gesetz vorgesehen - 250 bis 300 Watt Leistung auf und ist bei einer Geschwindigkeit von 25 km/h abgeriegelt. Das Drehmoment sei um etwa 20 Prozent geringer als das eines Bosch-Antriebs. Aber dafür habe ihr Antrieb auch nur ein Viertel von dessen Gewicht, sagt Lienhard.

"Viele Leute haben ein tolles Trekkingrad oder ein anderes tolles Fahrrad und wollen sich nicht ein teures E-Bike kaufen, was möglicherweise ein schlechtes Fahrrad ist", sagt Lienhard. Mit E-Ram sollen sie ihr gewohntes Gefährt umrüsten.

Zunächst soll der Antrieb jedoch an Fahrradhersteller vermarktet werden: Nach der Fachmesse Eurobike, die im August in Friedrichshafen am Bodensee stattfindet, soll E-Ram in einer OEM-Version auf den Markt kommen. Ein Nachrüstsatz für das eigene Fahrrad ist geplant. Lienhard rechnet damit, dass der nach der Eurobike im kommenden Jahr verfügbar sein wird.

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frontloop 02. Mai 2016

Oh Gooootttt! Die Welt geht unter! Auch noch ein Treibstofftank im Rucksack!!! http://www...

Neuro-Chef 02. Mai 2016

Auf die paar Sekunden wird es meistens nicht ankommen und beim Auto drohen ja auch üble...

Paule 02. Mai 2016

Bevor ich einen schweren Akku beim Radfahren im Rucksack trage, da würde ich doch eher...

pre3 02. Mai 2016

So ist es!



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