• IT-Karriere:
  • Services:

E-Privacy-Verordnung: Verleger und Startups wollen mehr Daten verarbeiten dürfen

Europäische Verlegerverbände und Startups wollen weniger Daten-, dafür aus ihrer Sicht aber mehr Verbraucherschutz. In einem offenen Brief kritisieren sie den bisherigen Entwurf der E-Privacy-Verordnung.

Artikel veröffentlicht am ,
Der Umgang mit Cookies soll neu geregelt werden - nicht alle sind mit den bisherigen Ergebnissen zufrieden.
Der Umgang mit Cookies soll neu geregelt werden - nicht alle sind mit den bisherigen Ergebnissen zufrieden. (Bild: Robyn Beck/Getty Images)

Zahlreiche europäische Verbände von Verlegern, von Startups und aus der Digitalwirtschaft kritisieren den derzeit von den EU-Mitgliedsstaaten diskutierten Entwurf der E-Privacy-Verordnung scharf. Die Verordnung soll die Datenschutzgrundverordnung komplementieren und spezielle Regelungen für die Kommunikationsanbieter schaffen. Eigentlich sollte sie gemeinsam mit dem Start der Anwendung der DSGVO in Kraft treten, das wird allerdings nicht mehr klappen.

Stellenmarkt
  1. Fresenius Kabi Deutschland GmbH, Bad Homburg
  2. CipSoft GmbH, Regensburg

Die Unterzeichner eines offenen Briefes [PDF] kritisieren den vom Europaparlament verabschiedeten Entwurf harsch. In dem Brief heißt es: "Um das Vertrauen der Bürger in digitale Technologien zu erhalten, ist die Wahrung der Privatsphäre entscheidend." Die vorgeschlagene E-Privacy-Verordnung erfüllt dies Ziel aus Sicht der Verbände allerdings nicht. Insbesondere werde kein wirksamer Verbraucherschutz geschaffen und "dominierende Akteure der Datenwirtschaft" würden weiter gestärkt. Zu den unterzeichnenden Verbänden gehören der Bundesverband Deutscher Zeitschriftenverleger, der Verband Deutsche Startups, der Mobilfunkanbieter Orange sowie Zalando.

Unternehmen wollen mehr Möglichkeiten zur Datenverarbeitung

Tatsächlich fordern die Verbände für sich selbst deutlich weitergehende Möglichkeiten der Datenverarbeitung, als sie bislang vorgesehen sind. Globale Player, heißt es in dem Brief, würden "bei der Erfassung von Daten, insbesondere von Standortdaten, bevorzugt behandelt. Daten, die durch Geräte und Betriebssysteme gesammelt werden, würden ungerechtfertigt unter Missachtung eines effizienten und angemessenen Verbraucherschutzes als weniger empfindlich betrachtet als solche, die mit europäischen Kommunikationsnetzwerken verbunden sind."

Außerdem wollen die Unternehmen die Möglichkeit, Daten für statistische Zwecke ohne weitere Einwilligung verarbeiten zu dürfen und dabei auf das in der DSGVO vorgesehene "berechtige Interesse" zurückgreifen zu können. Zudem kritisieren die Unterzeichner, dass die "Regie über Cookie-Tracker" an den Browser übertragen werden solle - also das Do-Not-Track-Flag des Browsers. Damit würden "Internetnutzer davon abgehalten, bewusst darüber zu entscheiden, welche Beziehung sie zu einzelnen Webseiten pflegen".

Die Unternehmen wären laut den Unterzeichnern durch die Regelungen in einem "gebundenen lokalen Markt gefangen". Gerade Verlegerverbände machen seit Monaten Front gegen die Verordnung. Auch die designierte Staatsministerin für Digitales, Dorothee Bär, hatte das deutsche Datenschutzrecht als veraltet bezeichnet. "Tatsächlich existiert in Deutschland aber ein Datenschutz wie im 18. Jahrhundert", sagte sie.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. 2 Monate kostenlos, danach 9,99€ pro Monat - jederzeit kündbar
  2. (Gaming-PCs & Notebooks, Gaming-Zubehör, Virtual Reality, Spielkonsolen und vieles mehr)
  3. 39,99€ statt 47,51€ im Vergleich
  4. (aktuell u. a. Seagate Firecuda Hybrid 2TB für 74,90€, Transcend 220S 512GB PCIe-SSD für 87...

Xiut 08. Mär 2018

Nein, bCrypt könnte hier zum Beispiel auch gar nicht wirklich eingesetzt werden, da es...

GLuv 08. Mär 2018

Ah verstehe! Anstatt die im Artikel "Global Player" genannten Unternehmen endlich mit...

Geigenzaehler 08. Mär 2018

Ich finde, die Firmen sollten in ihren physikalischen Laeden den Kunden genausoviele...

Anonymer Nutzer 08. Mär 2018

...ja die deutsche Sprache... Aber extrem verschieden dürfte auch ausreichen. (Habe das...

Herr Unterfahren 08. Mär 2018

Komisch, ich dachte das wäre der Grund, warum die Datendiebe so rumweinen. Weil der...


Folgen Sie uns
       


Kuschelroboter Lovot angesehen (CES 2020)

Lovot ist ein kleiner Roboter, der bei seinem Besitzer für gute Stimmung sorgen soll. Er lässt sich streicheln und reagiert mit freudigen Geräuschen.

Kuschelroboter Lovot angesehen (CES 2020) Video aufrufen
Streaming: Zehn besondere Serien für die Zeit der Isolation
Streaming
Zehn besondere Serien für die Zeit der Isolation

Kein Kino, kein Fitnessstudio, kein Theater, keine Bars, kein gar nix. Das Coronavirus hat das Land (und die Welt) lahmgelegt, so dass viele nun zu Hause sitzen: Zeit für Serien-Streaming.
Eine Rezension von Peter Osteried

  1. Videostreaming Fox kauft Tubi für 440 Millionen US-Dollar
  2. Musikindustrie in Deutschland Mehr Umsatz dank Audiostreaming
  3. Besuch bei Justwatch Größte Streaming-Suchmaschine ohne echte Konkurrenz

Schenker Via 14 im Test: Leipziger Langläufer-Laptop
Schenker Via 14 im Test
Leipziger Langläufer-Laptop

Dank 73-Wattstunden-Akku hält das 14-Zoll-Ultrabook von Schenker trotz fast komplett aufrüstbarer Hardware lange durch.
Ein Test von Marc Sauter

  1. XMG Neo 15 (E20) Schenker erhöht Akkukapazität um 50 Prozent
  2. XMG Apex 15 Schenker packt 16C-Ryzen in Notebook
  3. XMG Fusion 15 Schenkers Gaming-Laptop soll 10 Stunden durchhalten

Coronakrise: Hardware-Industrie auf dem Weg der Besserung
Coronakrise
Hardware-Industrie auf dem Weg der Besserung

Fast alle Fabriken für Hardware laufen wieder - trotz verlängertem Chinese New Year. Bei Launches und Lieferengpässen sieht es anders aus.
Ein Bericht von Marc Sauter

  1. Kaufberatung (2020) Die richtige CPU und Grafikkarte
  2. SSDs Intel arbeitet an 144-Schicht-Speicher und 5-Bit-Zellen

    •  /