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E-Power Formula 3: Elektrorennwagen auf Formel-3-Basis

Auf der Hannover Messe stellt das Projekt E-Power Formula 3 den Prototypen eines elektrisch angetriebenen Formel-3-Rennwagens vor. Das Auto soll in Kürze zu seiner ersten Testfahrt starten.
/ Werner Pluta
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E-Power Formula 3: Verbrennungsmotor durch einen elektrischen Antriebsstrang ersetzt (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
E-Power Formula 3: Verbrennungsmotor durch einen elektrischen Antriebsstrang ersetzt Bild: Werner Pluta/Golem.de

Die Formel 3 wird elektrisch: Das in Sachsen-Anhalt ansässige Projekt E-Power Formula 3(öffnet im neuen Fenster) hat einen Rennwagen aus der Formel-3-Rennserie(öffnet im neuen Fenster) zum Elektrorenner umgebaut. Das Auto ist auf der Hannover Messe (Halle 2, Stand D28) zu sehen.

Formel-3-Rennwagen wird elektrisch
Formel-3-Rennwagen wird elektrisch (02:09)

Das Konzept sehe vor, einen Formel-3-Renner mit elektrischem Antrieb zu versehen, erklärt Philipp Müller von der Motopark Academy in Oschersleben im Gespräch mit Golem.de. Die Konstrukteure haben aus einem vorhandenen Rennwagen den Motor entfernt und durch einen elektrischen Antriebsstrang ersetzt. Hinter dem Projekt stehen mehrere mittelständische Unternehmen, die die Komponenten des Antriebsstrangs selbst entwickeln.

150-kW-Elektromotor

Der Elektromotor hat eine Leistung von 150 Kilowatt, der den Rennwagen in weniger als 3 Sekunden aus dem Stand auf 100 Kilometer pro Stunde beschleunigt. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 290 Kilometer in der Stunde. Das Drehmoment liegt bei 300 Newtonmeter.

Die Akkus sitzen links und rechts am Monocoque. Sie wiegen zusammen 180 Kilogramm und bestehen aus 360 Zellen. Dennoch ist der elektrisch betriebene Rennwagen mit 680 Kilogramm in etwa so schwer wie der mit Verbrennungsmotor. "Wir können aber nicht so weit fahren wie mit einem klassischen Formel-3-Verbrennungsmotor" , gibt Müller zu. Je nach Fahrer und Streckencharakteristik sollen die Akkus Strom für eine 10- bis 20-minütige Fahrt liefern.

Testfahrten in Oschersleben

Gefahren sei das Auto noch nicht, sagt Müller. "Wir sind erst im letzten Monat fertig geworden." Die ersten Testfahrten sollen demnächst in der benachbarten Motorsport Arena in Oschersleben stattfinden.

Eine elektrische Formel-3-Rennserie gibt es noch nicht. Darauf arbeite das Projekt aber hin, erzählt Müller. Vorher müsse die Entwicklung abgeschlossen sein, damit das Fahrzeug auch für den Renneinsatz geeignet sei.

Motorsport elektrifiziert

Elektrorennsport liegt durchaus im Trend: Die Fédération Internationale de l'Automobile (FIA), der internationale Motorsportverband, hat dafür gesorgt, dass die Formel 1 einen Hybridantrieb erhält . Zudem schickt er die elektrische Rennserie Formel E auf die Strecke .

Die Formel E tritt mit dem Einheitsrenner Spark-Renault SRT_01E an. Der ist, anders als das Formel-3-Elektroauto, keine Modifikation eines bestehenden Fahrzeugs, sondern eine Neuentwicklung.


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