Abo
  • Services:

E-Plus Übernahme: Telefónica droht hohe Strafe in EU

Die Telefónica soll die Auflagen aus dem Kauf von E-Plus nicht komplett erfüllt haben. Sollte die EU-Kommission dies belegt finden, droht eine hohe Geldstrafe oder eine Rücknahme der Erlaubnis der Fusion.

Artikel veröffentlicht am ,
Der Sitz der Telefónica in München
Der Sitz der Telefónica in München (Bild: Telefonica)

Die EU-Kommission hat ein Wettbewerbsverfahren gegen die Telefónica eröffnet, weil der Konzern gegen Auflagen aus der Übernahme von E-Plus verstoßen haben könnte. Das gab die EU-Kommission am 22. Februar 2019 bekannt. Eine Strafe könnte bis zu 10 Prozent des Jahresumsatzes betragen. Telefónica Deutschland erwirtschaftete im Jahr 2018 einen Umsatz von 7,3 Milliarden Euro. Die Wettbewerbsbehörde könnte auch ihren Genehmigungsbeschluss widerrufen.

Stellenmarkt
  1. Techniker Krankenkasse, Hamburg
  2. BWI GmbH, Bonn, Strausberg, Wilhelmshaven

Die EU-Kommission vertritt vorläufig, dass die Telefónica ihren Verpflichtungen für den 4G-Vorleistungszugang nicht hinreichend nachgekommen sei, weil bestimmte bestehende Vorleistungsvereinbarungen nicht einbezogen worden seien. Wenn Telefónica diese zusätzlichen Vereinbarungen berücksichtigt hätte, wären die Konditionen für den 4G-Vorleistungszugang für Dritte günstiger geworden. Durch das Verhalten von Telefónica sei es Dritten erschwert worden, auf dem deutschen Markt für Mobilfunkdienste am Wettbewerb teilzunehmen.

EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager erklärte: "Diese Verpflichtungen müssen vollständig eingehalten werden. Da wir mutmaßliche Zuwiderhandlungen dagegen sehr ernst nehmen, haben wir Telefónica heute diese Mitteilung der Beschwerdepunkte übermittelt." Die Telefónica hat nun bis zum 5. April Zeit, um zu den Beschwerdepunkten Stellung zu nehmen.

Die Übernahme von E-Plus hatte ein Volumen von 12 Milliarden Euro: Telefónica zahlte für E-Plus 3,7 Milliarden Euro, die niederländische E-Plus-Mutter KPN bekam einen Anteil von 24,9 Prozent am neuen Unternehmen.

Durch die Übernahme des Mobilfunkproviders Drillisch für über zwei Milliarden Euro hat United Internet als Folge der Auflagen der EU garantierten Zugriff auf bis zu 30 Prozent der Kapazität der Mobilfunknetze von O2 und E-Plus. Das Unternehmen hat zudem die Option, Full MVNO (Mobile Virtual Network Operator) oder sogar MNO (Mobile Network Operator) zu werden.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 24,99€
  2. (-78%) 6,66€
  3. 18,49€
  4. 49,86€

KloinerBlaier 27. Feb 2019 / Themenstart

Mittlerweile werden auch Alditalk oder Lidltalk, usw. oft als MVNO bezeichnet. Früher war...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Huawei Matebook 14 - Hands on (MWC 2019)

Das Matebook 14 ist eines von zwei neuen Notebooks, das Huawei auf dem MWC 2019 vorgestellt hat. Golem.de hat sich das Gerät genauer angeschaut.

Huawei Matebook 14 - Hands on (MWC 2019) Video aufrufen
Google: Stadia tritt gegen Gaming-PCs, Playstation und Xbox an
Google
Stadia tritt gegen Gaming-PCs, Playstation und Xbox an

GDC 2019 Google streamt nicht nur so ein bisschen - stattdessen tritt der Konzern mit Stadia in direkte Konkurrenz zur etablierten Spielebranche. Entwickler können für ihre Games mehr Teraflops verwenden als auf der PS4 Pro und der Xbox One X zusammen.
Von Peter Steinlechner


    Überwachung: Wenn die Firma heimlich ihre Mitarbeiter ausspioniert
    Überwachung
    Wenn die Firma heimlich ihre Mitarbeiter ausspioniert

    Videokameras, Wanzen, GPS-Tracker, Keylogger - es gibt viele Möglichkeiten, mit denen Firmen Mitarbeiter kontrollieren können. Nicht wenige tun das auch und werden dafür mitunter bestraft. Manchmal kommen sie aber selbst mit heimlichen Überwachungsaktionen durch. Es kommt auf die Gründe an.
    Von Harald Büring

    1. Österreich Bundesheer soll mehr Daten bekommen
    2. Datenschutz Chinesische Kameraüberwachung hält Bus-Werbung für Fußgänger
    3. Überwachung Infosystem über Funkzellenabfragen in Berlin gestartet

    Pauschallizenzen: CDU will ihre eigenen Uploadfilter verhindern
    Pauschallizenzen
    CDU will ihre eigenen Uploadfilter verhindern

    Absurder Vorschlag aus der CDU: Anstatt die Urheberrechtsreform auf EU-Ebene zu verändern oder zu stoppen, soll nun der "Mist" von Axel Voss in Deutschland völlig umgekrempelt werden. Nur "pures Wahlkampfgetöse" vor den Europawahlen, wie die Opposition meint?
    Eine Analyse von Friedhelm Greis

    1. Europawahlen Facebook will mit dpa Falschnachrichten bekämpfen
    2. Urheberrecht Europas IT-Firmen und Bibliotheken gegen Uploadfilter
    3. Uploadfilter Fast 5 Millionen Unterschriften gegen Urheberrechtsreform

      •  /