E-Plus-Übernahme: Telefónica will United Internet Bandbreitengarantien bieten
Die Telefónica verhandelt mit Mobilfunkprovidern in Deutschland über eine Zusammenarbeit mit den Konkurrenten, um die Genehmigung der Europäischen Union für die Übernahme von E-Plus zu bekommen. Das hat die Nachrichtenagentur Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) aus verhandlungsnahen Kreisen erfahren. Der spanische Telekommunikationskonzern soll mit Freenet, Drillisch, Unitymedia KabelBW und United Internet sprechen.
Telefónica habe United Internet eine Garantie für den Zugang zu schnelleren mobilen Internet-Angeboten für den Weiterverkauf angeboten.
Dem Verkauf der irischen Telefónica-Tochter an Hutchison Whampoa hatte die EU-Kommission unter Auflagen zugestimmt. Um den Preiswettbewerb zu erhalten, musste Hutchison 3G aber zwei Mobilfunkprovidern den Zugang zum Markt ermöglichen und ihnen bestimmte Datenübertragungsraten garantiert zur Verfügung stellen.
Die Telefónica zahlt für E-Plus 3,7 Milliarden Euro, die niederländische E-Plus-Mutter KPN bekommt zudem einen Anteil von 24,9 Prozent am neuen Unternehmen. Damit hat die Übernahme ein Volumen von 12 Milliarden US-Dollar. Die EU-Kommission prüft bis 23. Juni, ob sie der Fusion ohne Auflagen zustimmen wird.
Sprecher von Telefónica Deutschland, United Internet, Freenet und Unitymedia wollten sich nicht zu dem Bericht äußern.
EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia soll laut einem unbestätigten Bericht planen, die Fusion nur mit hohen Auflagen zu genehmigen. So soll ein neuer vierter Anbieter Frequenzen und Standorte für Funkmasten, rund 200 Shops sowie ein Callcenter für Kundenservice bekommen.
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