E-Personalausweis: Elektronischer Identitätsnachweis standardmäßig aktiv

Die Bundesregierung will den E-Personalausweis künftig mit aktiviertem elektronischem Identitätsnachweis verteilen. Bisher haben Antragsteller die Wahl. Bisher ist die Akzeptanz des E-Personalausweises sehr gering.

Artikel veröffentlicht am ,
E-Personalausweis
E-Personalausweis (Bild: Bundesministerium des Innern)

Nicht einmal 2 Millionen Bundesbürger vertrauen dem E-Personalausweis voll und ganz und haben überhaupt ein dafür notwendiges Kartenlesegerät. Hier will die Bundesregierung gegensteuern und hat einen Gesetzentwurf verabschiedet. Darin heißt es: "Jeder neue Personalausweis wird künftig mit einer einsatzbereiten Funktion zum elektronischen Identitätsnachweis ausgegeben". Hierbei ist unklar, ob Antragsteller die Möglichkeit haben, den Personalausweis noch ohne elektronischen Identitätsnachweis zu beantragen.

Bisher besteht Wahlfreiheit

Stellenmarkt
  1. Consultant Data Governance (m/w/d)
    Lidl Digital, Neckarsulm
  2. Cybersecurity Analyst (m/w/div)
    Flughafen Köln/Bonn GmbH, Köln
Detailsuche

Bisher kann der Ausweisinhaber bei der Beantragung des Personaldokuments entscheiden, ob der elektronische Identitätsnachweis aktiviert wird oder nicht. Er wird vor der Beantragung gefragt. Ob es diese Frage dann weiterhin geben wird, ist offen.

Derzeit haben bereits 45 Millionen Bundesbürger den neuen Ausweistyp, der vor sechs Jahren eingeführt wurde. Die Zusatzfunktion ist allerdings schätzungsweise nur von einem Drittel aktiviert worden, das wären also gerade mal 15 Millionen. Insgesamt würden sogar nur vier Prozent der Bürger das für den Einsatz benötigte Kartenlesegerät besitzen, heißt es in einer Untersuchung des Meinungsforschungsinstituts Kantar TNS. Das wären dann 1,8 Millionen Bürger.

Mehr Einsatzmöglichkeiten geplant

Mit zwei weiteren Schritten will die Bundesregierung die Akzeptanz für den elektronischen Personalausweis erhöhen. Unternehmen und Behörden sollen leichter eine Berechtigung erhalten, um Online-Ausweisfunktionen anzubieten. Hierbei würden die zuständigen Datenschutzbehörden die Einhaltung des Datenschutzes überwachen.

Golem Karrierewelt
  1. C++ Programmierung Basics: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    05.-09.09.2022, virtuell
  2. Adobe Photoshop Aufbaukurs: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    25./26.08.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Wenn bei Behörden- oder Bankengängen das persönliche Erscheinen erforderlich ist, kann dabei der Personalausweis künftig auch eingesetzt werden, heißt es von der Bundesregierung. Ob ein persönliches Erscheinen dann noch notwendig ist, bleibt unklar.

Datenschutzbedenken bleiben bestehen

Ein Grund für die geringe Akzeptanz des E-Personalausweises dürfte sein, dass seine Datenschutz- und Sicherheitsfunktionen immer wieder kritisiert wurden. So hat der Chaos Computer Club (CCC) mehrfach auf Sicherheitslücken aufmerksam gemacht. Wenig später kritisierte der CCC, dass das Bundesinnenministerium die Verantwortung für die Sicherheit des elektronischen Personalausweises auf die Nutzer abschiebe.

Auf all diese Kritikpunkte bezüglich des Datenschutzes und der Sicherheit geht der Gesetzentwurf der Bundesregierung nicht ein. Ab wann die neuen Regelungen gelten sollen, ist noch nicht bekannt.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


The Insaint 14. Dez 2016

Erstens, das ist mit Sicherheit keine "Urkunde". Zweitens ist das lediglich ein...

HibikiTaisuna 14. Dez 2016

Zu dem Zeitpunkt als meiner ausgestellt wurde war ich noch unter der Altersgrenze (24...

Kubus 14. Dez 2016

Wow. So viel geballte Inkompetenz muss man erstmal zustande bringen. Greif dir...

My1 13. Dez 2016

warte was, meinst du das ernst? LOL!



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Krieg der Steine
Kopierte Lego-Mini-Figuren dürfen nicht verkauft werden

Lego hat einen Rechtsstreit um Mini-Figuren gegen einen Spielwarenhändler gewonnen, der Figuren aus China verkauft hat.

Krieg der Steine: Kopierte Lego-Mini-Figuren dürfen nicht verkauft werden
Artikel
  1. Smartphones: Xiaomis neues Foldable ist wesentlich günstiger
    Smartphones
    Xiaomis neues Foldable ist wesentlich günstiger

    Das Xiaomi Mix Fold 2 ähnelt dem Samsung Galaxy Fold 4. Es ist ähnlich gut ausgestattet, kostet aber wesentlich weniger Geld.

  2. USA: Tesla stoppt Bestellungen für das Model 3 Long Range
    USA
    Tesla stoppt Bestellungen für das Model 3 Long Range

    In den USA und Kanada übersteigt die Nachfrage nach dem Tesla Model 3 LR das Angebot, so dass Tesla erstmal keine Bestellungen mehr annimmt.

  3. Web Components mit StencilJS: Mehr Klarheit im Frontend
    Web Components mit StencilJS
    Mehr Klarheit im Frontend

    Je mehr UI/UX in Anwendungen vorkommt, desto mehr Unordnung gibt es im Frontend. StencilJS zeigt, wie man verschiedene Frameworks mit Web Components zusammenbringt.
    Eine Anleitung von Martin Reinhardt

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • BenQ Mobiuz EX3410R 499€ • HyperX Cloud Flight heute für 44€ • MindStar (u. a. AMD Ryzen 5 5600X 169€, Intel Core i5-12400F 179€ und GIGABYTE RTX 3070 Ti Master 8G 699€ + 20€ Cashback) • Weekend Sale bei Alternate (u. a. AKRacing Master PRO für 353,99€) [Werbung]
    •  /