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E-Paper: E-Ink wird farbig

E-Ink hat es geschafft: Das Unternehmen hat ein elektronisches Papier entwickelt, das viele Farben darstellen kann. Allerdings hapert es noch an der Auflösung.

Artikel veröffentlicht am ,
Farbiges E-Paper: weniger Punkte als der kleine Kindle
Farbiges E-Paper: weniger Punkte als der kleine Kindle (Bild: E-Ink)

Schluss mit langweiligem Schwarz-Weiß: E-Ink-Displays können jetzt auch Farben darstellen - und gar nicht mal so wenige. E-Book-Reader will E-Ink aber vorerst nicht mit dieser Technik ausstatten.

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Das Advanced Color E-Paper (ACEP) funktioniert ähnlich wie das schwarz-weiße E-Paper auch: Verschieden geladene Farbpigmente schwimmen in einer Flüssigkeit. Diese befindet sich zwischen zwei Elektroden. Eine der Elektroden ist eine durchsichtige Folie, die mit einem dichten Netz aus Leiterbahnen durchsetzt ist. Werden die Leiterbahnen unter Spannung gesetzt, bewegen sich die Pigmente mit der korrespondierenden Ladung zur oberen oder unteren Elektrode und bilden schwarze oder weiße Flächen, die Buchstaben, Satzzeichen und leere Flächen dazwischen formen.

E-Paper braucht nur Strom zum Umblättern

Ursprünglich waren diese Pigmente nur schwarz und weiß. Bei ACEP sind auch farbige Pigmente hinzugekommen. Das neue elektronische Papier kann 42.000 Farben darstellen. Wie das schwarz-weiße benötigt auch dieses farbige E-Paper Strom nur, um neue Inhalte darzustellen, also beim Umblättern in einem E-Book. Haben sich die Pixel zu Flächen formiert, bleiben sie in dieser Position.

Nachteil von ACEP ist allerdings die Punktdichte, die geringer als beim schwarz-weißen E-Paper ist: Das farbige E-Paper schafft 150 Pixel auf ein Zoll (ppi) - das entspricht der Punktdichte des Kindle DX, des 9,7 Zoll großen E-Book-Readers, den Amazon 2009 vorstellte. Die Kindles mit 6-Zoll-Bildschirm hatten schon von Anfang an eine Punktdichte von 167 ppi. Die aktuellen E-Book-Reader von Amazon kommen auf 300 ppi.

Spectra stellte drei Farben dar

ACEP ist eine Weiterentwicklung der 2013 vorgestellten Technik Spectra: Dieses Display hatte neben schwarzen und weißen noch rote Pixel. Zuvor hatte das Unternehmen mit Triton ein Verfahren entwickelt, mit dem sich Farben mit Hilfe einer Filterfolie erzeugen ließen: Allerdings konnte diese Technik nur 4.096 Farben darstellen.

Farbige E-Book-Reader wird es vorerst jedoch nicht geben - wahrscheinlich wegen der vergleichsweise geringen Punktdichte. E-Ink will die Technik einsetzen, wo die Punktdichte weniger auffällt: Digitale Schilder sollen damit ausgerüstet werden.

Das Unternehmen hat schon eine Reihe von Prototypen mit einer Diagonalen von 20 Zoll (knapp 51 Zentimeter) und einer Auflösung von 1.600 x 2.500 Pixeln produziert. Vorgestellt werden sie auf der Display Week, die derzeit in San Francisco stattfindet.

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Spiritogre 26. Mai 2016

Ich zitiere mich mal selbst: Seufz, mal wieder das alte Problem hier, dass Leute ihren...

broeps 26. Mai 2016

Ich frage mich, ob die Nachfrage tatsächlich so gering ist und ich ein Exot bin. Ein...

mars96 25. Mai 2016

Vor 2 Jahren hat Qualcom auf der Display Week meiner Meinung nach den letzten Stand der...

CrookedHillary 25. Mai 2016

Schön dass sie es gezeigt haben. Warum ist es noch nicht auf dem Markt?

CrookedHillary 25. Mai 2016

Naja. Lahmer als bei einem Papierwerk umzublättern ist das nun auch nicht. Für...


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