E-Motorräder: Yamaha will Verbrenner auch in 30 Jahren nicht aufgeben

Zahlreiche Autohersteller haben sich in den vergangenen Wochen auf ein Ende des Verbrennungsmotors festgelegt, doch die Motorradbranche hat sich bislang zurückgehalten. Yamaha kündigte nun an(öffnet im neuen Fenster) , bis 2050 bei der Herstellung neuer Modelle(öffnet im neuen Fenster) CO2-neutral sein zu wollen. Das bedeutet jedoch nicht, dass das Unternehmen keine Verbrenner mehr verbauen will.
Zwar soll ein Großteil der Yamaha-Motorräder ab 2035 elektrisch angetrieben werden, doch ein Teil soll weiterhin mit neuen Verbrennern ausgerüstet werden. Yamaha sieht wie Honda E-Fuels als Lösung, um den Verbrennungsmotor beibehalten zu können.
Yamaha erwartet weitere Effizienzgewinne beim Verbrenner durch eine höhere Kompression, bessere Kühlung und verminderte Reibung im Motor und setzt auf eine variable Ventilsteuerung. Das Unternehmen will den Kraftstoffverbrauch bis 2050 im Vergleich zu 2010 etwa halbieren.
Von den klassischen japanischen Motorradherstellern Honda, Yamaha, Kawasaki und Suzuki wurden bisher teils noch gar keine Elektromotorräder vorgestellt oder zur Marktreife gebracht. Elektromotorräder gibt es nur von wenigen etablierten Herstellern, insgesamt ist das Angebot überschaubar.
Yamaha stellte bereits 2020 einen 35-kW-Elektromotor sowie einen mit 135 kW vor. Das erste Modell wurde für Elektromotorräder entwickelt, das zweite Aggregat soll in Elektroautos verbaut werden. Durch eine spezielle Gusstechnik sei es möglich, das Gehäuse für die Motoren besonders kompakt zu bauen, teilte das Unternehmen mit.
Mit dem Yamaha E-Vino präsentierte das Unternehmen Ende 2020 einen Elektroroller, der sich vor allem für sehr kurze Strecken innerhalb der Stadt eignen dürfte. Mit einer Akkuladung soll der Roller bei einer konstanten Geschwindigkeit von 30 km/h 29 Kilometer schaffen. In manchen Großstädten kommt man damit schon nicht zum Ziel und zurück.



