E-Mobilität: Südkorea will Hochgeschwindigkeitszüge statt Diesel

Die verbliebenen Dieselzüge will Südkorea noch in diesem Jahrzehnt komplett durch E-Triebwagen ersetzen und die Reisegeschwindigkeit erhöhen.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Südkoreas Präsident Moon Jae-in bei der offiziellen Einweihung des KTX-Eum
Südkoreas Präsident Moon Jae-in bei der offiziellen Einweihung des KTX-Eum (Bild: YONHAP NEWS AGENCY/Reuters)

Südkorea hat am Dienstag, dem 5. Januar 2021, einen neuen Hochgeschwindigkeitszug aus einheimischer Entwicklung in Betrieb genommen. Der KTX-Eum genannte Zug soll nach Angaben der Regierung die Ära der Dieselzüge komplett beenden, bis zum Jahr 2029 alle langsamer fahrenden Personenzüge des Landes ersetzen und damit auch zur Reduzierung der Kohlendioxidemissionen des Landes beitragen.

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Bei dem KTX-Eum handelt es sich um die erste vollständig in Südkorea hergestellte elektrische Triebwageneinheit. Hersteller ist Hyundai Rotem. Vorgängermodelle der neuen Züge sind unter anderem in Zusammenarbeit mit dem französischen Hersteller Alstom entwickelt worden und werden klassisch über Lokomotiven angetrieben.

Der Zug soll im Betrieb bis zu 260 km/h fahren und ist damit etwa mit den aktuellen ICE 4 in Deutschland vergleichbar, die für ähnliche Geschwindigkeiten ausgelegt sind. Südkorea betreibt bereits andere Hochgeschwindigkeitszüge der KTX-Serie.

Präsident Moon Jae-in hatte am Montag vor einer Probefahrt gesagt, durch den Einsatz des neuen Zugs könne das Land die Treibhausgasemissionen von 235.000 Tonnen im Jahr 2019 auf 165.000 Tonnen 2029 reduzieren. Der CO2-Ausstoß betrage 70 Prozent der Emissionen einer Diesellokomotive. Derartige Rechnungen sind natürlich abhängig vom jeweiligen Strommix, der für den Bahnstrom genutzt wird.

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Moon kündigte zudem an, dass die Regierung bis 2025 mehr als 70 Billionen Won (etwa 52,4 Milliarden Euro) in das Eisenbahnsystem des Landes investieren wolle, um die Reisezeiten zwischen den großen Städten des Landes zu verringern. Als Voraussetzung für die Abkehr von Dieselzügen muss natürlich auch die Elektrifizierung der Bahnstrecken in Südkorea vorangetrieben werden. Diese umfasst in dem Land derzeit rund zwei Drittel aller Strecken. Oder Südkorea setzt stattdessen auch auf alternative Antriebe wie Züge mit Akkus oder Wasserstoffantrieb.

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