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E-Mobilität: EU-Extrazölle auf Elektroautos aus China sind in Kraft

Ab November gelten zusätzliche Abgaben für Autos aus China, die nach Europa exportiert werden – trotz großer Bedenken Deutschlands.
/ Tobias Költzsch , dpa
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Unter anderem für den chinesischen Hersteller BYD gelten zusätzliche Zölle. (Bild: BYD)
Unter anderem für den chinesischen Hersteller BYD gelten zusätzliche Zölle. Bild: BYD

Die EU-Zusatzzölle auf aus China importierte Elektroautos sind seit Mitternacht in Kraft. Die von der Europäischen Kommission beschlossene Verordnung(öffnet im neuen Fenster) wurde am Abend des 31. Oktober im Amtsblatt der EU veröffentlicht und am folgenden Tag gültig.

Die zusätzlichen Abgaben sollen fünf Jahre lang gelten. Aus Deutschland kommt starke Kritik an der Neuregelung.

Vor dem Beschluss der EU-Kommission stimmte Anfang des Monats eine ausreichend große Mehrheit der EU-Staaten für die Strafzölle . Deutschland votierte gegen die Maßnahme, aus Sorge vor einem neuen großen Handelskonflikt und möglichen Vergeltungsmaßnahmen gegen deutsche Hersteller.

Aus Sicht der Europäischen Kommission(öffnet im neuen Fenster) sind die Ausgleichszölle notwendig, um langfristig die Zukunft der Autoindustrie in der EU zu sichern. Sie kam bei einer Untersuchung zu dem Ergebnis, dass chinesische Hersteller von unfairen Subventionen profitieren würden, die ihnen einen erheblichen Vorteil auf dem europäischen Markt verschafften.

Laut EU haben chinesische Hersteller unfaire Vorteile

Demnach können chinesische Elektroautos normalerweise rund 20 Prozent günstiger angeboten werden als in der EU hergestellte Modelle. Bereits im Juli 2024 führte die EU-Kommission deswegen vorläufige Ausgleichszölle ein. China legte mittlerweile bei der Welthandelsorganisation (WTO) Beschwerde gegen die Zölle ein .

Für E-Autos des Herstellers BYD gilt künftig eine Extra-Abgabe in Höhe von 17,0 Prozent, wie aus der Verordnung hervorgeht. Für Elektrofahrzeuge des Produzenten Geely sind demnach 18,8 Prozent fällig. Der Höchstsatz beträgt 35,3 Prozent. Die Zölle kommen zu einem bereits bestehenden Zollsatz von zehn Prozent hinzu.

Verhandlungen über eine einvernehmliche Lösung des Handelsstreits blieben bis zuletzt erfolglos. Als eine Option wird gesehen, dass E-Auto-Händler Preisverpflichtungen eingehen und damit die Zölle abwenden können. Auf technischer Ebene liefen die Verhandlungen auch nach der Entscheidung für die Ausgleichsabgaben weiter, hieß es aus der Kommission.


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