E-Mails und Termine: Google macht mit Gmail-Update Exchange-Nutzung kaputt

Seit mindestens zwei Wochen plagen sich Gmail-Nutzer mit dem Problem, dass die Exchange-Anbindung durch ein Update der Gmail-App kaputtgemacht wurde. Entsprechende(öffnet im neuen Fenster) Beschwerden(öffnet im neuen Fenster) finden sich an etlichen(öffnet im neuen Fenster) Stellen(öffnet im neuen Fenster) im Netz(öffnet im neuen Fenster) . Betroffene sind sich sicher, dass der Fehler nach einem automatischen Update der Gmail-App aufgetreten sei.
Der Ausfall betrifft nicht nur die E-Mail-Funktionen, sondern auch alle Kalenderfunktionen auf dem Android-Gerät, wenn der Datenaustausch über eine Exchange-Anbindung erfolgt. Betroffene beklagen, dass auch Apps wie Outlook oder ACalendar von den Störungen betroffen sind. Damit können Nutzer eben auch in anderen Apps nicht mehr auf ihre E-Mails und Termine zugreifen.
Schon vor mehr als einer Woche bestätigte Google den Fehler, ohne seitdem eine Fehlerkorrektur veröffentlicht zu haben. Auch im Gmail-Eintrag des Play Store(öffnet im neuen Fenster) beklagen sich Kunden haufenweise über den Ausfall. Dabei sind viele verärgert, dass der Google-Support immer wieder Ratschläge liefert, die bei dem Problem bekanntermaßen nicht helfen.
Wie lange müssen Betroffene noch warten?
Von Google liegen keine Informationen dazu vor, wann der Fehler korrigiert wird. Denn einen Zeitplan dafür nennt das Unternehmen nicht und verweist lediglich darauf, dass das Problem untersucht werde.
In allen Fällen sollen die Probleme verschwinden, wenn alle Updates für die Gmail-App entfernt werden, berichten Nutzer. Dann funktionieren Apps wieder, die Exchange-Daten verarbeiten. Dieser Weg funktioniert allerdings nur, wenn das verwendete Android-Gerät möglichst aktuell ist.
Denn nach dem Entfernen aller Updates gibt es nur die Gmail-App, die bei der Auslieferung des Smartphones vorhanden war. Falls das Gerät schon älter ist, lässt sich eine entsprechende alte Gmail-App allerdings gar nicht mehr nutzen. In so einem Fall ist eine Umgehung des Fehlers nicht ohne Weiteres möglich.
Google könnte helfen, lässt es aber
Denn nach derzeitigem Kenntnisstand wurde die Verteilung des fehlerhaften Updates der Gmail-App nicht einmal gestoppt. Hätte das Google das getan, könnten alle Betroffenen immerhin zu einer funktionierenden Version der Gmail-App wechseln.
Doch Google bietet im Play Store weiterhin keine Möglichkeit an, bei Bedarf auch ältere Versionen einer App installieren zu können. Immer wird nur die jeweils aktuelle Version angeboten. Wenn diese – wie im aktuellen Fall – fehlerhaft ist, gibt es keinen bequemen Weg, das Update rückgängig zu machen und zu einer App ohne den jeweiligen Fehler zurückzukehren.



