Abo
  • Services:
Anzeige
Dorothee Bär
Dorothee Bär (Bild: Andreas Rentz/Getty Images)

E-Mails und Smartphone: "Recht auf Nichterreichbarkeit wird zum Maulkorb"

Dorothee Bär
Dorothee Bär (Bild: Andreas Rentz/Getty Images)

Dorothee Bär, die Vorsitzende des CSU-Netzrates, ist gegen feste Regeln für die Funkstille für Arbeitnehmer von E-Mails und SMS vom Arbeitgeber. Künstliche Kommunikationsbegrenzungen würden persönliches Potenzial und die individuelle Kreativität unnötig beschränken.

Die CSU-Vizechefin und netzpolitische Expertin Dorothee Bär sieht die von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) geforderten Regelungen für die Nichterreichbarkeit über elektronische Kommunikation kritisch.

Anzeige

Bär, die grundsätzlich einen Arbeitnehmerschutz in dem Bereich befürworte, findet es schwierig, einheitliche Regelungen für alle Branchen und Bereiche der Arbeitswelt im Sinne einer "Funkstille" zu fordern: "Sie kann schnell zu einem Maulkorb werden. Denn Engagement, Kreativität und Leidenschaft für ihre Sache darf Arbeitnehmern nicht durch quasi behördliche Einschränkungen behindert und abgetötet werden."

Während sich neue Arbeitsplatzmodelle, Homeoffice-Lösungen und vielfältige Möglichkeiten von orts- und zeitunabhängigen Arbeitsprozessen etablierten, dürfe nicht versucht werden, "die Chancen und Möglichkeiten durch Bürozeiten aus dem vordigitalen Zeitalter zu beschränken", sagte Bär. Es sollte Menschen nicht verwehrt werden, sich bis zu einem gewissen Grad selbst einzuteilen, wann sie Konzepte entwickeln oder am besten an einem komplexen Problem oder Auftrag arbeiten können.

Vorgesetzte dürften die Beschäftigten nicht überlasten und müssten sich ihrer Verantwortung im digitalen Zeitalter ganz besonders bewusst sein. Arbeitnehmern müsse die Kompetenz vermittelt werden, zu wissen, wann sie ihr Smartphone oder ihr Notebook ausschalten könnten. "Dies grundsätzlich mit festen Büro- oder Dienstzeiten zu verknüpfen, finde ich falsch, weil künstliche Kommunikationsbegrenzung persönliches Potenzial und die individuelle Kreativität der Menschen hemmt und Leidenschaft und Engagement unnötig beschränkt", sagte Bär.

Die Bundesarbeitsministerin hatte erklärt, dass es im Sinne des Arbeitsschutzgesetzes sei, auch in Unternehmen "glasklare Regeln" aufzustellen, zu welchen Uhrzeiten der Arbeitnehmer per E-Mail und SMS erreichbar sein müsse und wann dafür ein Ruheausgleich erfolge.


eye home zur Startseite
kellemann 15. Jun 2012

Das ist es doch, die E-Mails poppen auf, da sie auf dem Smartphone alle 5 Minuten...

ThiefMaster 15. Jun 2012

Hab auf den ersten Blick nur Sanktionen gesehen wenn der AG es dem AN verweigert...

fratze123 15. Jun 2012

aber es geht ja darum, dass viele arbeitnehmer glauben, sie MÜSSEN erreichbar sein.

spiderbit 14. Jun 2012

das Wort Sklaverei oder zunehmende Versklavisierung, wenn das ein Wort ist, der Arbeit...

Noppen 14. Jun 2012

Frau Bär ist zwar kein intellektuelles Leuchtfeuer, aber mir gefällt ihr Engagement...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. AEbt Angewandte Eisenbahntechnik GmbH, Nürnberg
  2. dSPACE GmbH, Paderborn
  3. ING-DiBa AG, Frankfurt
  4. OSRAM GmbH, Augsburg


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 29,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  2. 29,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  3. 299,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)

Folgen Sie uns
       


  1. Nvidia

    Keine Volta-basierten Geforces in 2017

  2. Grafikkarte

    Sonnets eGFX Breakaway Box kostet 330 Euro

  3. E-Commerce

    Kartellamt will Online-Shops des Einzelhandels schützen

  4. id Software

    Quake Champions startet in den Early Access

  5. Betrug

    Verbraucherzentrale warnt vor gefälschten Youporn-Mahnungen

  6. Lenovo

    Smartphone- und Servergeschäft sorgen für Verlust

  7. Open Source Projekt

    Oracle will Java EE abgeben

  8. Apple iPhone 5s

    Hacker veröffentlicht Secure-Enclave-Key für alte iPhones

  9. Forum

    Reddit bietet native Unterstützung von Videos

  10. Biomimetik

    Drohne landet kontrolliert an senkrechter Wand



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Mercedes S-Klasse im Test: Das selbstfahrende Auto ist schon sehr nahe
Mercedes S-Klasse im Test
Das selbstfahrende Auto ist schon sehr nahe
  1. Autonomes Fahren Fiat Chrysler kooperiert mit BMW und Intel
  2. 3M Verkehrsschilder informieren autonom fahrende Autos
  3. Waymo Autonomes Auto zerstört sich beim Unfall mit Fußgängern

LG 34UC89G im Test: Wenn G-Sync und 166 Hertz nicht genug sind
LG 34UC89G im Test
Wenn G-Sync und 166 Hertz nicht genug sind
  1. LG 43UD79-B LG bringt Monitor mit 42,5-Zoll-Panel für vier Signalquellen
  2. Gaming-Monitor Viewsonic XG 2530 im Test 240 Hertz, an die man sich gewöhnen kann
  3. SW271 Benq bringt HDR-Display mit 10-Bit-Panel

Windows 10 S im Test: Das S steht für schlechtes Marketing
Windows 10 S im Test
Das S steht für schlechtes Marketing
  1. Microsoft Neugierige Nutzer können Windows 10 S ausprobieren
  2. Surface Diagnostic Toolkit Surface-Tool kommt in den Windows Store
  3. Malware Der unvollständige Ransomware-Schutz von Windows 10 S

  1. Re: K.O.-Kriterium Tastatur

    EQuatschBob | 18:16

  2. Re: "Terroranschlag"

    plutoniumsulfat | 18:15

  3. Wie stabil sind diese Klapp-Ethernet-Buchsen?

    EQuatschBob | 18:13

  4. Re: Auswahl SOC *Kopfschüttel*

    Topf | 18:08

  5. Re: IMHO KervyN an Oracle abgeben...

    Plasma | 18:04


  1. 17:56

  2. 16:20

  3. 15:30

  4. 15:07

  5. 14:54

  6. 13:48

  7. 13:15

  8. 12:55


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel