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Lavabit-Nutzer können ihre E-Mails noch abholen.
Lavabit-Nutzer können ihre E-Mails noch abholen. (Bild: Lavabit)

E-Mail-Provider: Lavabit-Nutzer können ihre E-Mails abholen

Lavabit-Nutzer können ihre E-Mails noch abholen.
Lavabit-Nutzer können ihre E-Mails noch abholen. (Bild: Lavabit)

Wer seine E-Mails noch bei Lavabit hat, kann darauf bis Samstag zugreifen. So lange will der E-Mail-Provider seinen Dienst reaktivieren. Nutzer können ihr Passwort ändern und erhalten einen neuen SSL-Schlüssel.

Seit Dienstagnacht um 2 Uhr mitteleuropäischer Zeit können Lavabit-Kunden nochmals befristet auf ihre E-Mails und persönlichen Kontoinformationen zugreifen. Das hat der E-Mail-Provider auf seiner Webseite bekanntgegeben. Die Aktion endet nach fünf Tagen um 2 Uhr MEZ am Samstag, dem 19. Oktober 2013.

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Laut der Lavabit-Webseite müssen Nutzer zunächst ihr Passwort ändern, damit Lavabit ihnen Zugriff auf ihr E-Mail-Archiv gewährt. Da die SSL-Zertifikate, die bisher benutzt wurden, kompromittiert sein sollen, hat Lavabit Seriennummer und Fingerabdruck auf seiner Webseite veröffentlicht, damit Nutzer diese manuell abgleichen können.

Lavabit hatte überraschend seinen Dienst eingestellt, nachdem das FBI versucht hatte, per Gerichtsbeschluss Zugriff auf dessen SSL-Schlüssel zu bekommen. Damit hätte das FBI Zugang zu sämtlichen Daten aller 400.000 Nutzer bekommen. Lavabits Domain-Registrar Godaddy hat inzwischen das Sicherheitszertifikat für den Dienst widerrufen, denn laut Godaddy besteht nunmehr die Gefahr, dass die Kommunikation abgefangen und entschlüsselt werden könne, da das Zertifikat an Dritte weitergegeben wurde.

Das FBI wollte Zugriff auf Lavabit, weil der NSA-Whistleblower Edward Snowden den verschlüsselten E-Mail-Dienst angeblich genutzt hat, um Nachrichten zu verschicken. Lavabit-Gründer Ladar Levison hatte sich zunächst gegen die Herausgabe gewehrt. Er hatte aber dem FBI angeboten, selbst eine Schnittstelle für das FBI zu programmieren und der Datensammlung zwei Monate lang in einem "gewissen Umfang" zuzustimmen. Dafür wollte er den Strafverfolgungsbehörden 3.500 US-Dollar in Rechnung stellen. Er wollte damit nach eigenen Angaben vermeiden, dass Lavabit durch eine richterliche Anordnung zur Herausgabe der Nutzerdaten gezwungen würde.

Als das FBI weiterhin auf eine Gesamtüberwachung bestand, schaltete Levinson den Dienst kurzerhand komplett ab. Im Gegensatz zu Silent Circle, der kurz darauf ebenfalls seinen Dienst einstellte, hat Lavabit aber nicht seine Server zerstört.


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tbone 17. Okt 2013

schön das alte passwort eingeben damit die existierenden daten entschlüsselt werden...

mmarre 16. Okt 2013

Nö, es war Silent der die Server "zerstört" hat: https://www.golem.de/news/nsa-affaere...



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