E-Mail-Programm: Mozilla schließt kritische Lücken in Thunderbird
Wegen eines Fehlers in Mozillas E-Mail-Client Thunderbird (CVE-2016-9893) können Angreifer einen Speicherfehler auslösen und so beliebigen Code einschleusen und ausführen. Das meldet Mozilla in einem Security Advisory(öffnet im neuen Fenster).
Keine Gefahr durch einfaches Lesen von E-Mails
Die Lücke wurde von einer Gruppe Mozilla-Entwicklern und Community-Mitgliedern gefunden und gemeldet. Weitere Lücken ermöglichten unter Umständen, Thunderbird zum Absturz zu bringen oder durch Umgehung von Schutzmechanismen persönliche Daten abzugreifen.
Eine Gefahr durch das einfache Öffnen präparierter E-Mails bestehe laut Mozilla aber nicht. Davor schütze die Tatsache, dass Thunderbird standardmäßig die Ausführung von Skripten blockiere. Gefährdet sei Thunderbird "potenziell in Browser-ähnlichen Kontexten." Was das genau bedeutet, erklärt Mozilla in seinem Advisory nicht.
Auch das zum BSI gehörende Computer Emergency Response Team des Bundes (CERT Bund) warnt in einer Meldung(öffnet im neuen Fenster) vor den Sicherheitslücken. Das CERT stuft die Bedrohnung als "sehr hoch" ein.
Thunderbird noch immer beliebt
Die Fehler sind wegen der immer noch steigenden Verbreitung von Thunderbird von Bedeutung. Den Entwicklern zufolge(öffnet im neuen Fenster) haben sich die Nutzerzahlen auch nach dem erklärten Ende der Weiterentwicklung des freien E-Mail-Programms stabil positiv entwickelt. Ende 2015 zählte Mozilla geschätzte 25 Millionen aktive Thunderbird-Nutzer. Auch öffentliche Einrichtungen wie etwa die Stadt München mit ihren Limux-Rechnern setzen auf Thunderbird als E-Mail-Client.
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