Panne bei Microsoft: Exchange Online schiebt harmlose Postfächer in die Quarantäne
Microsoft hat offenbar schon seit Tagen Probleme mit Exchange Online. Wie Bleeping Computer(öffnet im neuen Fenster) unter Verweis auf eine Meldung aus dem Admin-Portal des Konzerns (EX1436407(öffnet im neuen Fenster)) berichtet, werden seit dem 19. Juli ganze E-Mail-Postfächer einiger Nutzer unerwartet unter Quarantäne gestellt. Neben den Auswirkungen auf das Senden und Empfangen von E-Mails soll es auch Probleme beim Zugriff auf Kalender geben.
Ursache ist den Angaben zufolge eine kürzlich vorgenommene Infrastrukturänderung seitens Microsoft. Diese soll durch das Aufkommen "unerwarteter Indizierungsdaten" einen übermäßigen Speicherbedarf und infolgedessen einen Speicherengpass hervorgerufen haben.
"Dieses Problem kann dazu führen, dass einige Benutzer keine E-Mail-Nachrichten erhalten, da ihre Postfächer fälschlicherweise unter Quarantäne gestellt wurden", erklärte Microsoft. Nutzer, die E-Mails an betroffene Postfächer sendeten, erhielten zudem möglicherweise Nichtzustellbarkeitsberichte(öffnet im neuen Fenster) als Antwort.
Microsoft räumt auf
Laut Microsoft ist das Problem mit einem früheren Vorfall (EX1434354(öffnet im neuen Fenster)) verbunden. Der Konzern ist wohl gerade dabei, die überschüssigen Indizierungsdaten zu bereinigen. Laut Bleeping Computer lag der Fortschritt diesbezüglich am Mittwochabend bei 72 Prozent. Betroffene Postfächer sollen dabei nach und nach wieder aus der Quarantäne entfernt werden.
Wann genau dieser Prozess abgeschlossen sein wird, wie viele Nutzer tatsächlich von dem Problem betroffen sind und ob sich der Vorfall auf bestimmte Regionen beschränkt, ist unklar. Laut Bericht hat Microsoft EX1436407 aber als "Incident" eingestuft, was normalerweise für weitreichende Auswirkungen auf eine hohe Anzahl an Nutzern spricht.
Dies ist nicht das erste Mal, dass Nutzerdaten bei Exchange Online fälschlicherweise in der Quarantäne landen. Erst im Februar wurden aufgrund fehlerhafter Filterregeln über mehrere Tage hinweg harmlose E-Mails einiger Nutzer als Bedrohung eingestuft. Im Sommer 2024 gab es zudem einen ähnlichen Vorfall, bei dem Microsofts Malware-Erkennungssysteme harmlose Bildanhänge als Malware einstuften.
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