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Microsoft-Zentrale in Redmond, Washington
Microsoft-Zentrale in Redmond, Washington (Bild: Stephen Brashear/Getty Images)

Reaktion auch auf die Snowden-Enthüllungen

Die Ankündigung wurde damals von vielen als Reaktion auf das Safe-Harbor-Urteil des EuGH angesehen. Was Unsinn war, weil so ein Vorhaben nicht innerhalb weniger Tage oder Wochen aus dem Boden gestampft werden kann. "Wir haben knapp ein Jahr daran gearbeitet", sagt Smith, "weil wir in Europa und speziell in Deutschland eine entsprechende Nachfrage ausgemacht hatten." Er will nicht bestreiten, dass die Snowden-Enthüllungen ab Juni 2013 ihren Teil zu dieser Nachfrage beigetragen haben.

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Für Microsoft geht es nicht zuletzt darum, Vertrauen aufzubauen, das es für seinen zentralen Geschäftszweig Cloud zwingend braucht. Da kann es nicht schaden, sich mit Klagen sowie rechtlichen und technischen Tricks von der US-Regierung abzusetzen. Zumal die Kritiker dem Unternehmen im Zuge der Snowden-Enthüllungen allzu viel Nähe zu Politik und Geheimdiensten vorgeworfen haben.

Das Treuhändermodell könnte Schule machen, wenn sich abzeichnet, dass Kundendaten damit wirksam vor dem unilateralen Zugriff der US-Regierung geschützt werden können. Zumindest andere große Anbieter könnten es übernehmen. Start-ups und kleinere Unternehmen dagegen werden es schwer haben, die passenden Partner und Rechenzentren zu finden.

Kampf der US-Wirtschaft gegen die eigene Regierung

Was von außen wirkt, als habe die US-Regierung noch nicht verstanden, dass sie ein zentrales Geschäftsmodell ihrer Technikbranche gefährdet, ist laut Brad Smith Ausdruck zweier grundsätzlicher Probleme: "Ich fürchte, Regierungen tendieren dazu, immer ein Problem nach dem anderen lösen zu wollen." Sprich: Solange das Geschäftsmodell nicht akut gefährdet ist, hat das Thema keine hohe Priorität. Außerdem seien Regierungen nun mal "territorial ausgerichtete Institutionen, während Unternehmen und Zivilgesellschaft mit moderner Technik heute international oder gar global denken und handeln."

Schärfere Kritik erlaubt sich Brad Smith nicht, dafür ist er eben zu sehr Botschafter und gern gesehener Gast im Weißen Haus. Andere aus der Branche sagen es deutlicher: Für US-Unternehmen gelten nach Snowden nicht nur die NSA und der britische Geheimdienst GCHQ als Advanced Persistence Threats (APTs, fortgeschrittene, andauernde Bedrohung), sondern sogar das eigene Justizministerium.

 Unternehmen müssten wählen, wessen Gesetze sie brechen

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cpt.dirk 27. Jan 2016

Sofern es keine Manipulationen bei den Wahlen, bzw. den Stimmzählungen gibt, spricht man...

DY 26. Jan 2016

Das Mittelalter kommt sowieso. Die Frage ist nur, ob Du Sklave bist oder nicht.

MasterBlupperer 25. Jan 2016

Technisch gesehen hat man ja zwei Optionen in diesem Fall: a) Man sperrt den Account des...

idk 25. Jan 2016

"Da steh ich nun, ich armer Tor, und bin so klug als wie zuvor. Ich bitte darum...

tehabe 24. Jan 2016

Folgende Situation, dort ist ein Mensch mit Wohnsitz in den USA, der in den USA ein...



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