E-Mail-Client: Thunderbird kann Einnahmen mehr als verdoppeln
Das Entwicklungsteam des freien E-Mail-Clients Thunderbird hat einen kurzen Finanzbericht für das vergangene Jahr 2022 veröffentlicht(öffnet im neuen Fenster) . Demnach konnten die Einnahmen, die fast ausschließlich aus Spenden bestehen, auf fast 6,5 Millionen US-Dollar gesteigert werden. Das ist mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr mit nur rund 2,8 Millionen US-Dollar. Diesen Spendenerfolg führt das Team auf eine bessere Kommunikation zurück sowie auf eine direkte Aufforderung der Nutzer am Jahresende im Thunderbird-Client.
Die Verantwortlichen zeigen sich in dem dazugehörigen Blog-Eintrag positiv überrascht und auch stolz über das Erreichte. Immerhin kämpfte das Open-Source-Projekt vor einigen Jahren noch im "Überlebensmodus" . Ende des Jahres 2015 wurde die Entwicklung von Firefox und Thunderbird strikt getrennt , um Ressourcen für Firefox freizumachen. Die juristische und organisatorische Heimat des Thunderbird-Projekts sollte aber weiter die Mozilla Foundation bleiben .
Seit nunmehr drei Jahren wird Thunderbird formal von einem eigenständigen Tochterunternehmen der Mozilla Foundation weiter entwickelt: von der der MZLA Technologies Corporation .
In der Ankündigung heißt es: "Wir geben uns aber nicht mit dem bloßen Überleben zufrieden. Unser Ziel ist es, das beste E-Mail-Programm und den besten Personal Information Manager (PIM) zu entwickeln. Wir wollen eine professionelle Software entwickeln, bei der Ihre Privatsphäre an erster Stelle steht, die Ihre Produktivität steigert, Ihre täglichen Arbeitsabläufe unterstützt und Ihre individuellen Anforderungen erfüllt."
Darüber hinaus soll Thunderbird künftig auch für Android und iOS bereitstehen, eine neue moderne UI bekommen und notwendige Architekturverbesserungen erhalten. Außerdem plane das Team weiter Zusatzdienste, auch kommerzielle, rund um Thunderbird anzubieten.
Erreicht werden soll die weitere Entwicklung und schnellere Verbesserung der Software durch ein größeres Team. Umfasste das Thunderbird-Unternehmen zu Beginn des Jahres 2022 noch 15 Mitarbeiter, waren es am Ende des Jahres bereits 24. Hinzukommen soll noch in diesem Jahr ein iOS-Entwickler. Die zahlreichen Angestellten sind mit knapp 80 Prozent aller Ausgaben bisher auch der größte Ausgabenposten des Teams. Dabei dürfte es wohl auch bleiben.
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