E-Mail Client: K9 Mail wird zu Thunderbird für Android

Die geplante Android-App von Thunderbird wird auf dem freien Android-Client K9 Mail basieren. Der Hauptentwickler ist bereits angestellt.

Artikel veröffentlicht am ,
Aus K9 Mail wird Thunderbird für Android.
Aus K9 Mail wird Thunderbird für Android. (Bild: Jordan Mansfield/Getty Images)

Der sehr beliebte und weit verbreitete freie E-Mail-Client für Android, K9 Mail, wird zu Thunderbird für Android. Das kündigt das zu Mozilla gehörende Thunderbird-Team in seinem Blog an. Erst vor wenigen Wochen hatte das Team erstmals öffentlich bekannt gegeben, eine eigene Android-App zu planen. Ob diese in Konkurrenz zu anderen Android-Apps entstehen sollte, war damals noch nicht bekannt.

Stellenmarkt
  1. Systemadministrator (m/w/d) iSeries
    Hugo Benzing GmbH & Co. KG, Korntal-Münchingen
  2. Mitarbeiter/in Projektmanagement (m/w/d)
    Hochschule Furtwangen, Tuttlingen
Detailsuche

Nun ist aber klar, dass das Thunderbird-Team keine weitere Konkurrenz in der Open-Source-Welt schaffen wird, sondern vielmehr das bestehende K9-Mail-Projekt übernimmt und in die eigenen Strukturen integrieren wird. Die Idee zur Kollaboration sei dabei über Jahre gereift und fuße auf geteilten Werten beider Projekte. "Letztendlich war es sinnvoll, zusammenzuarbeiten, anstatt einen mobilen Client von Grund auf neu zu entwickeln", sagt dazu der bei Thunderbird für die Produkt- und Geschäftsentwicklung zuständige Ryan Lee Sipes.

Hauptentwickler wechselt in Thunderbird-Team

Der bisherige Hauptentwickler von K9 Mail, Christian Ketterer, verstärkt bereits das Team der bezahlten Vollzeitentwickler von Thunderbird, wie Ketterer auch selbst im Blog von K9 Mail bestätigt. Ketterer wird damit künftig wohl unter finanziell deutlich stabileren Bedingungen als bisher weiter an der App arbeiten können.

Ein großes Update von K9 Mail gelang nur durch eine Finanzierung über den Prototype Fund, was Ketterer ermöglichte, ein halbes Jahr lang in Vollzeit an der freien App zu arbeiten. Darüber hinaus finanziert sich das Projekt über Spenden. Das für das Jahr 2021 ausgegebene Ziel von 52.000 Euro verfehlte Ketterer nur knapp. Dank der Integration in das Thunderbird-Projekt ist der Entwickler aber nicht mehr auf sich allein gestellt, sondern Teil eines wachsenden Teams. Ketterer hofft darüber hinaus, das weitere Anstellungen für die Android-App folgen könnten.

Golem Karrierewelt
  1. Go für Einsteiger: virtueller Zwei-Tages-Workshop
    25./26.07.2022, Virtuell
  2. Adobe Premiere Pro Aufbaukurs: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    14./15.07.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Die bisherige K9-Mail-App wird der Ankündigung zufolge einfach unter neuem Namen und Branding weiterentwickelt. Bevor dies allerdings soweit sei, müssten noch einige Ziele in der Entwicklung umgesetzt werden, beispielsweise "die K-9 Mail in Einklang mit Thunderbirds Funktionsumfang und visuellem Erscheinungsbild zu bringen", wie das Team schreibt. Dafür werde es eine Finanzierung und dedizierte Entwicklungszeit geben.

Neue Funktionen geplant

Die Beteiligten haben zusätzlich zur Optik auch schon Pläne, den Funktionsumfang der Android-App zu erweitern. Hinzu kommen sollen demnach die Möglichkeit zum Einrichten von Accounts über die Auto-Konfiguration von Thunderbird, eine verbesserte Ordner-Verwaltung, die Unterstützung für Nachrichtenfilter sowie eine Synchronisation zwischen Desktop- und Mobile-App.

Zunächst stehen aber organisatorische Aufgaben für die Integration der Projekte an. Dazu gehört etwa der Umzug des Git-Repositorys von K9 Mail in das Thunderbird-Projekt auf Github. Auch der im Playstore gelistete Herausgeber der App wird sich ändern. Möglicherweise werden auch die Foren miteinander verknüpft.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Fwk 15. Jun 2022 / Themenstart

Habe mich vor einem halben jahr wieder für mozilla entschieden und mir den firefox...

honk 14. Jun 2022 / Themenstart

Als ob die Entwicklung eines Mailclienten so ein Hexenwerk wäre, und warum bitte sollten...

honk 14. Jun 2022 / Themenstart

Neben dem Funktionsumfang ist für mich wichtig, das die App OpenSource ist, keine...

flasherle 14. Jun 2022 / Themenstart

... alles andere kann so bleiben nur unter neuem name ;)

Kommentieren



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
SFConservancy
Open-Source-Entwickler sollen Github wegen Copilot verlassen

Ähnlich wie schon vor Jahrzehnten mit Sourceforge sollen Open-Source-Projekte nun auch Github verlassen.

SFConservancy: Open-Source-Entwickler sollen Github wegen Copilot verlassen
Artikel
  1. Wärmeversorgung: Berlin baut Thermoskanne gegen Gasnotstand
    Wärmeversorgung
    Berlin baut Thermoskanne gegen Gasnotstand

    Der Versorger Vattenfall baut in Berlin einen riesigen Warmwasserspeicher, um Häuser im Winter heizen zu können. Das könnte beim möglichen Gasnotstand helfen.

  2. Connect-Festnetztest: Telekom gewinnt, Vodafone schwach, Deutsche Glasfaser besser
    Connect-Festnetztest
    Telekom gewinnt, Vodafone schwach, Deutsche Glasfaser besser

    Erstmals nahm Deutsche Glasfaser an dem Vergleich teil und war besser als die Telekom. Allerdings sind beide in unterschiedlichen Kategorien gelistet.

  3. Chrome OS Flex: Das Apple Chromebook
    Chrome OS Flex
    Das Apple Chromebook

    Ein zehn Jahre altes Notebook lässt sich mit Chrome OS Flex wieder flott machen. Wir haben Googles Betriebssystem ausprobiert und waren begeistert.
    Ein Erfahrungsbericht von Martin Wolf

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • MSI RTX 3080 12GB günstig wie nie: 949€ • AMD Ryzen 7 günstig wie nie: 259€ • Der beste 2.000€-Gaming-PC • Cooler Master 34" UWQHD 144 Hz günstig wie nie: 467,85€ • Asus RX 6900 XT OC günstig wie nie: 1.049€ • Mindstar (Gigabyte RTX 3060 399€) • Galaxy Watch3 45 mm 119€ [Werbung]
    •  /