Mangelhafte Serververwaltung

Da der Zugang aber eben nicht ausgefallen, sondern weitergelaufen sei, "haben die Monitoring-Werkzeuge die Situation nicht erkannt", schreibt die Pressestelle. Dementsprechend ist auch "die 24x7-Bereitschaft nicht alarmiert" worden. Deshalb ist der Fehler auch bis zum Montagmorgen nicht behoben worden.

Stellenmarkt
  1. IT Servicetechniker (w/m/d) Onsite Support
    Bechtle Onsite Services GmbH, Hamburg
  2. Mitarbeiter im Team IT-Infrastruktur (m/w/d)
    HEINZ-GLAS GmbH & Co. KGaA, Kleintettau
Detailsuche

Zum "Monitoring wird primär Nagios eingesetzt", wie uns mitgeteilt wurde. Dass das Problem aber nicht entdeckt worden ist, kann keinesfalls auf die eingesetzte Software zur Systemüberwachung zurückzuführen sein. Software führt schließlich auch nur Anweisungen aus.

Vielmehr legt diese Stellungnahme eine eklatant falsche oder wenigstens lückenhafte Konfiguration nahe. Allein der totale Einbruch des E-Mail-Aufkommens hätte leicht bemerkt werden müssen. Hinzu kommen verschiedene ausgelastete Ressourcen oder die wachsende Menge an zwischengespeicherten E-Mails, die als Anzeichen für ein fehlerhaftes Verhalten dienen könnten.

Postfix lehnt zu große E-Mails ab

Weitere Einzelheiten zu dem Vorgang und vor allem zu der technischen Infrastruktur - wie zum Beispiel der eingesetzten Software - möchte die Stadt "aus Gründen der Sicherheit" nicht offenlegen. Aus den Headern der E-Mail-Kommunikation mit der Pressestelle geht allerdings hervor, dass Postfix verwendet wird.

Golem Akademie
  1. Python kompakt - Einführung für Softwareentwickler
    28.-29. Oktober 2021, online
  2. Elastic Stack Fundamentals - Elasticsearch, Logstash, Kibana, Beats
    26.-28. Oktober 2021, online
  3. Terraform mit AWS
    14.-15. Dezember 2021, online
Weitere IT-Trainings

In einem kurzen Test von uns mit einer entsprechend präparierten Nachricht lehnt Postfix diese als zu groß ab. Das gleiche Ergebnis liefert Courier. Zwar ist in den offiziellen Spezifikation zu E-Mails die maximal zu akzeptierende Größe nicht festgelegt, ein derartiges Verhalten wird aber empfohlen und sinnvollerweise auch umgesetzt.

Obskurer Spamfilter als wahrscheinlicher Verursacher

Als Verursacher des eigentlichen Problems kommt Postfix wohl also nicht infrage. Darüber hinaus deutet das Problembild aber auch auf eine Software hin, die mit der Verarbeitung der zu großen E-Mail überlastet ist, wie etwa typischerweise der Parser eines Spamfilters.

Tatsächlich findet sich in den E-Mail-Headern auch der Hinweis auf Uceprotect, das Anti-Spam-Lösungen anbietet. Als Referenzkunden werden von Uceprotect diverse bayerische Behörden genannt. Doch allein die Gestaltung der Webseite des Anbieters wirkt wenig seriös. Beispielsweise findet sich dort trotz gesetzlicher Pflicht kein Impressum, deren Domain in den USA auf eine Firma mit Sitz in der bayerischen Stadt Regen registriert ist. Die Stadt München bietet sogar einen Dienst an, die eigene E-Mail-Adresse wieder freischalten zu lassen, falls diese als Spamabsender gewertet wird. Diese obskur anmutende Auswahl der Software sowie deren Einsatz möchte die Stadt ebenfalls mit Verweis auf die Sicherheit nicht kommentieren.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 E-Mail-Ausfall in München: Und wieder wars nicht LimuxIT-Angestellte ohne politischen Rückhalt 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5.  


HerbertEisenbeiß 22. Dez 2014

Microsoft wird demnächst vom Münchner Vorort Unterschleißheim nach München direkt...

HerbertEisenbeiß 21. Dez 2014

UCE Protect ist doch als RBL-Listenbetreiber wie auch Hersteller von Appliances...

HerbertEisenbeiß 21. Dez 2014

UCE-Protect? Wirklich? Also ein wenig mehr Recherche hätte da dem Artikel nicht...

mainframe 16. Dez 2014

Ich frage mich gerade, ob das nicht alles im Rahmen der Verträge gelegen hat. Die meisten...

Anonymer Nutzer 15. Dez 2014

Echte Münchner essen einen Lachshäppchen oder Sushi zwischendurch und stossen mit einem...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Plugin-Hybride
Autoindustrie wehrt sich gegen höhere Förderauflagen

Die Regierung will die Förderung von Plugin-Hybriden nur noch von der Reichweite abhängig machen. Zudem werden künftig Kleinstautos gefördert.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

Plugin-Hybride: Autoindustrie wehrt sich gegen höhere Förderauflagen
Artikel
  1. Windows und Office: Microsoft-Accounts funktionieren jetzt auch ohne Passwörter
    Windows und Office
    Microsoft-Accounts funktionieren jetzt auch ohne Passwörter

    Das passwortlose Anmelden wird bereits von einigen Microsoft-Kunden genutzt. Die Funktion wird nun auf alle Konten ausgeweitet.

  2. Fake-News und Hassrede: Facebook löscht 150 Konten der Querdenker
    Fake-News und Hassrede
    Facebook löscht 150 Konten der Querdenker

    Nach Ansicht von Facebook hat die Querdenker-Bewegung "bedrohliche Netzwerke" gebildet und gegen Gemeinschaftsregeln verstoßen.

  3. Gopro Hero 10 Black ausprobiert: Gopros neue Kamera ist die Schnellste
    Gopro Hero 10 Black ausprobiert
    Gopros neue Kamera ist die Schnellste

    Endlich ein neuer Chip und mehr Zeitlupe! Wo Gopros Action-Kamera das Vorgängermodell schlägt, konnten wir vor dem Produktstart ausprobieren.
    Von Martin Wolf

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • MM Club-Tage: Bis zu 15% auf TVs, PCs, Monitore uvm.) • Alternate (u. a. Razer Kraken X für Konsole 34,99€) • Xiaomi 11T 5G vorbestellbar 549€ • Saturn-Deals (u. a. Samsung 55" QLED (2021) 849,15€) • Logitech-Aktion: 20%-Rabattgutschein für ASOS • XMG-Notebooks mit 250€ Rabatt [Werbung]
    •  /