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E-Mail-Anbieter im Test: Stiftung Warentest kürt Posteo zum Testsieger

Stiftung Warentest hat 10 E-Mail-Anbieter getestet. Am besten schneiden Posteo und Mailbox ab. Beide überzeugen vor allem bei der Privatsphäre.
/ Nils Matthiesen
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Stiftung Warentest bewertet E-Mail-Anbieter. (Symbolbild) (Bild: Wolfgang Vrede / Pexels)
Stiftung Warentest bewertet E-Mail-Anbieter. (Symbolbild) Bild: Wolfgang Vrede / Pexels

Die Stiftung Warentest(öffnet im neuen Fenster) hat 18 Tarife von 10 E-Mail-Anbietern für Privatkunden getestet. Darunter waren Dienste von US-Konzernen wie Apple, Microsoft und Google, aber auch die deutschen Unternehmen GMX, Web.de und T-Online sowie die auf Datenschutz spezialisierten Anbieter Posteo, Mailbox und Tuta aus Deutschland und Proton aus der Schweiz hat die Stiwa unter die Lupe genommen. Bewertet haben die Tester Einrichtung, Nutzung, Support, Privatsphäre sowie AGB und Datenschutzerklärung der Dienste. Von den zehn kostenpflichtigen Angeboten erhielten vier die Note Gut, die übrigen sechs schnitten mit Befriedigend ab; bei den acht kostenlosen Angeboten reichte es für keinen Anbieter zu einer guten Bewertung.

Testsieger ist Posteo mit der Note 1,7, dicht gefolgt von Mailbox mit 1,8. Beide Dienste kosten monatlich lediglich einen Euro. Auf dem dritten Platz landet Web.de Mail Plus mit der Note 2,4. Die beiden Spitzenreiter setzen sich vor allem durch ihre Kategorie Privatsphäre von der Konkurrenz ab, die mit insgesamt 30 Prozent in die Gesamtwertung einfließt: Mailbox erreicht hier die Bestnote 1,4. Ausschlaggebend waren das Datensendeverhalten der App, der Basisschutz der Nutzerdaten sowie Ende-zu-Ende-Verschlüsselungsoptionen wie PGP und S/MIME.

In der mit 45 Prozent am stärksten gewichteten Kategorie Nutzung erzielt Mailbox die Note 1,9. Bewertet wurden unter anderem Ausstattung, Werbefreiheit sowie die Bedienung im Webmailer und in der App; positiv fielen die Unterstützung offener Standards wie IMAP, POP3 und SMTP sowie die Möglichkeit zur Nutzung von E-Mail-Alias-Adressen auf. In der Kategorie Einrichtung setzt sich Mailbox mit der Note 0,8 von allen anderen getesteten Anbietern ab – getestet wurde hier der Light-Tarif als Einstieg in die E-Mail-Kommunikation.

Rechtliche Risiken bei US-Diensten

Stiftung Warentest weist im Testkontext zudem auf rechtliche Risiken bei US-Anbietern hin: Da Apple, Google und Microsoft ihren Hauptsitz in den USA haben, müssen sie US-Behörden auch Zugriff auf die Konten ausländischer Kunden gewähren, ohne dass die Betroffenen davon erfahren.

Bei der Absicherung des allgemeinen E-Mail-Verkehrs schneiden die auf Datenschutz spezialisierten Anbieter besonders gut ab. Mailbox etwa verweist in diesem Zusammenhang auf das BSI-IT-Sicherheitskennzeichen sowie den Goldstatus(öffnet im neuen Fenster) im Rahmen der BSI-Initiative Email Security Year 2025, den das Unternehmen bereits erhielt.

Chief Product Officer Balint Gyemant erklärt, das Testergebnis bestätige, dass Mailbox als Anbieter mit der Priorisierung digitaler Unabhängigkeit sowie der nachweislichen Umsetzung von Datenschutz und Informationssicherheit überzeuge. Die E-Mail-Adresse sei ein wichtiger Baustein für digitale Souveränität im privaten wie geschäftlichen Bereich.


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