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E-Learning: Udacity bietet kostenpflichtige Kurse an

Udacity richtet ein neues Lehrangebot zu Big Data ein. Die Teilnahme daran wird kostenpflichtig sein. Dafür erhält der Teilnehmer Unterstützung durch einen Tutor.
/ Werner Pluta
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Sebastian Thrun im autonomen Google-Auto: zu hohe Absprungrate (Bild: Udacity)
Sebastian Thrun im autonomen Google-Auto: zu hohe Absprungrate Bild: Udacity

Das Lernportal Udacity(öffnet im neuen Fenster) hat künftig ein kostenpflichtiges Lehrangebot. Es startet im Januar 2014. Bisher war die Teilnahme an den Kursen, sogenannten Massive Open Online Courses (Mooc), des von Sebastian Thrun gegründeten Unternehmens ohne Bezahlung möglich.

Udacity hat nun in Zusammenarbeit mit Unternehmen ein Lehrangebot zu Big Data eingerichtet, darunter der Softwarehersteller Cloudera. Der erste Kurs etwa ist eine Einführung in Hadoop und Mapreduce(öffnet im neuen Fenster) .

Teilnehmer aus aller Welt

Die Teilnehmer zahlten pro Kurs und Monat, erklärt Udacity auf der Website(öffnet im neuen Fenster) . Dafür bekommen sie neben den Kursmaterialien einen Tutor zugeteilt, der beispielsweise Hausaufgaben korrigiert oder Fragen beantwortet. Einen Kurs zu belegen, kostet 105 US-Dollar im Monat. Damit die Kosten kalkulierbar sind, gibt Udacity an, wie lange der Kurs bei einem Zeitaufwand von fünf Stunden pro Woche dauert.

Wann der Teilnehmer den Kurs macht, ist ihm selbst überlassen. Sobald die Materialien auf der Website verfügbar seien, könne er nach eigenem Gutdünken damit anfangen. Am Ende könne er einen von der Open Education Alliance(öffnet im neuen Fenster) (OEA) anerkannten Abschluss erwerben, schreibt Thrun im Udacity-Blog(öffnet im neuen Fenster) . An der OEA sind eine Reihe bekannter Unternehmen beteiligt, darunter Google, Nvidia, Autodesk und 23andMe.

Teilnehmer aus aller Welt

Der aus Deutschland stammende Thrun, der unter anderem Googles Roboterauto entwickelt hat, hat Udacity 2011 gegründet . Seither bietet das Unternehmen Moocs an. Mit großem Erfolg: Bis dato haben sich rund 1,6 Millionen Teilnehmer aus über 190 Ländern eingeschrieben.

Thrun ist dennoch unzufrieden. Die Absprungrate sei immens: Weniger als zehn Prozent der Teilnehmer hielten bis zum Ende ihrer Kurse durch. "Wir waren auf den Titelseiten von Zeitungen und Magazinen, aber gleichzeitig stellte ich fest, dass wir die Leute nicht so ausbilden, wie andere sich das wünschen oder wie ich mir das wünsche" , sagte Thrun dem US-Wirtschaftsmagazin Fast Company(öffnet im neuen Fenster) . "Wir haben ein schlechtes Produkt."


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