• IT-Karriere:
  • Services:

E-Highway: Autobahnen bekommen Oberleitungen für Elektro-Lkw

Oberleitung statt Akku: In Schleswig-Holstein und Hessen werden zwei Autobahnabschnitte zu E-Highways umgebaut. Sie bekommen Stromleitungen, die Elektro-Lkw mit Energie versorgen.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Elektro-Lkw auf E-Highway-Teststrecke: Autobahnteststrecken sollen Ende 2018 fertig sein.
Elektro-Lkw auf E-Highway-Teststrecke: Autobahnteststrecken sollen Ende 2018 fertig sein. (Bild: Siemens)

Autobahnen mit Oberleitung, Lkw mit Stromabnehmern: Das Bundesumweltministerium will zwei Teststrecken für Hybrid-Laster einrichten. Die Fahrzeuge sollen teilweise elektrisch fahren, wodurch der Güterverkehr umweltfreundlicher werden soll. Das Projekt soll im kommenden Jahr starten.

Stellenmarkt
  1. Württembergische Gemeinde-Versicherung a.G., Stuttgart
  2. Technische Informationsbibliothek (TIB), Hannover

Die beiden Teststrecken sollen jeweils zwölf Kilometer lang werden, berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Sie sollen auf Autobahnen in Schleswig-Holstein und Hessen eingerichtet werden. Welche Autobahnteilstücke mit Oberleitungen ausgerüstet werden, soll im Februar 2017 bekanntgegeben werden. Beide Strecken sollen Ende 2018 fertig sein.

Elektrolaster sind sauber und leise

Die Laster haben einen doppelten Antrieb: einen elektrischen und einen konventionellen Dieselantrieb. Auf Strecken, die mit einer Oberleitung - vergleichbar der der Eisenbahn - ausgestattet sind, fahren sie elektrisch. Verlassen sie die Strecke mit Oberleitung, übernimmt der Diesel. Das soll gegenüber einem Akku-elektrischen Antriebsstrang den Vorteil einer längeren Reichweite haben. Stammt der Strom aus erneuerbaren Energiequellen, könnte der Schadstoffausstoß so um 95 Prozent gesenkt werden. Außerdem sind die Elektro-Laster deutlich leiser als wenn sie im Dieselbetrieb unterwegs sind.

Der Aufwand ist aber hoch: Entlang der Straßen müssen Strommasten aufgestellt und Oberleitungen eingerichtet werden. Hinzu kommen die Steuerelektronik und die Anbindung an das Stromnetz. Auch ist das System nicht ganz problemlos: Die Spannung in den Leitungen beträgt immerhin 600 Volt. Die Tests sollen auch zeigen, ob das ein Risiko für andere Verkehrsteilnehmer darstellt.

Siemens testet E-Highways

Auch andernorts wird der elektrische Güterverkehr getestet: 2014 hatte Siemens ein etwa 3,5 Kilometer langes Straßenstück in Kalifornien zum E-Highway umgerüstet. Ein zweites Projekt hat das Unternehmen im vergangenen Jahr in Schweden gestartet: Auf einem zwei Kilometer langen Autobahnabschnitt nördlich der Hauptstadt Stockholm sollen zwei Jahre lang modifizierte Lkw des Herstellers Scania elektrisch fahren.

Der Güterverkehr soll in den kommenden Jahrzehnten steigen - es gibt Schätzungen, dass er sich bis zum Jahr 2050 vervierfachen soll. Diese Kapazitäten kann die Bahn aber nur übernehmen, wenn das Netz ausgebaut wird. Autobahnen mit Oberleitungen auszustatten, könnte sich damit als die günstigere Alternative erweisen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

/mecki78 27. Jan 2017

Wird es wohl nie geben, weil sich das nicht rechnet. Hybrid ist teurer als rein...

/mecki78 27. Jan 2017

Weil zum einen Autobahnen meistens gar keinen schönen Ausblick haben und auch nicht...

/mecki78 27. Jan 2017

Warum sollten wir viel Geld in ein Schienennetz stecken, von dem an Ende fast nur die...

Anonymer Nutzer 26. Jan 2017

Dann können die E-LKW immer zwischen diesen beiden Enden der elektrifizierten Abschnitte...

xProcyonx 25. Jan 2017

1.Also bei den meisten Unfällen kommt kein Heli sondern oft nur ein oder mehrere...


Folgen Sie uns
       


IBM - von der Lochkarte zum Quantencomputer (Golem Geschichte)

Golem.de erzählt die über 100-jährige Geschichte von Big Blue im Video.

IBM - von der Lochkarte zum Quantencomputer (Golem Geschichte) Video aufrufen
Hildmann, Naidoo, Identitäre: Warum Telegram bei Rechten so beliebt ist
Hildmann, Naidoo, Identitäre
Warum Telegram bei Rechten so beliebt ist

Wer auf Telegram hetzt, den Holocaust leugnet oder Verschwörungsideologien verbreitet, muss nicht befürchten, dass seine Beiträge gelöscht werden. Auch große Gruppen fallen dort nicht unters NetzDG, die Strafverfolgung ist schwierig.
Ein Bericht von Stefan Krempl


    Coronavirus und Karaoke: Gesang mit Klang trotz Gesichtsvorhang
    Coronavirus und Karaoke
    Gesang mit Klang trotz Gesichtsvorhang

    Karaokebars sind gefährliche Coronavirus-Infektionsherde. Damit den Menschen in Japan nicht ihr Hobby genommen wird, gibt es nun ein System, das auch mit Mundschutz gute Sounds produzieren soll.
    Ein Bericht von Felix Lill

    1. Corona Gewerkschaft sieht Schulen schlecht digital ausgestattet
    2. Corona Telekom und SAP sollen europaweite Warn-Plattform bauen
    3. Universal Kinofilme kommen früher ins Netz

    Pixel 4a im Test: Google macht das Pixel kleiner und noch günstiger
    Pixel 4a im Test
    Google macht das Pixel kleiner und noch günstiger

    Google macht mit dem Pixel 4a einiges anders als beim 3a - und eine Menge richtig, unter anderem beim Preis. Im Herbst sollen eine 5G-Version und das Pixel 5 folgen.
    Ein Test von Tobias Költzsch

    1. Smartphone Google stellt das Pixel 4 ein
    2. Android Googles Dateimanager erlaubt PIN-geschützten Ordner
    3. Google Internes Dokument weist auf faltbares Pixel hin

      •  /