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Assistenzsysteme auf Mittelklasseniveau

Der Golf verfügt seit dem Facelift von 2017 über Fahrassistenzsysteme, die vor einiger Zeit nur in der Oberklasse und oberen Mittelklasse erhältlich waren. So lässt sich für einen Aufpreis von 1.770 Euro ein Fahrassistenzpaket Plus bestellen.

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Das hat die gleichen Funktionen, die Tesla unter der Bezeichnung Autopilot vermarktet hat: eine automatische Distanzregelung (Active Cruise Control) mit adaptiver Spurführung, die auf der Autobahn das Fahrzeug im Grunde selbstständig fahren kann. Zum Paket gehört darüber hinaus ein Stauassistent, der bei Stop-and-Go-Verkehr automatisch bremst und wieder anfährt. Ein Blind-Spot-Assistent warnt beim Fahrbahnwechsel vor herannahenden Autos im toten Winkel. Einen Spurwechselassistenten gibt es hingegen nicht. Den hat im VW-Konzern jedoch nicht einmal Audis Oberklassemodell A 8.

Rigorose Freihanderkennung

Die Systeme unterliegen den rechtlichen Einschränkungen für sogenannte teilautomatisierte Fahrzeuge. Gerade was die sogenannte Freihanderkennung betrifft, geht VW rigoros vor. Etwa nach zwölf Sekunden erfolgt eine erste optische und akustische Warnung, die Hände wieder ans Lenkrad zu legen. Nach etwa 30 Sekunden gibt es mehrfache Pieptöne und eine weitere Warnung im Armaturenbrett. Dann geht alles sehr schnell: Das Auto macht eine kurze, aber deutlich spürbare Bremsung, die den Fahrer im Sitz nach vorne schnellen lässt. Erfolgt nach 45 Sekunden immer noch kein Eingriff des Fahrers, wird ein Nothalt mit Warnblinkleuchten eingeleitet.

  • Wir fahrn, fahrn, fahrn auf der Autobahn: Golem.de hat den E-Golf getestet. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Auto ist derzeit das beliebteste Elektroauto in Europa. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das Auto fährt sich wie ein Automatikfahrzeug - für an Schaltwagen gewohnte Fahrer eine Umstellung. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Höchstgeschwindigkeit des E-Golf beträgt etwa 155 km/h. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Mit voll geladenem Akku kommt der E-Golf etwa 250 km weit. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Durchdacht: Die Karte des Navi wird im Armaturenbrett angezeigt. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Display hat eine Gestensteuerung: Es wird aktiviert, wenn sich die Hand nähert. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • VW bietet für den E-Golf als optionales Zubehör Assistenzsysteme an, darunter einen Parkassistenten... (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • ... und einen Spurhalteassistenten. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der Spurhalteassistent unterstützt aber nur und fährt nicht selbst. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Dafür ist der VW mit Sensoren ausgerüstet, wie einem Radar... (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • .. und einer Kamera. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Diese sind auch für den Fahrer nützlich, etwa beim Rückwärtsfahren. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Weniger Spaß als das Fahren macht das Laden. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Je nach benutztem Ladestrom... (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • ... dauert das Laden lange ...  (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • ... oder sogar sehr lange. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Praktikabel ist nur das Laden mit 50-kW-Gleichstrom. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Zum Laden authentifiziert der Fahrer sich mit einer Karte an der Ladesäule. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Allerdings sind die Abrechnungsysteme nicht unbedingt kompatibel. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
VW bietet für den E-Golf als optionales Zubehör Assistenzsysteme an, darunter einen Parkassistenten... (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)

Das Problem: Wenn der Fahrer dann endlich reagiert, steht der Nothalteassistent (Emergency Assist) erst nach dem nächsten Ein- und Ausschalten der Zündung wieder zur Verfügung. Die adaptive Spurführung funktioniert jedoch weiterhin. Werden die 45 Sekunden beim nächsten Mal überschritten, schaltet sich der Lenkassistent einfach nur ab, so dass das Auto in einer Kurve geradeaus fahren würde. Bei Tesla hingegen lässt sich nach dem Einleiten des Nothalts der sogenannte Autopilot auf dieser Fahrt nicht mehr aktivieren.

E-Golf braucht die ganze Fahrspur

Die Freihanderkennung funktioniert beim E-Golf zudem nicht so komfortabel wie bei Mercedes, wo ein leichtes Berühren des Lenkrades genügt. Auf die Dauer am praktischsten auf der Autobahn ist ein leichter Stupser mit dem Knie. Angeblich lässt sich das System auch überlisten, indem man eine Wasserflasche in das Lenkrad klemmt. Andere Nutzer haben zu diesem Zweck Gewichte am Lenkrad befestigt.

Was ebenfalls auffällt: Der E-Golf nutzt seine Fahrspur weit aus. Das Fahrzeug eiert deutlich spürbar zwischen den rechten und linken Markierungen hin und her, so dass der Fahrer bisweilen ins Lenkrad eingreifen muss, weil er befürchtet, selbst auf schnurgerader Strecke auf die Nachbarspur zu geraten. Dies gilt auch für den Stauassistenten. Praktisch ist in diesem Fall, dass der Fahrer bei einem längeren Stopp nicht selbst wieder aufs Gaspedal treten muss, sondern durch Drücken der Resume-Taste (RES) am Lenkrad das automatische Anfahren wieder aktivieren kann. Gerade mit einem Elektroauto fährt sich ein Stauassistent angenehm, weil der Motor nicht ständig ausgeschaltet und neu gestartet werden muss.

100 Prozent zuverlässig erschien uns das System aber nicht. So hatte es im Stop-and-Go-Verkehr in Berlin einmal Probleme, das vorausfahrende Fahrzeug zu erkennen. Ohne Eingriff des Fahrers wäre es vermutlich zu einem Auffahrunfall gekommen. Ob das Umfeldbeobachtungssystem Front Assist mit City-Notbremsfunktion noch eingegriffen hätte, wollten wir lieber nicht ausprobieren. Dazu muss schließlich auch das vorausfahrende Fahrzeug erst einmal erkannt werden.

 Akkukapazität ist einfach zu geringGute Smartphone-Einbindung 
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mgutt 17. Jan 2019

Ich lache mich schlapp.

mgutt 17. Jan 2019

Aus dem Grund habe ich immer Japaner gekauft und auch nie die Navi-Pakete. Da nehme ich...

gadthrawn 04. Dez 2017

Jetzt probier mal kurz zu denken: Was macht den nur diese Übersetzung? achja: EIN...

mucpower 27. Nov 2017

... wie soll man sonst den Stromgenerator transportieren ? https://imgur.com/Mm5B2sG

Der Supporter 24. Nov 2017

Das sieht auch VW so und deshalb wird der e-Golf keinen Nachfolger bekommen, sondern VW...


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