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E-Fan-Aircraft: Kleiner Airbus fliegt erfolgreich mit 120 LiPo-Akkus

Ila 2014
Die Airbus Group hat einen Starrflügler vorgestellt, der mit Akkus durch die Lüfte fliegt. Das Flugzeug kann zwar nur wenige Insassen aufnehmen, verschmutzt dafür aber nicht die Luft in möglicherweise kritischen Bereichen der Atmosphäre. Das Trainingsflugzeug mit dem Namen E-Fan 2.0 ist nur der Anfang der Entwicklung.
/ Andreas Sebayang
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Der E-Fan-Technology-Demonstrator (Bild: Airbus)
Der E-Fan-Technology-Demonstrator Bild: Airbus

Mit einem sogenannten Technology Demonstrator hat Airbus sein elektrobetriebenes E-Fan-Flugzeug vorgestellt. Das bereits im letzten Jahr präsentierte Flugzeug ist in Form eines Prototypen nun offiziell flugfähig. Es ist ein weiterer Schritt in Richtung eines Elektroflugzeugs. Bereits 2010 hat Airbus mit dem Cri Cri(öffnet im neuen Fenster) ein viermotoriges Elektro-Flugzeug vorgestellt, das allerdings in die Kategorie der Kunstflugzeuge gehört und deutlich kleiner als ein Triebwerk eines Airbus A380 ist.

Testflug des Airbus E-Fan 2.0 am 25. April 2014
Testflug des Airbus E-Fan 2.0 am 25. April 2014 (02:00)

Airbus' E-Fan ist hingegen als Trainingsflugzeug für zwei Personen konzipiert, das am 25. April 2014 erstmals für die Öffentlichkeit demonstriert wurde . Das Flugzeug ist 6,7 Meter lang und hat eine Flügelspannweite von 9,5 Metern. Die beiden Mantelpropeller(öffnet im neuen Fenster) -Triebwerke befinden sich am Heck des E-Fan und liefern laut Hersteller 1,5 kN Schub mit einer kombinierten Leistungsfähigkeit von 60 kW. Das Flugzeug wird nicht nur über die beiden Triebwerke angetrieben. Für das Erreichen eines Teils der Abhebegeschwindigkeit und das Taxiing auf dem Vorfeld werden stattdessen Motoren im Fahrwerk verwendet. Damit kann das E-Fan mit bis zu 60 km/h auf dem Boden rollen und damit die Triebwerke entlasten. Dies soll die Effizienz für Bodenbewegungen verbessern und die Geräusche minimieren, da die beiden Triebwerke am Boden lange Zeit abgeschaltet bleiben können.

Zum Abheben benötigt die Maschine 110 km/h und fliegt mit einer Reisegeschwindigkeit von 160 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit des 500 kg wiegenden Zweisitzers liegt bei 220 km/h. Das Gleitverhältnis(öffnet im neuen Fenster) wird mit 16 angegeben.

Eine Stunde Flugzeit

Dank des Elektroantriebs soll E-Fan geringere Vibrationen durch die Triebwerke erzeugen, was einen ruhigeren Flug verspricht. Airbus arbeitet mit Lithium-Polymer-Akkus mit einer Spannung von 250 Volt. Das soll für 45 bis 60 Minuten Flugzeit reichen. Die Akkus sind noch eine Vorversion. Später sollen mit besseren Akkus sogar 75 Minuten Flugzeit erreicht werden. Die 120 Akkus mit jeweils 40 Amperestunden je Zelle befinden sich in der Innenseite der Flügel am Rumpf für die Kühlung. Es gibt außerdem noch einen Notakku, der für Notlandungen gedacht ist. Sollte auch der nicht reichen, besitzt das Flugzeug einen integrierten Fallschirm, mit dem es zum Boden zurückschweben kann.

Der erste Testflug des E-Fan 2.0 (PDF)(öffnet im neuen Fenster) , so der offizielle Name, erfolgte bereits am 11. März 2014. Die Vorstellung des Erfolgs fand allerdings erst jetzt statt. Das Flugzeug soll später über die Tochter Voltair vermarktet werden. Ein E-Fan 4.0 ist ebenfalls in Entwicklung. Dieses hat vier Sitzplätze und besitzt einen Hybrid-Antrieb.

Airbus plant, das Flugzeug auf der kommenden Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung 2014 (ILA 2014) zu demonstrieren. Diese findet vom 20. bis zum 25. Mai 2014 auf dem noch nicht fertiggestellten Flughafen Berlin-Brandenburg (BER/EDDB) im Airport Expocenter statt.


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