E& (Etisalat): Emirate bauen Stellung als größter Vodafone-Aktionär aus

Der in den Vereinigten Arabischen Emiraten ansässige Mobilfunkkonzern E& (Etisalat) hat seinen Anteil an der Vodafone Group ausgebaut. Wie der staatliche Konzern in einer Börsenmitteilung (PDF) am 18. Januar 2022 bekannt gab(öffnet im neuen Fenster) , besitzt E& nun 12 Prozent der Vodafone-Aktien und erweitert damit seine Position als größter Anteilseigner. Man wollte "ein signifikantes Engagement bei einem weltweit führenden Unternehmen" erreichen und dies für Handelspartnerschaften und eine Kapitalrendite nutzen, hieß es in der Bekanntgabe.
Der Zukauf sei wegen "attraktiver Bewertung" erfolgt, E& gab jedoch nicht an, wie viel Geld für die jüngste Anteilserhöhung ausgegeben wurde. Bereits im Mai 2022 erwarb die Emirates Telecommunications Group (E&) für rund 4,4 Milliarden US-Dollar eine 9,8-prozentige Beteiligung an Vodafone. Laut Angaben der Nachrichtenagentur Bloomberg war E& damit vor Blackrock, der Vanguard Group und HSBC bereits der größte Anteilseigner von Vodafone. Im vorigen Monat wurde dies auf 11 Prozent erweitert.
E& betreibt Telekommunikationsnetze in 16 Ländern
E& betreibt Telekommunikationsnetze in 16 Ländern: auf dem Heimatmarkt, in Saudi-Arabien mit Mobily, PTCL in Pakistan, Etisalat Misr in Ägypten oder Maroc Telecom in Marokko. Der Bereich E& Life bietet Unterhaltung und Fintech, E& Enterprise entwickelt Cybersicherheit und KI, während E& Capital internationale Fusionen und Übernahmen vorantreibt. E& Etisalat blockiert mit Filtern Internetinhalte, die die Vereinigten Arabischen Emirate oder den Islam kritisieren, sowie Nacktheit, Pornografie, LGBTQ-Inhalte, Anonymisierer oder Proxys. Die Verwendung der Inhaltefilter wird von der Telekommunikationsregulierungsbehörde (TRA) der Vereinigten Arabischen Emirate vorgeschrieben.
Ein Staatsfonds aus Saudi-Arabien war bei der Übernahme der Mehrheit an Vodafones Funkturmbereich Vantage Towers für 14,8 Milliarden Euro beteiligt. Dem Konsortium, das KKR und Global Infrastructure Partners (GIP) anführten, gehört auch der saudi-arabische Public Investment Fund an. Wie Golem.de aus Investorenkreisen erfuhr, betrug der künftige saudische Anteil an Vantage Towers weniger als 5 Prozent.