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E-Commerce: Amazon friert Neueinstellungen ein

Wirtschaftliche Unsicherheiten nennt Amazon als Grund für den Einstellungsstopp. Offiziell soll der Begriff aber nicht fallen.
/ Achim Sawall
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Amazon-Prime-Truck (Bild: FREDERIC J. BROWN/AFP via Getty Images)
Amazon-Prime-Truck Bild: FREDERIC J. BROWN/AFP via Getty Images

Amazon wird wegen wirtschaftlicher Unsicherheiten keine Neueinstellungen mehr vornehmen. Das gab Beth Galetti, Senior Vice President of People Experience and Technology bei Amazon, in einem Blogbeitrag(öffnet im neuen Fenster) bekannt. "Angesichts der unsicheren Wirtschaftslage und der Tatsache, wie viele Mitarbeiter wir in den vergangenen Jahren eingestellt haben, haben Andy [Jassy] und das S-Team diese Woche beschlossen, bei der Einstellung neuer Beschäftigter im Unternehmen eine Pause einzulegen" , schrieb sie in dem Beitrag, der zuerst als Memo an die Beschäftigten ging.

"Wir gehen davon aus, dass diese Pause in den nächsten Monaten beibehalten wird, und werden weiterhin beobachten, was sich in der Wirtschaft und im Betrieb abzeichnet, um anzupassen, wenn wir es für sinnvoll halten."

Der Einstellungsstopp betrifft den Bereich E-Commerce von Amazon und seine Logistikaktivitäten, nicht die Cloud-Sparte AWS. Die New York Times zählte(öffnet im neuen Fenster) zu Wochenbeginn noch mehr als 10.000 offene Stellenangebote in der Retail-Sparte, die den Großteil der Amazon-Umsätze erwirtschaftet.

Amazon hat seine Personalabteilungen laut Informationen der New York Times aufgefordert, den Bewerbern mitzuteilen, dass es "keinen Einstellungsstopp" gebe. Alle offenen Stellenausschreibungen sollen aber in den kommenden Tagen beendet werden. Anfang kommenden Jahres könnten neue Jobs verfügbar sein.

Amazon hatte zuvor bereits davor gewarnt, dass es in der aktuellen Wirtschaftslage vorsichtiger agieren werde. Brian Olsavsky, Chief Financial Officer von Amazon, sagte vergangene Woche, das Unternehmen bereite sich auf ein langsameres Wachstum vor und werde "sehr vorsichtig bei Einstellungen" sein.


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