Wien betreibt E-Bus-Linien mit Serienfahrzeugen seit 2013

Wiens E-Bus-System der Wiener Linien ging früh in Betrieb. Ein Blick in die PDF-Broschüre von Siemens aus dem Jahr 2013 zeigt, dass die winzig wirkenden 8-Meter-Busse mit 96 KWh Akkukapazität ausgestattet sind. Das ist eine interessante Kombination: Die dortigen Busse auf den Linien 2A und 3A sind in der Kurzfassung gut für die sehr enge Innenstadt innerhalb des Straßenbahnringes geeignet (Citybus-PDF-Plan) und stören dank des E-Antriebs kaum die empfindlichen Anwohner, die den Lärm des ÖPNV als störend empfinden. Die Innenstadtgeräuschkulisse wird damit weiter vor allem von Fußgängern und Kutschen bestimmt.

Wiens Busse müssen nur kurz an den Fahrdraht

Stellenmarkt
  1. (Medien-)Informatikerin / Kommunikationswissenschaftle- rin als IT-Verantwortliche (m/w/d) ... (m/w/d)
    Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V., München
  2. Ingenieur Machine Vision & Lasermarking Application Focus Softwaredevelopment (m/w/d)
    Schaeffler Technologies AG & Co. KG, Erlangen
Detailsuche

Wiens Busse werden über die Oberleitung geladen, sind aber keine herkömmlichen Oberleitungsbusse, die dauerhaft über den Fahrdraht mit Strom versorgt werden. Anders als Hamburg und Berlin kann Wien hier von seinem großen und vor allem stadtweiten Straßenbahnnetz profitieren - aber eben nur zum Laden. Ein Fahren unter dem Fahrdraht ist nicht vorgesehen, auch wenn die vorhandene Elektroinfrastruktur eigentlich ideal wäre, da der Bus mit einem herkömmlichen Dachstromabnehmer fährt. Um den Fahrdraht zu verlassen und etwa Falschparkern auszuweichen und wieder zurück unter die Stromschiene zu fahren, bräuchte er einen speziellen Stromabnehmer, wie ihn reine Oberleitungsbusse haben.

Der in Serie gefertigte Bus fährt hingegen nur im Bedarfsfall seinen Pantographen aus und lädt sich dort auf. Innerhalb von 15 Minuten ist er laut Siemens aufgeladen. Damit räumte Siemens bereits 2013 mit einem Vorurteil gegenüber der Akkutechnik auf, nämlich dass solche Fahrzeuge stundenlang geladen werden müssten. Das zeigt auch der Edda-Bus des Fraunhofer IVI:

Auch Wien verfolgt einen ambitionierten Plan: Mit der Eröffnung der E-Bus-Linien 2A und 3A soll innerhalb von zehn Jahren die Flotte durch abgasfreie Busse ersetzt werden. Das wäre dann 2023, also drei Jahre später als Hamburg.

Induktionsbusse bewähren sich seit über zehn Jahren mit effizienter Ladetechnik

Golem Karrierewelt
  1. Linux-Shellprogrammierung: virtueller Vier-Tage-Workshop
    04.-07.07.2022, Virtuell
  2. Adobe Photoshop Grundkurs: virtueller Drei-Tage-Workshop
    08.-10.06.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Für reine E-Busse ist die Induktion eine alternative Ladeplattform zum betrieblich schwierigen Kabel und dem Pantographen - und das schon länger, als wir dachten. Forennutzer Hoschme hat uns auf das seit über zehn Jahren existierende Induktionsladesystem der deutschen Firma Conductix Wampfler hingewiesen, das in Italien erfolgreich betrieben wird. Anders als bei Bombardiers Primove-System ging es hier zunächst aber nicht darum, einen Dauerbetrieb zu ermöglichen, sondern um das Erreichen einer Planstrecke.

Die Busse haben einen Blei-Gel-Akku, der über die Betriebszeit recht stark genutzt werden soll. Die Ladestationen an bestimmten Stellen sollen den Bus den Tag über unterstützen. Der Akku wird betrieblich jeweils um 10 bis 15 Prozent wieder aufladen. Am Ende eines Betriebstages darf er insgesamt durchaus auf 25 Prozent geleert sein und wird nachts im Betriebshof wieder komplett gefüllt.

Mit genug Ladestationen, auch bei Unterwegshalten, dürfte sich aber auch dieses System für den Dauerbetrieb eignen. Im niederländischen s'Hertogenbosch ist die zweite Generation der Technik in 12-Meter-Bussen und 120-KWh-Akkus im Einsatz.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Ein E-Bus kann auch mit Treibstoff betrieben werdenInduktion ist effizient 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6.  


HubertHans 01. Sep 2015

Die Busse haben eine Luftfederung, die genau das tut.

RvdtG 16. Jul 2015

https://www.youtube.com/watch?v=FcPtrIE_7-I Der zweite Pol ist auch Überkopf als Draht...

casaper 14. Jul 2015

Ich würd mal sagen wenn das Fahrgestell und die Fahrgäste des induktions geladenen Bus...

McCoother 13. Jul 2015

Ja aber was kostet so ein Akku denn? Da ist ein zusätzliche E-Motor und der Verbrenner...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Prehistoric Planet
Danke, Apple, für so grandiose Dinosaurier!

Musik von Hans Zimmer, dazu David Attenborough als Sprecher: Apples Prehistoric Planet hat einen Kindheitstraum zum Leben erweckt.
Ein IMHO von Marc Sauter

Prehistoric Planet: Danke, Apple, für so grandiose Dinosaurier!
Artikel
  1. Star Wars: Cal Kestis kämpft in Jedi Survivor weiter
    Star Wars
    Cal Kestis kämpft in Jedi Survivor weiter

    EA hat offiziell den Nachfolger zu Star Wars Jedi Fallen Order angekündigt. Hauptfigur ist erneut Cal Kestis mit seinem Roboterkumpel BD-1.

  2. Fahrgastverband Pro Bahn: Wo das 9-Euro-Ticket sicher gilt
    Fahrgastverband Pro Bahn
    Wo das 9-Euro-Ticket sicher gilt

    Die Farbe der Züge ist entscheidend, was bei der Reiseplanung in der Deutsche-Bahn-App wenig nützt. Dafür laufen Fahrscheinkontrollen ins Leere.

  3. Retro Gaming: Wie man einen Emulator programmiert
    Retro Gaming
    Wie man einen Emulator programmiert

    Warum nicht mal selbst einen Emulator programmieren? Das ist lehrreich und macht Spaß - wenn er funktioniert. Wie es geht, zeigen wir am Gameboy.
    Von Johannes Hiltscher

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PS5 evtl. bestellbar • Prime Video: Filme leihen für 0,99€ • Gigabyte RTX 3080 12GB günstig wie nie: 1.024€ • MSI Gaming-Monitor 32" 4K günstig wie nie: 999€ • Mindstar (u. a. AMD Ryzen 5 5600 179€, Palit RTX 3070 GamingPro 669€) • Days of Play (u. a. PS5-Controller 49,99€) [Werbung]
    •  /