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75 Jahre alt ist das Elektrobussystem in Eberswalde.
75 Jahre alt ist das Elektrobussystem in Eberswalde. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

Ein E-Bus kann auch mit Treibstoff betrieben werden

Der Strom für einen Elektrobus muss nicht aus der Oberleitung oder aus der Dose kommen, er kann auch lokal erzeugt werden. Im Nah- wie Fernverkehr ist das längst gängige Praxis - nicht nur bei der Autotram: Viele Dieselloks sind eigentlich E-Loks, denn sie sind als dieselelektrische Lok gebaut worden, der Treibstoff wird also genutzt, um Strom zu erzeugen. Dazu gehört etwa die BR 245, die nach und nach in Deutschland bei der Deutschen Bahn zahlreiche alte Loks ersetzen soll. Von Vorteil ist dabei, dass die Energie schnell abrufbar ist, während ein Treibstoffmotor erst die Verbrennung hochfahren muss. Airbus forciert daher beispielsweise die Forschung an der E-Fliegerei, hat Konzepte für das Wandeln von Kerosin zu Strom erarbeitet und konnte vor ein paar Tagen mit einem reinen Akkuflieger und ohne Solarzellen leise surrend den Ärmelkanal überqueren.

Im Busbetrieb hat sich hierzulande der reine dieselelektrische Betrieb bisher nicht durchgesetzt - trotz des Potenzials der vereinfachten Wartung von Elektromotoren; es könnte Geld gespart werden, da die Busse seltener in die Werkstatt müssten. Die meisten dieselelektrischen Busse, die wir kennen, sind mit einem Akkupack ausgestattet und haben zusätzlich einen Dieselmotor.

Dieser Hybrid-Gedanke kommt auch bei anderen Bussen hierzulande zum Tragen. In Hamburg fahren neben dem reinen Akku-Bus in Blankenese mit dem Spitznamen Bergziege seit ein paar Monaten auch mehrere interessante Hybrid-Busse auf der Linie 109 herum. Einige davon werden schon länger getestet.

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Hamburg fährt mit Wasserstoff-E-Bussen durch die Stadt

Zwei Kombinationen dieser Hybrid-Typen werden mit Wasserstoff betankt und sind besonders interessant: Es handelt sich um einen Brennstoff-Bus mit Akku und einen Akku-Bus mit Wasserstoff.

Berlin hat Wasserstoffbusse vor Jahren mit dem Betrieb von 14 Bussen ausprobiert und anschließend wegen hoher Anfälligkeit 2009 aufgegeben - allerdings hatten die Busse keine Akkus. Hamburg wagt mehrere Jahre später nun auf der Linie 109 einen etwas anderen Ansatz.

Die Busse decken ihren Energiebedarf indirekt über eine Brennstoffzelle, die den Akku speist. Der eine Bus fährt dabei primär mit Wasserstoff, der indirekt einen Elektromotor antreibt, der andere primär mit einem großen Akku, der bei Bedarf durch eine Brennstoffzelle zur Reichweitenerhöhung unterstützt wird. Letzterer kann auch per Kabel mit Strom versorgt werden. Die Bremsenergie wird - für E-Busse typisch - ebenfalls wiederverwendet. Zwei Fahrzeuge wurden bereits im Februar 2015 in Betrieb genommen. Die Linie 109 wurde als Innovationslinie eingestuft, bietet also Raum für weitere Experimente und Forschung im betrieblichen Alltag, der den schwer zu simulierenden Fahrgastwechsel beinhaltet.

Hamburg will zudem nicht nur Wasserstoffbusse testen, wie die Übersichtsseite der Hochbahn erklärt. Unter anderem fährt ein Diesel-Hybrid durch die Stadt, der seine Bremsenergie für das Laden des Akkus nutzt und mit einem Dieselmotor zusätzlich sich fortbewegen kann. Ein anderes Dieselfahrzeug nutzt den Treibstoff nicht direkt für den Antrieb: Ein Dieselgenerator lädt den Akku auf. Zudem gibt es einen elektrischen Plug-in-Bus mit Dachstromabnehmer, der ebenfalls durch einen Dieselmotor unterstützt wird.

Die Hamburger Hochbahn will innerhalb weniger Jahre auf Dieselbusse verzichten

Die Pläne sind ambitioniert. Bereits in fünf Jahren will die Hamburger Hochbahn nur noch emissionsfreie Busse betreiben. Und dazu gehören auch die genannten Oberleitungsbusse mit Akkus. Die sind konzeptionell nah an dem System, das Wien bereits seit Jahren betreibt, allerdings mit einem Nachteil: Hamburg hat die dafür praktische Straßenbahninfrastruktur nicht mehr.

 E-Busse im Überblick: Effiziente Induktion, Wasserstoff für Akkus und SchwungräderWien betreibt E-Bus-Linien mit Serienfahrzeugen seit 2013 

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HubertHans 01. Sep 2015

Die Busse haben eine Luftfederung, die genau das tut.

RvdtG 16. Jul 2015

https://www.youtube.com/watch?v=FcPtrIE_7-I Der zweite Pol ist auch Überkopf als Draht...

casaper 14. Jul 2015

Ich würd mal sagen wenn das Fahrgestell und die Fahrgäste des induktions geladenen Bus...

McCoother 13. Jul 2015

Ja aber was kostet so ein Akku denn? Da ist ein zusätzliche E-Motor und der Verbrenner...



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