E-Books: US-Leser bekommen Geld zurück

Käufer von E-Books in den USA erhalten einen Teil des Preises zurück. Grund ist eine außergerichtliche Einigung dreier großer US-Verlage mit Justizbehörden. Zwei weiteren Verlagen und Apple droht ein Verfahren wegen Preisabsprachen.

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E-Book-Reader Kindle: Amazon rechnet mit günstigeren E-Books.
E-Book-Reader Kindle: Amazon rechnet mit günstigeren E-Books. (Bild: Amazon)

Käufer von E-Books in den USA können sich auf Geld freuen: Nach einer Einigung von mehreren Verlagen mit US-Justizbehörden werden Händler ihren Kunden einen Teil des Kaufpreises für die E-Books der entsprechenden Verlage erstatten.

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Alle US-Bundesstaaten hatten gegen fünf große US-Verlage und Apple ermittelt. Die Justizbehörden warfen ihnen vor, Preisabsprachen bei E-Books getroffen zu haben, um gegen die Dominanz von Amazon auf diesem Markt vorzugehen. Die Verlage Hachette, Harper Collins und Simon & Schuster haben sich mit den Behörden außergerichtlich über die Angelegenheit geeinigt, allerdings ohne ein Schuldeingeständnis.

Apple riskiert Gerichtsverfahren

Apple sowie Penguin und Macmillan hatten sich an dem Arrangement nicht beteiligt. Sie hätten es auf ein Gerichtsverfahren ankommen lassen, berichtet die US-Tageszeitung Christian Science Monitor.

Hachette, Harper Collins und Simon & Schuster haben einen Fonds in Höhe von 69 Millionen US-Dollar eingerichtet, aus dem die Rückerstattungen bestritten werden. Die Auszahlung kann allerdings erst erfolgen, wenn ein Richter der außergerichtlichen Einigung zugestimmt hat. Ein Gerichtstermin ist für Februar 2013 anberaumt.

1,32 US-Dollar für Bestseller

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Die Kunden erhalten für jedes normale E-Book, das sie zwischen dem 1. April 2010 und dem 21. Mai 2012 gekauft haben, 30 US-Cent zurück. Für E-Books, die im fraglichen Zeitraum auf der Bestsellerliste der New York Times gestanden haben, gibt es sogar 1,32 US-Dollar zurück, wie es auf der Website State Attorneys General E-Book Settlements heißt. Die Website wurde von den Justizbehörden der US-Bundesstaaten eingerichtet.

Amazon habe seine Kunden per Mail schon auf die Rückerstattung hingewiesen, berichtet das Wall Street Journal. Das werde Amazon den Kindle-Besitzern automatisch auf ihrem Konto gutschreiben, wenn das Gericht dem Abkommen zugestimmt habe, schreibt Amazon auf einer Hilfeseite zu dem Thema. Der Onlinehändler Amazon rechnet zudem damit, dass dadurch die E-Books künftig günstiger werden. Eine Sprecherin von Barnes & Noble sagte dem Wall Street Journal, dass die Buchhandelskette ein ähnliches Rundschreiben an die Nook-Besitzer vorbereite.

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