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E-Books: Deutsche Telekom steigt bei Tolino aus

Kobo statt Telekom: Die Deutsche Telekom will keine digitalen Bücher mehr vertreiben. Der Konzern verkauft seinen Part an der E-Book -Plattform Tolino nach Japan.
/ Werner Pluta , dpa
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Leser mit E-Book-Reader (Symbolbild): Tolino ist offen (Bild: Brian Snyder/Reuters)
Leser mit E-Book-Reader (Symbolbild): Tolino ist offen Bild: Brian Snyder/Reuters

Keine E-Book-Reader mehr: Die Deutsche Telekom steigt aus dem Projekt Tolino aus. Der Konzern verkauft die Technologie-Plattform an das japanisch-kanadische Unternehmen Rakuten Kobo. Für die Nutzer von Tolino soll sich aber nichts ändern.

Tolino wurde 2013 gegründet und sollte die deutsche Konkurrenz zu Amazons Kindle-Plattform sein. Das Projekt ist eine Kooperation der Buchhändler Thalia, Weltbild, Hugendubel, Orell Füssli und Club Bertelsmann, der Mayerschen Buchhandlung, Osiander, Libri und der Deutschen Telekom.

Tolino bietet Zugang zur Onleihe

Zu der Plattform gehören ein E-Book-Shop, die Lesegeräte wie der Tolino Vision oder Tolino Page , sowie die Tolino-Cloud, in der die E-Books gespeichert werden. Vorteil der Plattform gegenüber Amazons Kindle ist, dass Tolino nicht auf ein proprietäres System setzt und offen für verschiedene Dateiformate ist. Über Tolino kann auch auf die Onleihe zugegriffen werden, ein Verleihsystem von öffentlichen Bibliotheken.

Die Telekom war für die Technik zuständig: Das Unternehmen hat die E-Book-Reader entwickelt sowie die Plattform für den Vertrieb der digitalen Bücher bereitgestellt. Jetzt soll Rakuten Kobo diesen Part übernehmen. Das Geschäft, dessen Kaufpreis nicht genannt wurde, muss noch vom Kartellamt geprüft werden.

Tolino-Kunden können weiterhin Telekom-Hotspots nutzen

Für die Nutzer soll sich dadurch aber nichts ändern: Die Lesegeräte sollen weiter unterstützt werden. Außerdem könnten die Kunden weiterhin kostenlos die Telekom-Hotspots nutzen, Auch die Tolino-Cloud werde weiterhin betrieben, sagte die Tolino-Allianz.

Kobo ist ein kanadischer E-Book-Hersteller. Das Unternehmen wurde 2009 gegründet und 2011 von dem japanischen Internetkonzern Rakuten übernommen.


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