E-Books: Bildungsverlag Pearson setzt auf Digitalisierung

Pearson, der größte Lehrbuchverlag der Welt, hat angefangen, sein Angebot in den USA von gedruckten auf digitale Lehrmittel wie E-Books umzustellen. Damit reagiert der Verlag auch auf veränderte Gewohnheiten der Studenten.

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Studentin in der Bibiliothek: Die Netflix- und Spotify-Generation leiht, statt zu kaufen.
Studentin in der Bibiliothek: Die Netflix- und Spotify-Generation leiht, statt zu kaufen. (Bild: Adam Berry/Getty Images)

Der britische Verlag Pearson setzt künftig stärker auf digitale Lehrmedien als auf gedruckte Bücher. Letztere will der Verlag in den USA nicht mehr verkaufen, sondern nur noch verleihen. Außerdem sollen sie seltener als bisher aktualisiert werden. Pearson ist der weltweit größte Verlag für Schul- und Lehrbücher.

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"Wir schließen das Kapitel College-Lehrbücher und setzen auf das Modell 'digital first'", sagte Pearson-Chef John Fallon der britischen Wirtschaftstageszeitung Financial Times. So will der Verlag im dem kommenden Jahr nur noch 100 Universitätslehrbücher aktualisieren. Im vergangenen Jahr waren es noch 500 Neufassungen. Das Pearson-Angebot umfasst rund 1.500 Universitätslehrbücher.

Die Studenten sollen statt dessen mit E-Books arbeiten und mit digitalen Tests ihr Wissen überprüfen. Pearson will auch eine Handschrifterkennung entwickeln, so dass die Studenten ihre Übungen mit der Hand schreiben und dennoch automatisiert korrigieren lassen können.

Die digitalen Lehrmedien sollen häufiger aktualisiert werden. Sie böten zudem mehr Möglichkeiten, sagte Fallon der BBC, etwa für gemeinschaftliches Arbeiten oder zum Teilen von Ergebnissen. Zudem könnten Videos integriert werden.

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Die Umstellung beginnt in den USA. Dort sind Lehrbücher recht teuer, weshalb Studenten sie eher leihen als kaufen. Hinzu kommen neue Gewohnheiten: Die Netflix- und Spotify-Generation leihe eher, als zu kaufen, sagte Fallon der BBC. Für die Verlage bedeutet das eine steigende Zahl an Remittenden. Bücher, die Studenten gekauft haben und nicht mehr brauchen, werden schnell verkauft, meist über das Internet. Überdies bekommen die Verlage Konkurrenz von Onlinediensten mit Bildungsangeboten.

Nach den USA will Pearson auch in anderen Ländern den Übergang zu den digitalen Medien einleiten. Lehrbücher werde es es noch lange geben, sagte Fallon. Aber sie würden eine immer kleinere Rolle beim Lernen spielen.

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